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Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit der externen Autorin Janine Zimmermann.

Schwerhörigkeit: Ursachen und Perspektiven

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Mit entsprechenden Tests kann eine Schwerhörigkeit festgestellt werden. © unsplash.com, Hayes Potter

Vor allem Menschen in einem höheren Lebensalter leiden unter diesem Problem: Schwerhörigkeit. Laut aktuellen Zahlen des Deutschen Schwerhörigenbunds sind jedoch häufig auch jüngere Menschen betroffen. Demnach sind 19 Prozent der deutschen Bevölkerung über 14 Jahre hörgeschädigt. Das entspricht rund 13,3 Millionen Menschen hierzulande. Die Ausprägungen reichen dabei von einer leichten Schwerhörigkeit bis hin zur Grenze zur Taubheit. Die Ursachen für die Probleme mit dem Gehör sind so vielfältig wie die einzelnen Abstufungen. Je nach Schwere gibt es jedoch sinnvolle Lösungsansätze, um die Schwerhörigkeit zu bekämpfen und abzumildern.

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Unterschiedliche Arten der Schwerhörigkeit

Grundsätzlich beschreibt eine Schwerhörigkeit erst einmal Probleme mit dem Gehör. Diese lassen sich wiederum in mehrere unterschiedliche Teilbereiche einteilen, die wiederum in Kombination auftreten können.

  • Bei der Schallleitungs-Schwerhörigkeit gelangen die Schallwellen nicht mehr zum Innenohr.
  • Bei der Schallempfindungs-Schwerhörigkeit kommt der Schall zwar beim Innenohr an, allerdings wird er von dort aus nicht mehr richtig an das Gehirn weitergegeben.
  • Bei der Schallwahrnehmungs-Schwerhörigkeit kann das Gehirn die ankommenden Signale nicht mehr richtig verarbeiten. Töne werden zwar wahrgenommen, aber verlieren ihre Bedeutung.

Ursachen der Schwerhörigkeit

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Vor allem im Alter kann das Hörvermögen immer weiter abnehmen. Dieser Prozess beginnt bei fast allen Menschen etwa ab 50 Jahren. Ein ungesunder Lebensstil kann das Ganze jedoch beschleunigen. Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer externer Ursachen, die zu einer Schwerhörigkeit führen können. Manche von ihnen sorgen nur vorübergehend für Probleme:

  • Fremdkörper oder Wasser im Ohr oder dem Gehörgang
  • Entzündungen
  • Verletzungen am Trommelfell oder anderen Organen im Ohr
  • Entzündungen des Ohrs
  • Erkältungen
  • Stress
  • Infektionserkrankungen
  • Hörsturz
  • Nebenwirkungen auf Medikamente
  • Vergiftungserscheinungen

Daneben gibt es jedoch noch weitere Ursachen, die zu chronischen Problemen mit dem Gehör führen können:

  • Starke Lärmbelastung
  • Erkrankungen der Hörnerven
  • Diabetes
  • Erkrankungen der Leber, der Nieren oder der Schilddrüse
  • Fehlbildungen der Hörorgane
  • Verformungen der Hörorgane durch Verletzungen, Narben oder Entzündungen

Natürlich können auch mehrere Ursachen bei einer Schwerhörigkeit zusammenkommen.

Ein Arzt kann weiterhelfen

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Egal, auf welche Weise sich die Schwerhörigkeit bemerkbar macht, sei es eher schleichend oder plötzlich, es sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Vor allem wenn die Probleme länger anhalten, kann sich das nämlich ansonsten auf das Gehirn auswirken. Das könnte die Verarbeitung fehlender Signale und der betroffenen Frequenzen verlernen.

Ist dieser Fall bereits eingetreten, ist es schwierig, das volle Hörvermögen wieder herzustellen. Deshalb ist es umso wichtiger, mit dem Arztbesuch nicht zu lange zu warten. Das gilt vor allem dann, wenn die Hörprobleme plötzlich auftreten.

Der Arzt führt entsprechende Tests durch, um die Art und die Schwere der Schwerhörigkeit festzustellen.

Hörgeräte bei alters- oder lärmbedingter Schwerhörigkeit

Wenn eine chronische Schwerhörigkeit vorliegt, die durch das fortschreitende Alter oder eine zu große Lärmbelastung ausgelöst wurde, kann das Hörvermögen nicht mehr zurückgewonnen werden. Damit das Gehirn nicht verlernt, wie es Töne verarbeiten kann, ist es wichtig, dass möglichst schnell ein Hörgerät angepasst wird.

Wie der Hörgeräteakustiker GEERS erklärt, eröffnet die Digitalisierung bei den Hörgeräten eine Vielzahl von Möglichkeiten. Sie können komplett digital und drahtlos mit allen möglichen elektronischen Geräten vernetzt und individuell auf die Bedürfnisse des Trägers angepasst werden. Sie kombinieren also alle herkömmlichen Funktionen eines klassischen Hörgeräts mit denen moderner Kopfhörer.

Moderne Hörgeräte sind heutzutage klein und je nach Modell sogar so gut wie unsichtbar. Eine unverzichtbare Hilfe, um wieder normal am Alltag teilnehmen zu können.

Medikamente gegen die Probleme

Medikamente können bei verschiedenen Ursachen der Schwerhörigkeit angewendet werden. Ist der Grund beispielsweise eine Infektion am oder im Ohr, müssen die Krankheitserreger bekämpft werden. Der Wirkstoff, der bei viralen Infekten sehr häufig Anwendung findet, ist Aciclovir. Bei bakteriellen Infektionen werden hingegen Antibiotika eingesetzt.

Wurde die Schwerhörigkeit durch einen Hörsturz oder ein akustisches Trauma ausgelöst, werden meist Infusionen mit verschiedenen Wirkstoffen verabreicht. Dies dient vor allem der Anregung der Durchblutung im Ohr.

Reinigung des Ohrs

Gerade bei akuten Hörproblemen, die durch eine Verstopfung des Gehörgangs durch Ohrenschmalz oder einen Fremdkörper ausgelöst werden, kann die Reinigung des Ohrs schnelle Linderung bringen. Für gewöhnlich wird die Verstopfung abgesaugt, ausgespült oder mithilfe verschiedener Instrumente entfernt.

Man selbst sollte jedoch nicht versuchen, die Verstopfung zu entfernen, vor allem nicht mit Wattestäbchen. Die haben im Ohr nichts verloren. Sie können sogar dafür sorgen, dass das Ohr erst recht verstopft oder das Trommelfell Schaden nimmt.

Operationen am Ohr

Bei größeren Schäden am Ohr, wie beispielsweise einem verletzten Trommelfell, kann eine Operation nötig sein. Gleiches gilt, wenn der Steigbügel im Ohr nicht mehr richtig funktioniert. Selbst bei einer Mittelohrentzündung kann ein Eingriff notwendig sein. Kann der Eiter nicht mehr richtig abfließen, muss sogar ein Schnitt am Trommelfell erfolgen. Die Möglichkeiten der Operationen sind vielfältig. Dennoch sollte es die letzte Möglichkeit der Behandlung bleiben.

Schwerhörigkeit vorbeugen

Grundsätzlich ist es wohl der beste Weg, wenn es gar nicht erst zu einer Schwerhörigkeit kommt. Zwar lässt sich nicht gegen alle Ursachen etwas tun, zum Beispiel gegen das Altern, dennoch gibt es ein paar Dinge, die helfen, das Hörvermögen möglichst lange beizubehalten.

Vor allem Lärm sollte reduziert werden. Das gilt sowohl für die Arbeit als auch für die Freizeit. Bei lauten Konzerten oder Besuchen im Club sollte nach Möglichkeit ein Gehörschutz verwendet werden.

Zur richtigen Reinigung sollte nur klares, warmes Wasser gehören. Wattestäbchen sind tabu. Das Vermeiden von Stress kann ebenfalls dabei helfen, möglichst lange gut zu hören.

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