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Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem externen Autor René Gärtner.

Im Ernstfall gut abgesichert: Ergänzungen zur gesetzlichen Krankenversicherung

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In Deutschland haben wir ein Krankenversicherungssystem, das auf Solidarität basiert. In der gesetzlichen Kasse zahlt jeder etwas ein und jeder bekommt dafür auch etwas. Allerdings sind die Leistungen in vielen Bereichen begrenzt. Anders sieht es bei einer privaten Krankenversicherung aus. Versicherte zahlen einen vereinbarten, monatlichen Betrag und bekommen im Gegenzug vorher vereinbarte Leistungen, die oft weitreichender und hochwertiger sind als die Leistungen gesetzlicher Kassen. Doch es gibt Mittel und Wege wie selbst Kassenpatienten in den ein ähnliches Leistungsspektrum beanspruchen können. Die wichtigsten Ergänzungen zur gesetzlichen Krankenversicherung haben wir an dieser Stelle zusammengefasst.

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Was sind Zusatzversicherungen?

Zusatzversicherungen können als Ergänzung zur gesetzlichen Krankenversicherung dienen. Auf diese Weise können Versicherte ein ähnliches Leistungsspektrum erhalten, wie etwa Privatversicherte. Dazu zählt dann unter anderem eine Behandlung durch den Chefarzt im oder die Unterbringung in einem Einzelzimmer im Krankenhaus. Mehrkosten, die bei einem Arztbesuch auftreten können, können aufgefangen werden. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Zahnersatz finanziert werden muss.

Natürlich ist der Abschluss einer Zusatzversicherung kein Muss, obwohl die Gesundheitsreform es gesetzlichen Kassen es erlaubt, private Zusatzversicherungen zu vermitteln. Dadurch können bis zu zehn Prozent der Kosten eingespart werden. Wer sich für eine Zusatzversicherung interessiert, sollte jedoch alle möglichen Angebote im Vorfeld miteinander vergleichen, um einen passenden Tarif zu finden.

Sind sie notwendig?

Bevor Patienten eine Zusatzversicherung abschließen, sollten sie sich zunächst fragen, ob sie sie überhaupt brauchen. Das ist jedoch stark vom individuellen Einzelfall abhängig sowie den persönlichen gesundheitlichen Ansprüchen. Die Leistungen der gesetzlichen Kassen „dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“. So steht es im Sozialgesetzbuch. Wer mehr Leistungen möchte, muss selbst mehr zahlen.

Um herauszufinden, ob sie diese Leistungen jedoch überhaupt brauchen, sollten sich Patienten die Frage stellen, was passieren würde, wenn sie selbst die Kosten für bestimmte Behandlungen tragen müssten. In vielen Fällen sind die finanziellen Folgen dabei noch überschaubar. Vielmehr stellt sich die Frage, möchte ich lieber einen hohen einmaligen Betrag zahlen oder zahle ich monatlich kleinere Beträge in eine Versicherung ein und bin für den Ernstfall gerüstet? Das muss jedoch jeder selbst entscheiden.

Zahnzusatzversicherung

Es ist wohl eine der beliebtesten und am häufigsten genutzten Versicherungen im medizinischen Bereich in Deutschland: Die Zahnzusatzversicherung hilft bei den Kosten für zahnärztliche Behandlungen. Dazu gehören die Prophylaxe, Zahnersatz und Kieferorthopädie. Gesetzliche Krankenkassen zahlen hier nämlich nur wenig bis gar nichts.

Gerade wenn es um Zahnersatz geht ist diese Versicherung ein wichtiger finanzieller Schutz, denn die meisten Kassen decken dabei nur einen Bruchteil der Kosten ab. Im Vorfeld können sich Patienten von ihrem Zahnarzt beraten lassen. Sie können aber auch selbst aktiv werden um sich mehr Infos zur Zahnzusatzversicherung einzuholen. Ein Vergleich verschiedener Anbieter kann sich dabei lohnen.

Krankenhauszusatzversicherung

Privatpatienten können bei ihrer Krankenversicherung von verschiedenen Vorteilen bei einem Aufenthalt im Krankenhaus profitieren – sei es eine Behandlung durch den Chefarzt oder die Unterbringung in einem Einzelzimmer. Das alles lässt sich mit einer sogenannten Krankenhauszusatzversicherung zur gesetzlichen Versicherung zubuchen. Ansonsten müssten sich die Patienten mit mehreren Personen ein Zimmer teilen, was unter Umständen sogar den Heilungsprozess verzögern kann. Schwierig wird es jedoch bei Privatkliniken. Nicht immer übernehmen die Versicherungen die Kosten. Das sollte vor dem Aufenthalt dort geklärt werden. Auch bei der Höhe ärztlicher Honorare kann es Begrenzungen geben. 

Krankenhaus- und Krankentagegeld

Wir bleiben zunächst noch im Krankenhaus mit der Krankenhaustagegeldversicherung. Sie zahlt einen festen Tagessatz bei stationären Klinikaufenthalten, um dort verschiedene Kosten abzudecken. Es fallen meist Gebühren für die Fernseh- oder Telefonnutzung an. Die können damit beglichen werden. Allerdings hat die Versicherung keinen Einfluss auf die wirtschaftliche Existenz, weshalb sie wohl kaum notwendig ist.

Anders sieht es bei der Krankentagegeldversicherung aus. Wer bei einer Krankheit auf sein volles Gehalt angewiesen ist, kann sich beim Bezug von Krankengeld Geld auszahlen lassen. So wird die Differenz zwischen dem Krankengeld und dem Nettogehalt ausgeglichen. Das können bis zu 30 Prozent sein.

Auslandsreisekrankenversicherung

Wer innerhalb der EU verreist und unterwegs zum Arzt muss, kann sich mit der Rückseite seiner Krankenkarte einer gesetzlichen Versicherung vorstellen. Allerdings sind die Leistungen in der EU doch recht begrenzt und unterscheiden sich manchmal von den Leistungen, die man in Deutschland erhalten würde.

Für Rücktransporte und Sonderbehandlungen müssen Reisende selbst aufkommen. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, egal, wo die Reise hingeht, eine Auslandsreisekrankenversicherung abzuschließen. Oft werden diese Versicherungen in Kombination mit anderen Leistungen angeboten.

Pflegezusatzversicherungen

Sollte einmal ein Pflegebedarf bestehen, trägt die gesetzliche Pflegeversicherung, je nach Pflegegrad nur einen Teil der Kosten. Das zählt vor allem für die stationäre Pflege. Ab einem gewissen Alter kann es sich lohnen, über eine entsprechende Zusatzversicherung nachzudenken. Denn je älter man wird, desto wahrscheinlicher wird es, dass man irgendwann einmal Pflege benötigt.  

Fazit

Es gibt viele Zusatzversicherungen, die die Leistungen gesetzlicher Kassen sinnvoll ergänzen können. Wieder andere Leistungen, wie etwa das Krankenhaustagegeld, sind eher herausgeworfenes Geld und nicht notwendig. Im Vorfeld sollten sich Patienten gut informieren und verschiedene Angebote miteinander vergleichen.

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