Fast 30 Kilometer auf der Felge unterwegs – Flucht auf A5 endet an Streifenwagen

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Symbolbild © dpa

Rhein-Neckar. Über eine Strecke von fast 30 Kilometern ist ein 60-jähriger Autofahrer am Mittwochabend auf der A5 vor der Polizei geflüchtet. Dabei war der Mann nach Behördenangaben größtenteils auf der Felge des rechten Vorderrads unterwegs. Seine Fahrt führte von Karlsruhe bis zur Auffahrt der A6 am Walldorfer Kreuz, wo die Flucht nach einer Kollision an einem Streifenwagen endete.

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Das Unheil hatte gegen 22.10 Uhr am A5-Parkplatz „Höfenschlag“ zwischen Karlsruhe und Bruchsal seinen Lauf genommen. Hier war der Mann vermutlich wegen seines Alkoholkonsums - ein Test ergab später 1,6 Promille - leicht nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Dabei beschädigte er den Reifen des Wagens an einem Randstein. In der Folge kollidierte der 60-Jährige mit einem ordnungsgemäß geparkten Sattelzug. Ohne sich um den Schaden zu kümmern, setzte der Mann seine Fahrt auf der Autobahn fort.

Mit Funkenflug der Polizei entkommen

Nach rund zehn Kilometern Weiterfahrt in Richtung Norden habe er daraufhin die Bereifung verloren. Auf der Felge setzte der Beschuldigte die Fahrt fort. Ein Streifenwagen wurde in Höhe der Anschlussstelle Kronau auf das Auto der Marke BMW aufmerksam. Der Fahrer sei in Schlangelinien unterwegs gewesen. Außerdem blieb den Beamten der beschädigte Reifen nicht verborgen. Mittels Blaulicht und dem Hinweis „Stopp Polizei“ wollte die Streife den Flüchtigen anhalten. Aber auch dies schien den 60-Jährigen nicht weiter zu interessieren: „Mit  starkem Funkenflug auf der blanken Felge“ habe er die Fahrt in Richtung Walldorfer Kreuz fortgesetzt.

Dort angekommen, wollte der Mann auf die A6 in Richtung Heilbronn wechseln. Zunächst verlangsamte er seine Geschwindigkeit und hielt auf der Auffahrt kurz an.  Doch war der Einsatz der Beamten damit noch nicht beendet, denn der 60-Jährige entschloss sich dazu, erneut Gas zu geben. Dann fand die Flucht ein Ende: Mit dem Streifenwagen verhinderten die Beamten sein Auffahren auf die A6. Der Beschuldigte versuchte zwar, mit seinem Wagen nach links auf die Hauptfahrbahn zu gelangen, dabei kollidierte er jedoch mit dem Polizeifahrzeug.

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Bei der Anschließenden Kontrolle wurden die Beamten auf den Alkoholgeruch aufmerksam. Nach einem Test an Ort und Stelle begleitete der die Polizisten mit aufs Revier, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.