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Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem externen Autor Elias Kanzel.

Häusliche Pflege organisieren - Was sind die ersten Schritte?

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Häusliche Pflege kann gegenüber der Unterbringung in einem Heim viele Vorteile haben. © Adobe Stock, Konstantin Yuganov

Das Thema Pflege spielt mit zunehmendem Alter eine immer größere Rolle. Eine von mehreren Möglichkeiten besteht darin, für eine bedürftige Person eine häusliche Pflege zu organisieren. Gerade zu Beginn sollten diesbezüglich einige Faktoren beachtet und sinnvoll strukturiert werden. Wir geben einen Überblick, was wichtig ist.

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Wann wird häusliche Pflege notwendig?

Wann genau eine häusliche Pflege notwendig wird, ist sehr individuell. Allerdings gibt es bestimmte Faktoren, die einen ersten Anhaltspunkt geben können. Gründe für die Notwendigkeit der Pflege können fortschreitende Krankheiten oder typische Alterserscheinungen wie nachlassende geistige und körperliche Kraft sein.

Grundsätzlich ist die Pflege dann notwendig, wenn eine Person im hohen Alter nicht mehr alleine zurechtkommt, sprich den Alltagsaufgaben und grundsätzlichen Notwendigkeiten nicht mehr nachkommen kann. Dazu gehören unter anderem:

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  • Pflege des Haushalts (Wäsche waschen, Putzen etc.)
  • eigene Körperpflege
  • Zubereitung des Essens

Die konkrete Entscheidung zu Pflege

Oftmals ist der Prozess bis dahin eine längere Entwicklung. Mit der Zeit fällt das Bewältigen der alltäglichen Aufgaben immer schwerer, bis es dann ohne Hilfe nicht mehr möglich ist. In einem solchen Fall ist es als Angehöriger sinnvoll, mit der betroffenen Person ein Gespräch zu führen und Hilfe im Rahmen einer Pflege vorzuschlagen.

Dabei sollte je nach individuellem Charakter der Person möglichst behutsam vorgegangen werden. Zusätzlich können die Vorteile einer Unterstützung dargelegt werden, um den Betroffenen oder die Betroffene zu überzeugen, dass der Schritt nötig und sinnvoll ist.

Womöglich fragt der oder die Betroffene aber auch selbst nach Unterstützung, wenn klar wird, dass der Alltag alleine nicht mehr bewältigt werden kann. In anderen Fällen kann ein konkreter Anlass der Auslöser für die Notwendigkeit der Pflege sein.

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Hierzu gehört zum Beispiel ein Unfall wie ein Sturz, durch den eine Verletzung eingetreten ist, die langfristige Einschränkungen zur Folge hat. Dann kann eine Pflege von heute auf morgen notwendig werden.

Gleiches gilt, wenn ein anderes Ereignis im Alltag der betroffenen Person oder dem Umfeld die Dringlichkeit einer Unterstützung verdeutlicht. Wichtig ist auch in diesem Fall, dass die Entscheidung gemeinsam mit der zu pflegenden Person getroffen und abgestimmt wird.

Vorteile der häuslichen Pflege gegenüber einem Pflegeheim

Wenn Pflege notwendig wird, gibt es die Optionen, entweder in ein Pflegeheim umzuziehen oder aber die Pflege im eigenen Zuhause zu gewährleisten. Letzteres ist laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2017 bei 76 Prozent der Bedürftigen der Fall.

Es ist davon auszugehen, dass mit diesem Modell oftmals dem Wunsch der betroffenen Person nachgekommen wird. Eine Umfrage aus dem Jahr 2013 hat gezeigt, dass 70 Prozent der Befragten lieber Zuhause gepflegt werden würden als in einem Pflegeheim.

Dies hat gute Gründe, schließlich hat die Pflege in den eigenen vier Wänden eine Reihe von Vorteilen. Dazu gehören unter anderem:

  • umfangreichere Flexibilität und Freiheit als in einem Heim
  • die Sicherheit und Geborgenheit der eigenen vier Wände
  • Behalten des sozialen Umfeldes
  • oftmals geringere Kosten

Im eigenen Zuhause kann der Tagesablauf etwas individueller gestaltet werden. Dies gilt vor allem dann, wenn die Person ausschließlich von Angehörigen gepflegt wird. Hier können individuell (zumindest in dem für den pflegenden Angehörigen möglichen Rahmen) Zeiten vereinbart werden, während in vielen Pflegeheimen zum Beispiel die Essenszeiten fest vorgegeben sind.

Zudem hat die häusliche Pflege eine emotionale Komponente. Womöglich hat die zu pflegende Person bereits mehrere Jahre oder Jahrzehnte in ihrer Wohnung gelebt, die in dieser Zeit zu einem gemütlichen Zuhause geworden ist.

Mit einem Umzug in ein Pflegeheim müsste sie sich neu einleben, was Komplikationen mit sich bringen kann und nicht immer vollends gelingt. Im Rahmen der häuslichen Pflege können die Sicherheit und die Geborgenheit, die die eigenen vier Wände bieten, auf Dauer aufrechterhalten werden.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, das soziale Umfeld aufrecht zu erhalten. Grundsätzlich ist dies natürlich auch in einem Altenheim möglich, allerdings nur dann, wenn dieses in direkter Nähe zum ursprünglichen Heimatort liegt.

Wenn die Angehörigen in einer anderen Region leben und gemeinsam entschieden wird, ein Altenheim an diesem Ort auszuwählen, könnten sich die Kontakte verlaufen. Zudem besteht im Rahmen der häuslichen Pflege die Chance, bei einem gemeinsamen Gang vor die Tür mit dem pflegenden Angehörigen eher spontan und zufällig Bekannte oder Freunde zu treffen, die in der Nähe leben.

Schlussendlich kann die häusliche Pflege im Vergleich zur eher teuren Versorgung in einem Heim Kosten sparen. Dies gilt vor allem dann, wenn die zu pflegende Person ausschließlich von Angehörigen betreut wird.

Beratung in Anspruch nehmen

Um zu Beginn einen Überblick zu bekommen, was notwendig ist, um eine häusliche Pflege gewährleisten zu können, kann es sinnvoll sein, eine Beratung einzuholen. Diese kann unter anderem bestehen in:

  • Gespräch mit einer Person aus dem privaten Umfeld, die mit dem Thema umfassend vertraut ist
  • Besuch einer professionellen Beratungsstelle

Gespräche mit Personen aus dem privaten Umfeld

Zunächst kann überlegt werden, ob es im privaten Umfeld Personen gibt, die mit dem Bereich häusliche Pflege umfassend vertraut sind. Zum einen können dies Menschen sein, die in diesem Sektor arbeiten.

Diese kennen sich sicherlich mit den Notwendigkeiten im Alltag aus und können einen ersten Überblick geben, was beachtet werden sollte. Womöglich besteht zudem ein Wissen über die bürokratischen Notwendigkeiten.

Alternativ gibt es im engeren Umfeld vielleicht Freunde oder Bekannte, die selbst eine verwandte Person pflegen und dementsprechend die ersten Schritte bereits hinter sich haben.

Diese können ebenfalls wertvolle Tipps geben, und zwar aus der Sicht eines Betroffenen. Allerdings ist dabei zu beachten, dass solche Ratschläge womöglich sehr individuell und wenig neutral sein können, da jeder Fall der häuslichen Pflege anders ist und somit gleichzeitig eigene Bedingungen und womöglich eigene Probleme mit sich bringt.

Professionale Beratung

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, professionelle Beratungsstellen aufzusuchen. Hier bieten sich die Pflegestützpunkte an. Dies sind Beratungsstellen, die von den Kranken- und Pflegekassen eingerichtet wurden, um Pflegebedürftige und ihre Angehörigen kompetent zu beraten.

Hier gibt es konkrete Informationen zu allen Notwendigkeiten der Pflege im Alltag sowie die nötigen Antragsformulare. Gerade bezüglich des bürokratischen Teils der häuslichen Pflege kann eine solche Unterstützung für Fachfremde einiges erleichtern und womöglich zudem die Abläufe beschleunigen.

Darüber hinaus können die individuellen Faktoren eines Falls bei der Beratung berücksichtigt werden. Dazu gehört zum Beispiel die Fragestellung, ob es notwendig ist, das Haus bzw. die Wohnung der pflegebedürftigen Person barrierefrei zu gestalten und wie sich dies umsetzen lässt.

Alternativ kann ein erster Überblick zudem durch das Pflegetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhalten werden. Unabhängig von Gesprächen im Bekanntenkreis ist das Nutzen eines dieser Beratungsangebote aufgrund der Expertise in jedem Fall empfehlenswert.

Der bürokratische Teil

Im nächsten Schritt sollten die notwendigen bürokratischen Hürden genommen werden. Dazu gehört vor allem die Beantragung eines Pflegegrades. Hierdurch können finanzielle Hilfen erhalten werden, die für die Mehraufwendungen, die durch die Pflege anfallen, oftmals dringend notwendig sind.

Pflegegrad beantragen

Solche Leistungen werden nach einem erfolgreich abgeschlossenen Antrag von der Pflegekasse gezahlt. Wie hoch diese Unterstützung ist, hängt maßgeblich vom Pflegegrad der betroffenen Person ab.

Insgesamt gibt es fünf solcher Pflegegrade. Je höher der Pflegegrad ist, desto umfassendere Einschränkungen sind vorhanden und desto mehr Betreuung ist in der logischen Konsequenz notwendig. Daher ist es wenig verwunderlich, dass mit einem höheren Pflegegrad gleichzeitig die finanziellen Hilfen der Pflegekasse steigen.

Übrigens gab es im Jahr 2017 diesbezüglich eine Änderung. Zu diesem Zeitpunkt wurden die bis dahin gültigen Pflegestufen durch die Pflegegrade abgelöst. Dies hatte den Zweck, die Pflegebedürftigkeit genauer beurteilen zu können und hierbei zunehmend geistige und kognitive Einschränkungen zu berücksichtigen.

Beantragt werden kann ein Pflegegrad formlos bei der Pflegekasse. Hierfür können die Kontaktdaten der Krankenkasse des Pflegebedürftigen genutzt werden. Daraufhin erhält die pflegebedürftige Person ein offizielles Antragsformular, welches ausgefüllt und ebenfalls an die Kasse geschickt werden muss.

Für die häusliche Pflege durch Angehörige ist das Pflegegeld relevant. Dieses erhält der Pflegebedürftige selbst und kann darüber nach eigenem Willen verfügen. Es kann ausgezahlt werden, wenn mindestens der Pflegegrad 2 vorliegt. Alternativ gibt es die Möglichkeit, Pflegesachleistungen zu erhalten, wenn ein ambulanter Pflegedienst die Angehörigen unterstützt.

Zudem ist es wichtig, den Antrag möglichst früh zu stellen. Nach der Feststellung des Pflegegrades werden die Leistungen nämlich ab dem Zeitpunkt der Beantragung rückwirkend ausgezahlt. Gerade zu Beginn der häuslichen Pflege kann dies viele Vorteile mit sich bringen, wenn gewisse Anschaffungen notwendig sind.

Hausbesuch des MDK

Zur Feststellung des Pflegegrades findet ein Hausbesuch des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) statt. Hierfür wird vorher ein Termin vereinbart. Während der Corona-Pandemie werden die Gespräche oftmals telefonisch abgewickelt. Wichtig ist, sich auf diesen Termin so umfassend wie möglich vorzubereiten.

Dafür ist es sinnvoll, dass der pflegende Angehörige bei dem Besuch dabei ist. Wenn diese Person die Notwendigkeit der Pflege bezeugen und darlegen kann, wird es je nach individuellem Fall wahrscheinlicher, dass dem Antrag stattgegeben wird.

Im Rahmen des Hausbesuches oder Telefonates muss der potenziell Pflegebedürftige eine ganze Reihe von Fragen beantworten und einige Aufgaben absolvieren. Anhand dieser Maßnahmen soll erkannt und festgestellt werden, inwieweit die pflegebedürftige Person Unterstützung benötigt und welche Teile des Alltags sie noch selbst absolvieren kann.

Dabei ist es wichtig, dass dem Mitarbeiter des MDK zusätzlich zu den von ihm gestellten Fragen und Aufgaben ein möglichst umfassendes Bild der Situation gegeben wird. Dazu kann gehören, zu erläutern, welche notwendigen Dinge des Alltags für die Person nicht mehr möglich sind und wo in den letzten Wochen und Monaten entsprechende Probleme aufgetaucht sind. Zusätzlich kann und sollte, sofern gegeben, der konkrete Anlass für die Entscheidung zur Beantragung eines Pflegegrades dargelegt werden.

Selbst pflegen: Neuorganisierung des eigenen Alltags

Im nächsten Schritt muss der Alltag neu organisiert werden. Dies betrifft sowohl die Pflege selbst als auch die Kompatibilität mit anderen Faktoren des bisher gelebten eigenen Alltags. Zu Letzteren gehören unter anderem:

  • Beruf
  • Familie
  • Freizeitbeschäftigungen

Organisation der anderen Aspekte des Alltags

Zunächst müssen womöglich die anderen Aspekte des Alltags umorganisiert werden, da die Pflege Zeit in Anspruch nimmt, die zuvor für andere Aktivitäten genutzt wird. Wie umfangreich dies nötig ist, hängt natürlich vom festgestellten Pflegegrad und dem Umfang der Betreuung ab.

Wenn viel Zeit für die Pflege benötigt wird, kann es sein, dass der Umfang der beruflichen Tätigkeit eingeschränkt werden muss. Hierfür sollte ein offenes Gespräch mit dem Arbeitgeber stattfinden, in welchem die Möglichkeiten für eine Reduktion auf Teilzeit erörtert werden. Alternativ besteht je nach Arbeitgeber die Option, die Arbeitszeiten etwas freier zu gestalten und von der Firma die Möglichkeit zu bekommen, einzelne Aufgaben außerhalb der Kernarbeitszeiten zu erledigen.

Falls weniger Zeit benötigt wird, kann die Pflege um den bestehenden Arbeitsalltag herum organisiert werden. Allerdings kann es sinnvoll sein, den Arbeitgeber in jedem Fall über die Veränderung zu informieren, falls dringende Notfälle auftreten sollten, bei welchen die pflegebedürftige Person sofortige Unterstützung benötigt.

Des Weiteren muss der Alltag mir anderen Mitgliedern der Familie neu organisiert werden. Vor allem, wenn der pflegende Angehörige Kinder hat, kann dies eine Herausforderung bedeuten.

Schließlich müssen diese bis zu einem gewissen Alter zu jeder Zeit des Tages betreut werden. Daher ist es wichtig, diesbezüglich von Beginn an eine sinnvolle Struktur zu schaffen, die möglichst schnell zur Routine wird. Zusätzlich sollte frühzeitig nach Betreuungsalternativen gesucht werden, falls dies aus Zeitgründen notwendig ist.

Außerdem ist es wichtig, die Freizeitaktivitäten nicht zu vernachlässigen. Diese bieten einen notwendigen Ausgleich zum Alltagsstress, der womöglich durch die Organisation der Pflege sowie deren Umsetzung steigt. So ist es zum Beispiel sinnvoll, regelmäßig Sport zu machen, da dieser positive Auswirkungen auf das Stresslevel hat.

Struktur und Routinen für die Pflege selbst

Zudem sollten möglichst frühzeitig Strukturen und Routinen für die Pflege selbst etabliert werden. Hierfür ist unter anderem wichtig:

  • ein Überblick über die Notwendigkeiten
  • wenn möglich feste Zeiten
  • eine möglichst effiziente Umsetzung der Aufgaben

Zunächst sollte ein Überblick über die individuellen Notwendigkeiten der Pflege geschaffen werden. Diese können mit der pflegebedürftigen Person besprochen und danach in einer Liste schriftlich festgehalten und strukturiert werden. So lässt sich sicherstellen, dass von Beginn an nichts Notwendiges übersehen oder außer Acht gelassen wird.

Auf dieser Basis können feste Zeiten für die einzelnen Aktivitäten der Pflege verabredet werden. Dieser Plan sollte so gestaltet sein, dass er für die pflegebedürftige Person möglichst komfortabel und für den Angehörigen möglichst leicht umzusetzen ist. Je nach den individuellen Gegebenheiten kann hier zudem eine gewisse Flexibilität von beiden Seiten sinnvoll sein.

Darüber hinaus sollte die Pflege so effizient wie möglich gestaltet werden, um die hierfür genutzt Zeit problemlos in den Alltag des pflegenden Angehörigen integrieren zu können. Hierfür kann es zum Beispiel hilfreich sein, die notwendigen Einkäufe zu bündeln und im Rahmen einer Fahrt zu erledigen, statt sich immer wieder für Kleinigkeiten auf den Weg zu machen.

Zudem kann für gewisse Einkäufe das Internet genutzt werden, wodurch sich erneut Zeit sparen lässt. Oftmals benötigen pflegebedürftige Personen Medikamente, die statt vor Ort in einer Online-Apotheke gekauft werden können.

Rezeptpflichtige Arzneimittel sind mit wenigen einfachen Schritten bestellbar. Nach dem Ablegen des benötigten Produktes im Online-Warenkorb wird das Original-Rezept dem Anbieter postalisch zugesendet.

Dieser Schritt ist bei einigen Online-Apotheken versandkostenfrei. Im Anschluss erhält die pflegebedürftige Person das Medikament per Post. Mit Sicherheit kann durch das schnelle Einwerfen eines Briefes in einen Briefkasten in der direkten Umgebung gegenüber dem Einkauf in einer Apotheke vor Ort eine kleine, aber gerade in stressigen Phasen relevante Zeitersparnis entstehen.

Natürlich können auch andere Produkte online gekauft werden. Vor allem das Shoppen von Kleidung für die pflegebedürftige Person lässt sich auf diesem Weg sicherlich um einiges einfacher und schneller umsetzen als beim Besuch eines Geschäftes.

Grundwissen über die Pflege

Zudem ist es nötig, zu Beginn der Pflege ein möglichst umfassendes Wissen hierüber zu erwerben. Dies lässt sich durch den Besuch eines Pflegkurses umsetzen. Diese werden unter anderem von Krankenkassen angeboten.

Hier lernen Angehörige wichtige Details zum Tragen einer pflegebedürftigen Person oder zu hygienischen Fragen. Darüber hinaus werden ein Wissen über die richtige Ernährung sowie nötige Informationen zum Messen des Blutdrucks vermittelt.

Welcher dieser Inhalte im Alltag besonders hilfreich ist, hängt natürlich gleichzeitig von den individuellen Einschränkungen des Pflegebedürftigen ab. Allerdings ist der Besuch eines solchen Kurses für Fachfremde, die damit beginnen, einen Angehörigen zu pflegen, in jedem Fall sinnvoll.

Möglichkeiten zur Unterstützung im Alltag

Falls die Pflege der betreffenden Person durch einen Angehörigen gar nicht organisierbar oder mit einer zu hohen Belastung verbunden ist, kann es sinnvoll sein, Unterstützung hinzuzuziehen.

Diese kann ein ambulanter Pflegedienst leisten. Ein solcher Dienst kümmert sich unter anderem um die Körperpflege, das Aufrechterhalten von sozialen Kontakten und die im Haushalt anfallenden Aufgaben.

Drüber hinaus kann, falls notwendig, eine häusliche Krankenpflege geleistet werden. Hierfür enthält die bedürftige Person dem Pflegegrad entsprechend von der Kasse entsprechende Pflegesachleistungen im drei- oder vierstelligen Bereich.

Wichtig ist, einen Pflegedienst zu suchen, mit dem sich der Pflegebedürftige vollumfänglich wohlfühlt. Schließlich findet die Betreuung durch einen Fremden statt, was, falls die „Chemie“ nicht stimmt, zu einigen Problemen führen kann, welche die Lebensqualität geringfügig oder in einem größeren Ausmaß einschränken. Genau solche Umstände sollen eigentlich durch die Entscheidung für eine häusliche Pflege vermieden werden.

Fazit

Häusliche Pflege kann gegenüber der Unterbringung in einem Heim viele Vorteile haben. Die Angehörigen, die diese Aufgabe wahrnehmen, sollten sich rechtzeitig über die notwendigen bürokratischen Schritte informieren und diese frühestmöglich angehen. Zudem ist es wichtig, den Alltag neu zu organisieren und dabei auf eine sinnvolle und realistische Struktur zu achten. Zusätzlich kann die Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes in Anspruch genommen werden, um die Belastung in einem gewissen Rahmen zu halten.

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