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Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem externen Autor Tobias Jager.

Klimaneutrale Energie für die Zukunft: Konzepte, Gesetze und Technologien

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Der Klimawandel beschäftigt die Politik und die Gesellschaft, zum Beispiel bei Demos. Um ihn zu bremsen und aufzuhalten, ist das Umschwenken auf eine klimaneutrale Energiegewinnung ein zentrales Instrument. © vivalapenler / Adobe Stock

Klimaschutz hat eine wichtige Bedeutung für die Gesellschaft sowie für zukünftige Generationen. Unter anderem ist eine klimaneutrale Energiegewinnung bei der Umsetzung entsprechender Ziele eine große Hilfe. Welche Gesetze und Technologien gibt es in diesem Bereich? Welche realen Konzepte werden verfolgt, um die Energiegewinnung klimaneutraler zu gestalten?

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Klimaneutralität: Definition und Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft

Klimaneutralität ist ein Begriff, der mittlerweile in verschiedenen Diskussionen auftaucht. Bei einem kurzen Blick auf die Bedeutung wird schnell deutlich, dass die Wege dazu unterschiedlich sein können und es keineswegs eine Einigkeit darüber gibt, welcher Weg der Beste ist.

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Klimaneutralität: Definitionen und Wege zum Ziel

Grundsätzlich bedeutet der Begriff der Klimaneutralität zunächst einmal, dass der Anteil an Gasen in der Atmosphäre, die das Klima schädigen, nicht weiter erhöht wird. Dies kann zum einen erreicht werden, indem solche Stoffe nicht weiter ausgestoßen werden.

Infolgedessen erhöht sich auch ihre Menge in der Atmosphäre nicht. In einem anderen Modell werden die Treibhausgase, die an einer Stelle ausgestoßen werden, an anderer Stelle eingespart. Dies kann eine Firma erreichen, indem sie Zertifikate kauft. Dieses Geld wird dann für die Umsetzung der Einsparung in anderen Teilen der Welt genutzt.

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Zum anderen sind bei der Erzeugung von Klimaneutralität Kohlstoffsenken hilfreich. Durch sie kann ein Gleichgewicht zwischen den ausgestoßenen Gasen und der Menge an Kohlenstoff, den diese binden, erreicht werden.

So werden die ausgestoßenen Gase im wahrsten Sinne des Wortes auf natürlichem Wege neutralisiert. Natürliche Kohlenstoffsenken sind unter anderem Wälder und Moore. Es ist also wichtig, dass diese erhalten bleiben, um den Klimawandel auszubremsen.

Zusätzlich könnten künstliche Kohlenstoffsenken eine Hilfe dabei sein, Klimaneutralität zu erzeugen. Allerdings sind diese momentan noch nicht in einem solchen Umfang in Nutzung, dass sie einen ausreichenden Effekt erzeugen können.

Bedeutung für die Gegenwart

Das Ziel der Klimaneutralität ist vor allem deshalb wichtig, da so der menschengemachte Klimawandel gebremst werden kann. Dies ist für den Erhalt des Planeten, des Weiteren für ein sicheres und komfortables Leben der Bürger von Bedeutung.

Die Konsequenzen des Klimawandels wie die Erderwärmung und verschiedene Unwetter (zum Beispiel Starkregen) haben bereits heute oftmals einen Einfluss auf den Alltag der Menschen. Eine der Folgen ist eine größere Hitze im Sommer, die gerade diesbezüglich anfälligen Personen gesundheitliche Probleme bereiten kann.

Wie katastrophal die Folgen der Erwärmung im schlimmsten Fall bereits heutzutage sein können, zeigte sich sehr deutlich am Hochwasser im Sommer 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Meteorologen sehen hier einen deutlichen Zusammenhang mit dem globalen Klimawandel.

Aufgrund der Entwicklungen des Klimas und der Konsequenzen hat die Frage der Klimaneutralität zudem für den politischen Betrieb aktuell eine äußerst wichtige Bedeutung sowie einen sehr zentralen Platz auf der Agenda. Der Grund: Es müssen schnellstmöglich Entscheidungen getroffen werden, die dabei helfen, den Klimawandel auszubremsen. Dies gilt vor allem mit einem Blick auf die Zukunft der nächsten Jahrzehnte. 

Bedeutung für die Zukunft

Falls sich der Klimawandel fortsetzt, ist davon auszugehen, dass entsprechende Katastrophen-Ereignisse in Zukunft noch heftiger sein und größere Ausmaße annehmen könnten. Gleiches gilt für die Hitze. Dahingehende Vorhersagen und Warnung werden von Experten immer wieder ausgesprochen.

Umso bedeutender ist es für eine lebenswerte Zukunft, den Klimawandel aufzuhalten und eine Klimaneutralität herzustellen, also das Idealziel zu erreichen. Dies hat nicht nur für die Bürger und den Schutz der Umwelt eine hohe Relevanz, sondern auch für die Wirtschaft. Die Kosten von Naturkatastrophen gehen oftmals in die Milliardenhöhe. Hinzu kommen entsprechende Ausfälle der in den Regionen ansässigen Firmen.

Gesetze zur Klimaneutralität

Aufgrund der Bedeutung dieser Ziele ist es wenig verwunderlich, dass in diesem Bereich von der deutschen Politik Gesetze entworfen wurden und immer wieder verändert werden, die eine entsprechende Richtung festlegen sollen.

Klimaschutzgesetz – Druck auf die Regierung durch Urteil des Bundesverfassungsgerichtes

Den Kern dieser Bemühungen bildet das sogenannte Klimaschutzgesetz. Zuletzt wurde es im Sommer 2021 verschärft und in dieser neuen Form vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet.

Vorangegangen waren Klagen verschiedener Umweltschutzaktivisten und entsprechender Organisationen vor dem Bundesverfassungsgericht, welches in seinem Urteil zuvor beschlossene Maßnahmen in einigen Teilen für unzureichend erklärte und Nachbesserungen forderte.

Das Urteil stellt ein Novum dar. Der Vorgang zeigt, dass junge Klimaschutzaktivisten mit ihren Zielen auf juristischem Weg Erfolg haben können. Das war vorher so noch nicht geschehen und könnte für die Zukunft eine grundlegende Motivation für weitere Klagen bieten – dazu gleich mehr.

Neue Ziele im Klimaschutzgesetz

Die Ziele des Klimaschutzgesetzes wurden vor allem dahingehend verschärft, dass entsprechende Richtwerte früher erreicht werden müssen. So sollen die Emissionen von CO2 nun bis 2030 um 65 Prozent reduziert werden, bis 2040 um 88 Prozent. Die Werte beziehen sich auf einen Vergleich zum Jahr 1990.

Die Klimaneutralität soll bis 2045 erreicht werden, zuvor war das Jahr 2050 angepeilt worden. Zusätzlich werden die zulässigen Mengen an CO2, die in verschiedenen Sparten pro Jahr ausgestoßen werden dürfen, weiter gesenkt.

Mit der Verabschiedung dieser Veränderungen im Sommer des Jahres 2021, also bereits wenige Monate nach dem Urteil der Verfassungsrichter, zeigte die Bundesregierung eine schnelle Reaktion. Dabei geht das Gesetz sogar über die Klimaneutralität hinaus, da es nach dem Jahr 2050 in Deutschland negative Emissionen geben soll. Hierbei wird dann mehr CO2 gebunden als ausgestoßen.

Zur Umsetzung sollen Milliardenbeträge bereitgestellt werden, die unter anderem zur Förderung von klimafreundlichen Technologien vorgesehen sind. Zudem wurde festgelegt, umfangreich in die Energieeffizienz von Gebäuden zu investieren. Dabei spielen gewisse Standards bei Neubauten und auch der soziale Wohnungsbau eine wichtige Rolle.

Kritik an der Überarbeitung

Trotz der Nachbesserungen gibt es von verschiedenen Seiten Kritik an dem Gesetz.

  • Wirtschaftsverbände stufen es als zu harsch ein und monieren, dass es keinen Plan zur Umsetzung gäbe, der sicherstellt, dass Sparten der Wirtschaft wie der Chemiesektor keine Nachteile durch das Gesetz haben. Zudem wird angeprangert, dass das Gesetz nicht auf realistischen Ideen fußt und eine Art Schnellschuss sei.
  • Von der Seite der Klimaschützer werden ebenfalls fehlende konkrete Maßnahmen kritisiert. Allerdings ist ihr Blickwinkel deutlich anders: Die Ziele sind in ihren Augen nicht zu ambitioniert, sondern reichen nicht aus, um die nötigen positiven Effekte für das Klima umzusetzen.
  • Kurz vor der Verabschiedung des Gesetzes wurde zudem festgelegt, dass Mieter die CO2-Kosten für Gas und Öl weiterhin allein tragen müssen. Dies stieß auf Kritik von Mieterverbänden, dazu zuvor angedacht war, dass Mieter und Vermieter zukünftig die Kosten jeweils zur Hälfte übernehmen sollen.

Weitere Gesetze

Neben dem Klimaschutzgesetz haben die Bundesländer eigene Landesklimaschutzgesetze, in denen Ziele und Pläne festgeschrieben werden. Manche dieser Regelwerke stehen ebenfalls vonseiten der Umweltschützer in der Kritik.

So klagt die Deutsche Umwelthilfe unter anderem gegen Bayerns Klimaschutzgesetz. Ebenfalls und im gleichen Zug vor dem Bundesverfassungsgericht werden die Landesklimaschutzgesetze von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg beklagt.

Technologien zur klimaneutralen Energiegewinnung

Zur Umsetzung der Klimaneutralität spielen die entsprechenden Technologien eine entscheidende Rolle. Dies gilt in besonderem Maße bei der Energiegewinnung. Technologien, die hierbei Klimafreundlichkeit ermöglichen, sind unter anderem:

  • Solarenergie
  • Brennstoffzellen
  • Windenergie
  • Biomasse
  • Wasserkraft

Solarenergie

Ein Weg, klimafreundliche Energie zu erzeugen, ist die Solartechnik. Die Grundlage der Methode, also die Photovoltaik, wurde bereits im 19. Jahrhundert entdeckt. Solartechnologie ist eine der bekanntesten Methoden für eine klimafreundliche Energiegewinnung. Durch sie kann Strom und Wärme produziert werden. Dabei kann die Solartechnik von Energieunternehmen wie auch von Privatpersonen genutzt werden.

Hausbesitzer, die eine Solaranlage installieren, sollten dabei einige wichtige Aspekte bedenken. Dazu gehört zunächst die Überlegung, ob durch die Anlage Wärme oder Strom erzeugt werden soll. Zudem spielt die Ausrichtung der Anlage eine bedeutende Rolle. Schlussendlich können die Preise und die mögliche Rentabilität auf dem individuellen Gebäude ausschlaggebende Punkte für eine Entscheidung sein.

Brennstoffzellen

Brennstoffzellen arbeiten mit Gas. Sie können sowohl Strom als auch Wärme erzeugen. Im Vergleich zu anderen Methoden der Energiegewinnung haben sie den Vorteil, deutlich weniger CO2-Emissionen zu produzieren. Diese Technik hat bereits eine lange Geschichte. Erfunden wurde sie im 19. Jahrhundert von Christian Friedrich Schönbein, der auch als Entdecker des Ozons gilt.

Die Technologie kann sowohl in der Industrie als auch in Privathaushalten eingesetzt werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, Autos mit Energie aus Brennstoffzellen zu betreiben, die dann einen Elektromotor antreibt.

Wer seine Heizung auf Brennstoffzellen, die einen Vorteil für das Klima bringen, umrüstet, bekommt zusätzlich unter gewissen Bedingungen Förderungen vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Dies gilt gleichermaßen für andere klimafreundliche Methoden zur Energiegewinnung.

Windenergie

Windenergie ist ebenfalls eine wichtige Energiequelle, die beim Erreichen des Ziels einer Klimaneutralität hilft. Daher ist es kaum verwunderlich, dass die Nutzung dieser Methode seit dem Jahr 2000 deutlich zugenommen hat.

So wird seitdem von Jahr zu Jahr (mit wenigen Ausnahmen) stetig mehr Strom aus Windkraft in das deutsche Netz eingespeist. Auch die Zahl der Anlagen ist stark gestiegen: Von 9359 im Jahr 2000 auf 29608 zum Ende des Jahres 2020. Diese Zahl hat sich also in weniger als 20 Jahren mehr als verdreifacht, wobei die Kurve seit dem Jahr 2018 ein wenig abflacht.

Windenergie hat den Vorteil, dass sie ähnlich wie Solarenergie vollumfänglich aus natürlichen Gegebenheiten entsteht. Andererseits ist sie von diesen abhängig: Wenn es wenig Wind gibt, kann auch kaum Energie entstehen.

Des Weiteren muss die Windkraft direkt in Strom umgewandelt und in dieser Form gespeichert werden, was ebenfalls als Nachteil angesehen werden kann. Zudem wird die Lautstärke sowie der Anblick im Naturbild, gerade in der Nähe von Wohngebieten, kritisiert.

Die Gesetzgeber auf unterschiedlichen Ebenen versuchen, gerade Letzterem Rechnung zu tragen. Dies wird unter anderem durch Regelungen umgesetzt, die besagen, dass Windräder einen Mindestabstand von 1.000 Metern zu einem Wohngebiet haben müssen.

Seit einem Beschluss auf Bundesebene aus dem Jahr 2020 sollen die Landesregierungen selbst entscheiden können, ob sie dies umsetzen oder nicht. Im Ergebnis wird der daraus resultierende Spielraum von den Ländern unterschiedlich genutzt.

Um entsprechende Regelungen vor Ort gibt es immer wieder neue Diskussionen und Festlegungen. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel wird die Entscheidungsverantwortung zumindest in Teilen an die Kommunen weitergegeben.

Biomasse

Neben den bisher genannten Varianten liefert Biomasse eine erneuerbare und klimafreundliche Möglichkeit zur Energiegewinnung. Diese kann unter anderem bestehen aus

  • Pflanzen (Raps, Mais),
  • Ernteabfälle,
  • Gülle und
  • Holz.

Dabei sind diese Optionen zur Energiegewinnung äußerst flexibel anwendbar. So können verschiedene Arten von Energie durch sie erzeugt werden. Dazu gehören

  • Strom,
  • Wärme sowie
  • flüssige Kraftstoffe und feste Kraftstoffe.

Die Methoden zur Energiegewinnung aus den Stoffen sind ebenfalls vielseitig. Zum einen besteht die Möglichkeit, Kraftwerke zu nutzen. Zum anderen können sie in hierfür konstruierten Heizungen verwendet werden.

Des Weiteren gibt es die Option, aus der Vergärung von Biomasse in entsprechenden Anlagen Biogas zu erzeugen, das zur Energiegewinnung genutzt wird. Die Kraftstoffe aus Biomasse wiederum können für den Antrieb von Fahrzeugen verwendet werden.

Allerdings gibt es Kritik an der Energiegewinnung durch Biomasse. So können negative Auswirkungen auf dem Menschen entstehen, zum Beispiel dann, wenn Ackerland, was für Nahrungsmittel genutzt werden könnte, für den Anbau von Rohstoffen für die Energiegewinnung verwendet wird.

Vor allem mit einem weltweiten Blick ist dies ein kritischer Punkt, da Länder, in denen eine Nahrungsmittelknappheit herrscht, aus diesen Gründen eine Verschärfung dieser Probleme erleben könnten. Zudem kann Holz, wenn es zu umfangreich zur Energiegewinnung genutzt wird, die Verringerung der Waldgebiete vorantreiben und somit negative Effekte auf das Klima beschleunigen.

Nichtsdestotrotz wird Energie aus Biomasse in Deutschland umfangreich verwendet. Die Nutzung ist in den letzten drei Jahrzehnten stark angestiegen. Dabei spielt das Biogas eine große Rolle. Dies belegen Zahlen sehr eindrucksvoll. So gab es im Jahr 2019 in der Bundesrepublik 9527 Biogasanlagen.

Wasserkraft

Wasserkraft ist ein weiterer Weg, klimafreundliche Energie zu erzeugen. Dabei wird auf größere Wassermassen wie Flüsse gesetzt. Die durch den Strom entstehende Dynamik wird durch Kraftwerke in elektrische Energie umgewandelt. Die Kraft des Wassers wurde schon von langer Zeit für andere Ziele wie zum Beispiel für den Antrieb von großen Sägen genutzt.

Bei der Frage der Umsetzbarkeit kommt es auch auf die Region an. So kann Wasserkraft dort umfangreich erzeugt werden, wo die Flüsse ein hohes Gefälle aufweisen. In Deutschland sind solche Umstände vor allem in Bayern und Baden-Württemberg gegeben. Daher ist es wenig verwunderlich, dass dort ein Großteil der deutschen Wasserkraftwerke zu finden ist.

In der ganzen Bundesrepublik gibt es insgesamt mehr als 7000 Wasserkraftanlagen. Die große Mehrheit liefert allerdings eine vergleichsweise geringere Leistung, die unter einem Megawatt liegt. Solche Systeme werden auch Kleinwasserkraftanlagen genannt.

Der Anteil der Stromproduktion durch Wasserkraftanlagen ist allerdings eher klein. Je nach Quelle wird er deutlich unter zehn Prozent, manchmal auch knapp darüber beziffert. Der entsprechende Jahreswert variiert, was mit verschiedenen Faktoren wie der Führung der Flüsse zusammenhängt.

Zudem besteht eine Abhängigkeit davon, wie viel Regen im entsprechenden Jahr fällt. Je trockener die Wetterverhältnisse, desto weniger Energie kann erzeugt werden. Bezüglich der Abhängigkeit von den Naturgegebenheiten hat die Wasserkraft also einiges mit der Windenergie gemeinsam.

Konzepte zur Umsetzung der Klimaneutralität

Neben den technologischen Möglichkeiten kann es sich lohnen, einen Blick darauf zu werfen, welche Länder im Klimaschutz aktuell führend sind und welche Konzepte diese Staaten verfolgen. Einen ersten aufschlussreichen Eindruck hierüber kann unter anderem der Klimaschutzindex liefern.

Beispiel Schweden

Im Jahr 2021 belegte Schweden den ersten Platz im Ranking, und das nicht ohne Grund. Das skandinavische Land hat bereits seit drei Jahrzehnten eine deutliche und teure CO2-Steuer. Diese sorgt dafür, dass sich die Menschen und die Wirtschaft im Land entsprechend anpassen.

Bei der Einführung wurden andere Steuern verringert, was zeigt, dass das Land dem Klimaschutz schon früh eine hohe Bedeutung zugemessen hat. Daher ist das Instrument bei den Bürgern nicht unbeliebt.

Durch die Steuer und die daraus entstehenden Vorteile fielen die Schweden in den letzten Jahren damit auf, sehr ambitionierte Klimaziele zu stecken, die über den Rahmen, den die EU erreichen wollte, hinausgingen.

Beispiel Großbritannien

Ebenfalls weit vorne im Ranking findet sich Großbritannien. Ende 2020 stellte die Regierung einen 10-Punkte-Plan bezüglich des Klimaschutzes vor. Das Land versucht durch hohe Investitionen, unter anderem in Offshore-Windenergie und Elektroautos, Fortschritte zu machen.

Dabei sollen Industrie und Bürger möglichst eingebunden werden. Dafür werden Arbeitsplätze gesichert, zudem wird versucht, private Investoren anzulocken. Vor allem ein Ziel ist ambitioniert: Ab dem Jahr 2030 dürfen im Vereinigten Königreich keine benzin- oder dieselbetriebenen Neuwagen mehr zugelassen werden. Ab 2035 gilt Gleiches sogar für Hybride.

Das Thema Klimaschutz ist bereits seit einiger Zeit in Großbritannien auf dem Plan. 2008 wurde ein Gesetz verabschiedet, indem sich das Land zur deutlichen Reduktion von Treibhausgasen verpflichtete – viel früher als andere Staaten.

Dafür wurde unter anderem die Herstellung von Kohlestrome massiv reduziert. Zudem müssen Energiekonzerne für den Ausstoß von CO2 bezahlen. Schlussendlich werden die Fortschritte durch das Committee on Climate Change laufend kontrolliert.

Aus allen diesen Gründen ist es wenig verwunderlich, dass das Vereinigte Königreich im internationalen Vergleich bezüglich des Klimaschutzes deutlich weiter ist und einigen Vorsprung hat.

Fazit

Klimaneutralität ist für den Erhalt der Umwelt, die Vermeidung von Naturkatastrophen und somit auch für das komfortable Leben der Menschen sowie eine funktionierende Wirtschaft ein äußerst bedeutendes Ziel. Zur Umsetzung wurde in Deutschland ein gesetzlicher Rahmen geschaffen, der allerdings von mehreren Seiten in der Kritik steht.

International zeigen Staaten wie Schweden (durch die CO2-Steuer) und Großbritannien (durch eine frühe und bedeutende Relevanz des Themas auf der Agenda sowie eine ständige Kontrolle des Fortschritts), welche Möglichkeiten es gibt, das Bestreben nach einer Klimaneutralität effektiv zu verfolgen.

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