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Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem externen Autor Martin Schulz

Schutz gegen existenzielle Risiken: Welche Versicherungen sind wichtig?

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Die gesetzliche Krankenversicherung bildet mit der privaten Haftpflichtversicherung für die gesamte Familie eine sichere Basis für den Schutz gegen Risiken. © Pexels / Pixabay.com

Wer glaubt, dass die Deutschen besonders gut und umfangreich versichert sind, liegt falsch. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist ein Großteil der deutschen Haushalte gegen existenzielle Risiken nicht ausreichend abgesichert. Je nach Haushalt kann der Versicherungsschutz individuell ausfallen. Verpflichtend ist aber die Krankenversicherung sowie beispielsweise die Kfz-Haftpflichtversicherung. Es gibt allerdings Versicherungen, die man dringend abschließen sollte, um gegen die häufigsten und größten Risiken geschützt zu sein. Welche Versicherungen das sind und worauf man beim Abschluss achten sollte, schauen wir in diesem Beitrag genauer an.

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Die wichtigsten Versicherungen

Zu den wichtigsten Versicherungen gehören die gesetzliche Krankenversicherung, die Kfz-Haftpflichtversicherung und die private Haftpflichtversicherung.

Gesetzliche Krankenversicherung

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Eine Krankenversicherung ist in Deutschland für alle Menschen Pflicht – ganz gleich ob gesetzlich oder privat. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kann hierzulande nahezu jeder beanspruchen. Alternativ lässt sich eine private Krankenversicherung (PKV) abschließen. Die Versicherungen stehen Angestellten offen, die ein bestimmtes Mindestgehalt pro Monat beziehen, sowie Beamten und selbstständig tätigen Personen. Mitunter haben auch Studierende die Möglichkeit, zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung zu entscheiden.

Private Haftpflichtversicherung

Schnell kommt es im heute hektischen Alltag zu unvorhergesehenen Unfällen, bei denen Sachschäden in unterschiedlichem Ausmaß entstehen können. Schlimmstenfalls kommen sogar Menschen zu Schaden oder zu Tode. Für den Verursacher können die Schäden, die dabei entstehen, sehr teuer werden.

Laut Gesetz steht eine Person in der Pflicht, für Schäden aufzukommen, die durch sie verursacht wurden. Doch oft sind die Kosten derart hoch, dass sie existenzbedrohend für den Verursacher sind. Deshalb ist eine private Haftpflichtversicherung ein Muss, auch wenn sie vom Gesetzgeber nicht vorgegebenen ist. Bereits ab etwa 5 Euro im Monat lässt sich eine Versicherungspolice abschließen. Es gibt günstige Tarife für Alleinstehende, Paare und Familien.

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Es sollte darauf geachtet werden, dass die vereinbarte Deckungssumme ausreichend hoch ist. Eine Deckungssumme von 10 Millionen Euro sollte mindestens aufgenommen werden, die für Personen-, Sach-, und Vermögensschäden aufkommt. Der Vergleich der einzelnen Policen lohnt sich, denn teilweise ist mit nur geringem finanziellen Mehraufwand eine deutlich höhere Deckungssumme zu erzielen. Umso höher, desto besser. Denn bei einem Unfall mit mehreren Beteiligten und Beschädigten, kann schnell ein Schaden in Millionenhöhe entstehen.

Kfz-Haftpflichtversicherung

Wer in Deutschland ein Fahrzeug oder Motorrad anmeldet, muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung haben. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Versicherung greift, wenn der Besitzer des jeweiligen Fahrzeugs im Straßenverkehr Schäden verursacht hat – und diese können sehr teuer werden.

Eine ergänzende Versicherung ist die sogenannte Mallorca-Police. Diese ist für alle Personen empfehlenswert, die häufiger mit einem Mietwagen in anderen EU-Ländern unterwegs sind. Der Mietwagen ist somit ebenfalls in bestimmten Regionen haftpflichtversichert. Wer hingegen mit dem eigenen Auto ins Ausland fährt, sollte sich über einen entsprechenden Auslandsschadenschutz bemühen.

Hinweis: Anders als die Kfz-Haftpflichtversicherung kann die sogenannte Kasko-Versicherung freiwillig abgeschlossen werden. Diese gibt es als Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung. Sie reguliert die Schäden am eigenen Fahrzeug.

Tierhalter-Haftpflichtversicherung

Halter von großen Tieren, zum Beispiel Pferde oder Hunde, benötigen je nach Wohnort eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung. In den Bundesländern Thüringen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Berlin, Schleswig-Holstein und Hamburg ist sie Pflicht. In Baden-Württemberg und Bayern ist die Versicherung nur für bestimmte Tiere verpflichtend. Werden Schäden durch kleinere Tiere verursacht, können diese über die private Haftpflichtversicherung reguliert werden.

Berufshaftpflichtversicherung

Die Berufshaftpflichtversicherung ist nicht für jeden von Bedeutung. In einigen Berufen ist sie jedoch Pflicht. So müssen Steuer- und Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Notare und Ärzte stets eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen.

Weitere wichtige Versicherungen

Neben den genannten Versicherungen können weiterhin folgende Policen von Bedeutung sein:

Berufsunfähigkeitsversicherung

In allen Berufen – angefangen beim Lehrer über die Sekretärin bis hin zum Schreiner – besteht das Risiko, irgendwann berufsunfähig zu werden. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente reicht dann oft nicht aus, um den Lebensunterhalt zu sichern.

Deshalb empfiehlt sich der frühzeitige Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV). Je früher die Versicherung abgeschlossen wird, desto niedriger sind die Kosten dafür. Personen, die chronisch krank sind oder bereits unter Vorerkrankungen leiden, zahlen Risikozuschläge oder erhalten keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr. 

Private Krankenversicherung als Zusatzversicherung

Für die meisten in Deutschland lebenden Personen gilt zwar die Pflichtmitgliedschaft in der GKV. Allerdings übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung nicht die Kosten für alle Behandlungen. So bleibt vielen Versicherten nichts anderes übrig, als bestimmte Behandlungen aus eigener Tasche zu bezahlen.

Private Krankenversicherungen können zusätzlich zur GKV abgeschlossen werden. Versicherte erhalten damit zum Beispiel eine Behandlung durch den Chefarzt oder ein Einzelzimmer im Krankenhaus. Für umfangreichere Zahnbehandlungen empfiehlt sich hingegen eine Zahnzusatzversicherung, die die Kosten für Brücken, Kronen oder Prothesen teilweise oder komplett übernimmt.

Risikolebensversicherung

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist dies mit einer tiefen Trauer verbunden. Doch für die Hinterbliebenen bedeutet das Ableben des Hauptverdieners oder der Hauptverdienerin in der Familie oft zudem den finanziellen Ruin. Wenn nur noch ein Einkommen vorhanden ist – wer zahlt dann weiterhin die Hausraten oder die Miete? Wie sollen die alltäglichen Kosten gedeckt werden, vor allem, wenn auch Kinder im Haushalt leben? Und wie kommen Kinder finanziell generell weiter über die Runden, wenn ihre alleinerziehende Mutter oder ihr alleinerziehender Vater plötzlich verstirbt?

Für jede Person, die sich um andere Menschen sorgt, ist eine Risikolebensversicherung empfehlenswert. Sollte der Hauptverdiener sterben, versorgt die Versicherung die Hinterbliebenen, indem sie diesen einen vorher festgelegten Todesfallbetrag auszahlt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben dennoch nur etwa 17 Prozent der in Deutschland lebenden Personen eine Risikolebensversicherung abgeschlossen.

Private Unfallversicherung

Kommt es zu Berufskrankheiten oder Arbeitsunfällen, sind alle Berufstätigen über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Die private Unfallversicherung schützt dagegen weltweit und zu jeder Zeit in der Freizeit, zu Hause, im Beruf und beim Sport vor den finanziellen Folgen von unvorhergesehenen Unfällen.

Altersvorsorge

Für viele Menschen wird die gesetzliche Rente nicht ausreichen, um sich im Alter versorgen zu können. Deshalb ist es ratsam, sich zusätzlich abzusichern. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, wie zum Beispiel die Betriebsrente sowie die staatlich geförderte oder die private Altersvorsorge. Welche Option die passende ist, hängt von der persönlichen Lebenssituation und den eigenen Wünschen ab.

Wohngebäudeversicherung und Hausratversicherung

Eine Wohngebäudeversicherung schützt die Eigentümer von Immobilien gegen Naturgefahren. Sie deckt meist Schäden durch Blitzschlag, Feuer, Sturm, Hagel sowie Wasser ab. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, zusätzlich eine Elementarschadenversicherung (bei Starkregen) abzuschließen.

Ähnlich wie bei der Risikolebensversicherung sind die Deutschen auch beim Abschluss einer Hausratversicherung eher zurückhaltend. Diese bietet Schutz, wenn wertvolle Haushaltsgegenstände durch einen Sturm, Vandalismus, Feuer oder einen Einbruch zerstört werden. Je nach Deckungsbetrag kann eine Hausratversicherung bereits ab 50 Euro im Jahr abgeschlossen werden.

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