Nachhaltig(er) leben in der Großstadt mit diesen 10 Tipps

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Die Nachhaltigkeit spielt für viele Menschen eine zunehmend wichtige Rolle im Leben, auch – oder vor allem – in der Großstadt. Denn diese bringt für die Umwelt und das Klima zahlreiche Nachteile mit sich und sogar auf die Lebensqualität wirkt sich die Großstadt aufgrund ihrer geringen Nachhaltigkeit oft negativ aus. Es lassen sich daher sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, wenn jeder versucht, mehr Nachhaltigkeit in das eigene Leben und in die Stadt im Allgemeinen zu bringen. Doch die Maßnahmen wollen sinnvoll gewählt werden, denn nicht jede scheinbare Verbesserung erfüllt tatsächlich den gewünschten Zweck. Wie also lässt sich Nachhaltigkeit in der Großstadt sinnvoll umsetzen?

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Mehr Nachhaltigkeit in der Stadt – wer ist zuständig?

Das Thema der Nachhaltigkeit wird oft im großen Rahmen diskutiert. Es brauche neue Technologien, neue Wohnkonzepte, neue Lösungen bei der Energieversorgung…so oder so ähnlich lauten die Forderungen. Durchaus wird die Stadt der Zukunft grundlegend anders aussehen, darin sind sich die Experten einig. Wie genau, dafür fehlt es jedoch noch an tragfähigen Lösungen. Solange die Nachhaltigkeit also nicht im großen Rahmen gewährleistet werden kann, weil es beispielsweise an Technologien, Budget & Co mangelt, sollte sich jeder Mensch selbst in die Verantwortung nehmen. Denn schon kleine Maßnahmen im Alltag wie Veränderungen der eigenen Gewohnheiten können in ihrer Gesamtheit einen großen Unterschied machen. Wenn also fortan jeder mehr Nachhaltigkeit in das eigene Leben bringt, profitieren Natur, Klima, Tiere und auch alle Menschen gleichermaßen davon. Kleinvieh macht auch Mist, heißt schließlich ein bekanntes Sprichwort. Die Antwort lautet daher: Jeder ist für (mehr) Nachhaltigkeit zuständig, auch in der Großstadt.

Nicht jede Maßnahme, Kampagne & Co ist sinnvoll

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Die gute Nachricht ist: Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden für viele Menschen immer wichtiger. Das Bewusstsein um die Problematik steigt und damit auch der Wunsch, einen Beitrag zu leisten. Grund dafür sind unter anderem die Kampagnen der vergangenen Jahre, die (nicht nur) online große Wellen geschlagen haben. Fridays for Future, Klimahelfer, Plogging – sie haben viele Namen und sind in der Regel verbunden mit konkreten Maßnahmen. Von Streiks über das Sammeln von Müll bis hin zum Pflanzen von Bäumen gibt es dabei viele Ideen, um beim Thema Nachhaltigkeit etwas zu bewirken. Leider erweisen sich nicht alle davon als sinnvoll. Die „Trillion Tree Campaign“ beispielsweise ruft dazu auf, möglichst viele Bäume zu pflanzen, und zwar jederzeit sowie überall. Der Gedanke hat durchaus seine Daseinsberechtigung, denn Bäume gelten als wichtigste Waffe im Kampf gegen den Klimawandel. Das willkürliche Pflanzen von Bäumen kann allerdings zahlreiche Probleme mit sich bringen, vor allem in urbanen Gebieten – und sollte daher Experten überlassen werden. Es ist deshalb zwar gut, dass sich jeder zuständig fühlt und einen Beitrag leisten möchte…

Sinnvolle(re) Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit

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…allerdings gilt es, mit Köpfchen an die Sache heranzugehen und die Maßnahmen sinnvoll auszuwählen. Anstatt also willkürlich jedem Trend zu folgen, ohne ihn zu hinterfragen, lässt sich im Sinne der Nachhaltigkeit schon durch wenige und kleine, aber eben die richtigen Maßnahmen ein großer Effekt erzielen. Folgende Tipps verraten daher, wie sich mehr Nachhaltigkeit tatsächlich und sinnvoll in der Großstadt umsetzen lässt, und zwar durch jeden Einzelnen:

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  1. Mehr „Grün“ pflanzen ist durchaus eine sinnvolle Strategie. Nur sollte das eben nicht, wie soeben geschildert, willkürlich in der gesamten Stadt geschehen. Stattdessen kann jeder seinen eigenen Lebensbereich, beispielsweise den Balkon, die Dachterrasse, den Innenhof oder den kleinen Garten grüner gestalten. Dabei kann es sich um Bäume handeln, wo es sinnvoll und möglich ist, aber auch Büsche, Blumen, Gemüsebeete und jede weitere Form von (Topf-) Pflanzen leisten einen wichtigen Beitrag für das Klima.
  2. Alternative Fortbewegungsmittel nutzen, denn ein städtisches Umfeld bietet hierfür meist deutlich mehr Möglichkeiten, um auf ein eigenes Auto zu verzichten, als ländliche Gebiete. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch die Umwelt. Sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit einem E-Scooter, mit der U- oder S-Bahn…es gibt zahlreiche umweltfreundlichere Alternativen.
  3. Müll vermeiden wann und wo es geht, diese ist in jedem Fall eine sinnvolle Maßnahme für mehr Nachhaltigkeit im Alltag. Auch diesbezüglich gibt es in Städten oft mehr Auswahl an „Unverpackt“-Läden und ähnlichen Angeboten als auf dem Land. Aber auch weitere Gewohnheitsänderungen, wie eine Stofftasche zum Einkaufen mitzunehmen, können diesbezüglich einen positiven Effekt haben.
  4. DIY – selbst Hand anlegen, wer Zeit und die Möglichkeit hat. Denn viele Dinge des alltäglichen Bedarfs lassen sich mühelos selbst herstellen, vom Shampoo bis zum Putzmittel. Das vermeidet nicht nur Müll, sondern jeder weiß auch genau, was „drinsteckt“, kann umweltschädliche Chemikalien vermeiden und Geld sparen. Häufig sind nämlich schon natürliche Mittel wie Essig oder Öle mindestens ebenso effektiv wie chemische Produkte aus dem Handel. Aber auch in weiterer Hinsicht hilft DIY zu mehr Nachhaltigkeit: Möbel können selbst hergestellt oder umgestaltet werden, kaputte Dinge lassen sich reparieren, Kleidung kann selbst (um-) genäht werden – all das vermeidet Müll, unnötige Kosten und den Kauf von Produkten, welche die Umwelt oder das Klima belasten.
  5. Bewusst(er) einkaufen ist daher ebenfalls ein wichtiger Punkt. Wann immer etwas Neues gekauft werden muss, weil es beispielsweise nicht selbst hergestellt werden kann, sollten wichtige Details geprüft werden: Woher kommt das Produkt? Aus welchen Materialien wurde es gefertigt? Ist es recycelbar? Wurden Tierversuche durchgeführt? Diese sind nur einige von vielen Beispielen, inwiefern bereits beim Kauf auf maximale Nachhaltigkeit geachtet werden kann. Denn die Nachfrage bestimmt das Angebot, sprich je nachhaltiger die Verbraucher ihre Kaufentscheidungen treffen, desto mehr werden auch die Hersteller zur Nachhaltigkeit gezwungen. Für mehr Transparenz können Siegel hilfreich sein.
  6. Urban Gardening ist ein regelrechter Trend in (deutschen) Großstädten geworden. Auch dieses kann in vielerlei Hinsicht für mehr Nachhaltigkeit sorgen: Lebensmittel werden selbst angebaut, was Transportwege, Verpackungsmüll & Co spart. Gleichzeitig kommt mehr „Grün“ in die Stadt und in ärmeren Ländern hilft das Urban Gardening sogar im Kampf gegen den Welthunger. Wichtig ist jedoch, wie bereits erwähnt, nicht willkürlich die Stadt zu bepflanzen, sondern in geeigneter Form sowie an geeigneten Plätzen. Wer dafür selbst nicht die Möglichkeiten hat, kann in den meisten Großstädten offizielle „Urban-Gardening-Flächen“ wie einen Stadtgarten nutzen.
  7. Nachhaltige(re) Ernährung mag in Großstädten zwar nicht als Selbstversorger funktionieren, doch das Urban Gardening kann unterstützend wirken und zudem bieten urbane Regionen meist eine größere Auswahl an nachhaltigen Supermärkten oder Restaurants. Es ist somit durchaus möglich, zusätzlich zum Eigenanbau oder stattdessen nachhaltig(er) einzukaufen, zu kochen oder essen zu gehen. Die Regionalität und Saisonalität der Lebensmittel sind dabei essentiell, aber noch nicht die einzigen ausschlaggebenden Faktoren. Es gilt daher, sich grundlegend über das Thema zu informieren und die eigenen Ernährungsgewohnheiten anzupassen, was der eigenen Gesundheit ebenso dient wie jener der Erde.
  8. Müll zu sammeln, ist eine beliebte Aktion für mehr Nachhaltigkeit, und zwar auf der ganzen Welt. In Großstädten gibt es dafür im Alltag zahlreiche Möglichkeiten, denn leider liegt überall Müll verstreut. Jeder kann daher bewusst zum Müllsammeln gehen oder einfach im Alltag aufsammeln, was ins Auge sticht.
  9. Bewusstsein schaffen und stärken, ist für jeden Menschen möglich und sinnvoll. Denn wer selbst nachhaltig(er) lebt, geht als gutes Beispiel voran – vor allem, wenn er dies auch offen kommuniziert. Sei es also im persönlichen Umfeld, über Social Media, über Demonstrationen, Hashtags oder andere Aktionen: Es gibt heutzutage zahlreiche Möglichkeiten, um das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. So steigt der Druck auf die Politik, Industrie & Co zum Handeln. Das bringt zwar keinen unmittelbaren Effekt, aber ist langfristig trotzdem wertvoll, um grundlegende Veränderungen für mehr Nachhaltigkeit anzustoßen und mehr Menschen zu einem umwelt- und klimabewussteren Leben zu ermutigen.
  10. Die Umstellung auf Ökostrom ist eine simple, aber wirkungsvolle Maßnahme, die jeder Mensch für mehr Nachhaltigkeit vornehmen kann und sollte. Die Auswahl an entsprechenden Tarifen ist vor allem in Städten mittlerweile groß und der Wechsel dank Online-Portalen spielend leicht. So klappt mehr Nachhaltigkeit in der Großstadt ohne zusätzlichen Aufwand, quasi „nebenbei“.