Technik - Hinter dem Network Attached Storage verbirgt sich eine Speichermöglichkeit, die guten Datenschutz garantiert NAS-Systeme: Die Cloud liegt zu Hause

Von 
Philipp Schulte
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NAS ermöglicht Sicherung von Daten – ohne deren Weitergabe an Dritte. © dpa

Berlin/Hannover. Insbesondere Fotos, Filme und Musik lassen den Speicher des Computers schnell bersten. Auf einer externen Festplatte drohen sie in Vergessenheit zu geraten – eine Lösung kann ein NAS sein. Hinter diesem Akronym für Network Attached Storage verbirgt sich ein Speichersystem, das mit einer externen Festplatte für den Computer vergleichbar ist, sagt Sebastian Klöß vom IT-Branchenverband Bitkom. „Im Unterschied zu einer externen Festplatte wird das NAS aber nicht direkt an den Rechner angeschlossen, sondern über das Netzwerk.“ Ein NAS muss also per WLAN oder LAN-Kabel mit dem Internet-Router verbunden werden.

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Mittlerweile kann man auf die meisten NAS von außerhalb des Firmen- oder Heimnetzwerkes zugreifen. „So hat sich die gemeinsame Netzwerkfestplatte zu einem kleinen Server entwickelt“, sagt Ernst Ahlers vom „c’t“-Fachmagazin.

„Gegenüber einer „einfachen“ externen Festplatte können bei einem NAS mehrere Nutzer auf die Daten zugreifen, erklärt Klöß. Fotos, Videos oder Filme müssen mit einem NAS-System nicht mehr auf der Festplatte des Rechners liegen.

Über den Computer, eine Smartphone-App oder den Smart-TV seien diese Daten dank des ständig aktiven NAS aber trotzdem leicht abrufbar. Ein häufiger Anwendungszweck ist das Streamen von Videos oder Musik. Darüber hinaus kann man auf NAS-Systemen oft auch Apps und Programme nutzen. Einige NAS-Systeme arbeiten auch mit Überwachungskameras. Ebenso könne man einen eigenen VPN-Dienst für sichere Internetverbindungen betreiben, Mail- und Chatserver hosten oder Daten sichern.

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Ernst Ahlers rät zu einem NAS mit zwei Festplatten. Denn: „Jede Festplatte geht irgendwann mal kaputt.“ In diesem Fall hätte man immer noch die Daten auf der zweiten Festplatte. Trotzdem sei selbst ein NAS mit gespiegelter Festplatte kein Backup-System. Wichtige Daten gilt es regelmäßig auf einer externen Festplatte zu sichern. „Ein Blitzeinschlag beispielsweise, der in die Stromverteilung überspringt, kann das NAS zerstören. Eine externe Festplatte, die nicht angeschlossen war, ist davon nicht betroffen“, so der Experte.

Dateien verbleiben bei Besitzern

Man kann auf dem NAS die Dateien aller Computer zusammenführen und speichern. „So muss man nicht mehr die Daten jedes Computers im Haushalt einzeln sichern“, erklärt „c’t“-Experte Ernst Ahlers. Ein großer Vorteil von NAS-Systemen ist der gute Datenschutz. Alle Daten verbleiben bei den Nutzerinnen und Nutzern und werden nicht an Dritte übertragen, sagt Klöß. NAS-Systeme seien deswegen auch besonders für all jene interessant, die keine Onlinespeicher (Clouds) nutzen möchten.