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Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem externen Autor Marvin Seeger.

Uhrmacherkunst – eine kurze Geschichte der Uhr

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Die Geschichte der Uhr beginnt bereits im Altertum. © Monoar_CGI_Artist (CCO Creative Commons)

Vor einigen Jahren war die Frage: „Können Sie mir bitte sagen, wie spät es ist?“ völlig normal. Mittlerweile besitzen die meisten Menschen ein Handy, auf dem die Uhrzeit angezeigt wird. Nichtsdestotrotz ist die Armbanduhr längst nicht aus der Mode gekommen. Die Geschichte der Zeiterfassung reicht weit zurück. In diesem Beitrag soll es um die wichtigsten Meilensteine der Uhr-Entwicklung gehen.

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Die moderne Armbanduhr

Beginnen wir mit der modernen Uhr, wie sie heute jeder kennt und nutzt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts entwerfen Uhrenmanufakturen auf der ganzen Welt serienmäßig Quarzuhren. Die erste tragbare Cäsium-Atomuhr wurde im Jahr 1964 veröffentlicht. 1972 entstand die Coordinated Universal Time (UTC). Die weltweite Zeitmessung ist noch heute gültig. Seitdem dienen Atomuhren als Richtwert für die Einstellung von genauen Zeitabständen. Kurz darauf wurden in Japan die ersten digitalen Uhren entwickelt.

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Die Entwicklung der Uhr nahm ihren Lauf. Im Jahr 1982 war die erste Fitnessarmbanduhr erhältlich. Diese zeigte nicht nur die Uhrzeit an, sondern erfasste auch die Kreislaufdaten. Es waren die Vorgänger der heutigen Fitnessarmbänder und Smartwatches. Die erste funkgesteuerte Armbanduhr wurde schließlich im Jahr 1989 vorgestellt. Im Jahr 1990 gründete sich unter anderem das Unternehmen NOMOS Glashütte. Zertifizierte Nomos-Uhren stehen für handwerkliche Tradition sowie zeitloses und modernes Uhrendesign.

Auch wenn die Uhrzeit heute ebenso auf anderen Geräten wie Computern, Handys oder im Fernsehen zu sehen ist, so ist die Armbanduhr noch immer ein elegantes und exklusives Schmuckstück, das viele Menschen gerne am Handgelenk tragen. Sie ist eine Massenware, deren Hauptaufgabe es ist, die Zeit anzuzeigen. Zudem bieten spezielle Uhren zahlreiche Zusatzfunktionen.

Die Uhr hat sich im Laufe der Zeit verändert – und so fing alles an.

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Die Sonnenuhr

Ob und wie die Menschen im Altertum die Zeit gemessen haben, ist nicht genau bekannt. Allerdings gehen Forscher davon aus, dass sie sich an Sonnenauf- und -untergängen sowie am Lauf der Sonne orientiert haben könnten. Anderenfalls wäre es nicht zur ersten Zeitmessung gekommen, und zwar mithilfe der Sonnenuhr.

Abbildungen auf uralten Tontafeln zeigen etwa, wie ein einfacher Holzstab, der in den Boden gesteckt wurde, einen Schatten wirft. Dieser als Sonnenuhr bezeichnete Schattenstab gilt als die erste bekannte Uhr. Wie bekannt ist, machten die Ägypter und Sumerer etwa um 3.000 v. Chr. sowie anschließend auch die Chinesen von der Sonnenuhr Gebrauch.

Interessant ist, dass es schon zu dieser Zeit verschiedene Zeitsysteme gab, an denen sich die heutigen Stunden, Minuten und Sekunden orientieren. Die Basis bilden das Sexagesimal (Basis 60) System der Babylonier, das hieraus entstandene Duodezimalsystem (12er-System) und die Tageseinteilung der alten Ägypter in 2 x 12 gleich lange Abschnitte (altägyptische Sonnenuhr). In den heute erhältlichen modernen Armbanduhren werden diese drei Einteilungen nach wie vor benutzt.

Wasseruhren, Kerzenuhren und Sanduhren 

In vielen Lebensbereichen muss sich die Menschheit weiterentwickeln. Eines der wichtigsten Themen der Gegenwart und der Zukunft ist der Klima- und Umweltschutz. Windparks, die grünen Strom erzeugen, E-Mobilität und nachhaltiges Wohnen sind Themen, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. 

Doch alles braucht seine Zeit, und genau um diese geht es. Bis zur modernen Uhr gab es zahlreiche Zwischenschritte. Die Sonnenuhren funktionierten nur am Tag und bei Sonnenschein recht gut. Durch das System der Wasseruhren konnte die Zeitmessung erweitert werden.

Das Prinzip einer Wasseruhr war einfach: Das Wasser floss von einem Behältnis in einer bestimmten Zeit in ein anderes Behältnis. Dadurch ließen sich Markierungen abtragen, die einen Bruchteil der vergangenen Zeit kennzeichneten. Befand sich der Wasserpegel auf Höhe einer Markierung, ließen sich daran exakte Stunden oder Minuten ablesen. Um das Ergebnis, das anfangs noch ungenau war, zu verbessern, kombinierten die Menschen später die Wasseruhren mit Gewichten und Zahnrädern. Die Uhren ermöglichten erstmals das Messen der Zeit unabhängig vom Stand der Sonne.

Eine weitere Erfindung war die Kerzenuhr. Dabei brannte eine Kerze oder ein Räucherstäbchen in einer bestimmten Zeit ab. Dadurch war eine bestimmte Zeitspanne (wenn auch ungenau) festgelegt. Ganz ähnlich funktionierten Sanduhren.

Mechanische Wasseruhren waren bis zum Ende des Mittelalters die exaktesten Uhren. Sie waren bereits mit einem Zeiger und einem Ziffernblatt ausgestattet. Teilweise verfügten sie über einen Gongschlag. Immer mehr Uhrmacher entwickelten eigene Produkte.

Uhren mit Zug- und Triebfeder-Uhrwerken

Im Laufe der Zeit wurden weitere Arten von Uhren entwickelt. Dazu zählen auch Uhren mit Zug- und Triebfeder-Uhrwerken. Diese waren erstmals mit einem Minutenzeiger ausgestattet. Die neuen Entwicklungen machten sich viele Uhrmacher zunutze, sie bauten Wanduhren und Taschenuhren. Die Uhrwerke wurden kleiner und die technischen Möglichkeiten verbesserten sich. Die neuen Uhren zeigten die Zeit noch exakter an.

Ein weiterer Quantensprung in der Geschichte der Uhr war die Entwicklung der Pendeluhr. Galileo Galilei erkannte die Bedeutung der Pendelschwingung bereits im Jahr 1583. Die erste Pendeluhr wurde schließlich im Jahr 1645 von Christiaan Huygens entwickelt, vermutlich auf Grundlage seiner Notizen.

In der Folgezeit fanden die Uhrmacher immer neue Formen bis hin zur Taschenuhr. Es entbrannte ein regelrechter Wettstreit um die genauesten, besten und schönsten Uhren. Dies vor allem in der Schweiz, aber ebenso in England, Deutschland und anderen Ländern.

Weitere, wichtige Schritte auf dem Weg zur heutigen Uhr waren Entwicklungen wie die erste elektromagnetische Pendeluhr, der Kronen-Aufzug oder der automatische Uhren-Aufzug. Die Uhren wurden zunehmend kleiner, während sich der Zusammenbau vereinfachte und sich der Materialeinsatz verringerte. Anders als in der Anfangszeit konnten sich alle Bürger eine Uhr leisten.

Abraham Louis Breguet – Pionier der Uhrmacherkunst

Einer der bedeutendsten Namen in der Welt der Uhrmacherkunst ist ohne Zweifel Abraham Louis Breguet, ein Schweizer Uhrmacher. Er gilt als Pionier der heutigen Taschen- und Armbanduhren. So nahm er zahlreiche Veränderungen vor und verbesserte unter anderem die Ganggenauigkeit. Ferner entwickelte er eine Vorrichtung zum Ausgleich von Reibung, das Tourbillion.

Im Jahr 1812 baute er die erste echte Armbanduhr. Diese setzte sich allerdings erst einige Jahrzehnte später durch. Zahlreiche weitere Uhrmanufakturen, die bis heute aktiv sind, entwickelten sich auf Basis seiner Pionierarbeit.

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