Gegen Haltungsschäden, Fehlstellungen und Entzündungen vorgehen

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Schmerzen, Verspannungen, Probleme bei bestimmten Bewegungen – treten solche Symptome häufiger auf, können dahinter ernstzunehmende Beschwerden stecken. Werden sie zu spät behandelt, können sich daraus Haltungsschäden, Fehlstellungen und chronische Entzündungen an Gelenken und Sehnen entwickeln, die in manchen Fällen nur noch operativ behoben werden können. Daher ist es wichtig, die möglichen Ursachen zu kennen und vorbeugend zu handeln.

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Symptome und Anzeichen

Rückenprobleme sind mittlerweile zu einer regelrechten Volkskrankheit herangewachsen. Jeder zehnte Deutsche leidet täglich unter Rückenschmerzen, viele weitere zumindest gelegentlich. Nur rund 15 Prozent der Befragten einer Studie gaben an, im vergangenen Jahr keine Rückenprobleme gehabt zu haben. Die Ursachen dieser Beschwerden liegen häufig im Bewegungsmangel, gepaart mit Fehlhaltungen, beispielsweise durch die übermäßige Nutzung des Smartphones. Doch auch individuelle Faktoren wie Stress, das Tragen schwerer Lasten, eine Fehlbelastung beim Sport & Co können zu zeitweisen oder dauerhaften Rückenproblemen führen. Wenn sich der Rücken bemerkbar macht, sind häufig bereits Haltungsschäden, Fehlstellungen oder Entzündungen eingetreten. Letztere können an der Wirbelsäule selbst entstehen, aber auch an den Sehnen unterschiedlicher Gelenke. Dementsprechend sind längst nicht nur klassische Rückenschmerzen ein Alarmsignal, sondern typische Anzeichen sind auch

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  • Muskelverspannungen,
  • Gelenkschmerzen,
  • knöcherne Veränderungen oder
  • dass bestimmte Bewegungen schwerfallen beziehungsweise unangenehm sind. 

Spätestens, wenn solche oder ähnliche Beschwerden wahrgenommen werden, herrscht daher dringender Handlungsbedarf. Ansonsten können diese schwerwiegender werden oder zu dauerhaften Problemen führen, die sich (wenn überhaupt) nur noch mit starken Medikamenten beziehungsweise operativ lindern lassen. Wichtig ist daher, ein Bewusstsein für die Problematik zu entwickeln und solche Beschwerden als dringendes Warnzeichen zu sehen – auch, wenn es sich noch um keine starken Schmerzen oder konkreten Beeinträchtigungen im Alltag handelt. Noch besser ist natürlich, präventiv zu handeln, um Haltungsschäden, Fehlstellungen oder Entzündungen gar nicht erst entstehen zu lassen.

Diese Schäden und Erkrankungen können dahinterstecken

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Ein Warnzeichen sollten Bewegungseinschränkungen, Schmerzen, Muskelverspannungen & Co auch sein, da hinter ihnen eine ernsthafte Erkrankung oder ein (irreparabler) Schaden stecken kann. Ein schnelles und richtiges Handeln ist dann essentiell, um Schlimmeres zu verhindern. Es ist daher wichtig, mit Rücken- und Gelenkbeschwerden frühzeitig einen Arzt aufzusuchen, um deren Ursache abzuklären. Denn nur, wer diese kennt, kann gezielte Gegenmaßnahmen ergreifen, nicht nur zur Therapie, sondern auch zur Vorbeugung weiterer (Folge-) Probleme. Es lohnt sich daher ein Blick auf die häufigsten Ursachen wie Schäden oder Erkrankungen, welche die genannten Symptome hervorrufen:

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Beschwerden oder Schmerzen im Rücken

Wenn Probleme im Bereich des Rückens auftreten, sind häufig Haltungsschäden ein Grund. Diese können angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein – meistens sind sich die Betroffenen dieser jedoch nicht bewusst. Sie bemerken diese also erst, wenn sich erste Folgeprobleme ergeben und beispielsweise Schmerzen auftreten. Besonders häufig sind dabei der Nacken oder der untere Rücken betroffen. Prinzipiell können Rückenbeschwerden oder -schmerzen aber in jedem Bereich der Wirbelsäule auftreten, abhängig von ihrer Ursache. Zu den häufigsten dieser Ursachen gehören:

  • Skoliose: Die sogenannte Skoliose bezeichnet eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule. Die Wirbelkörper sind dabei dreidimensional verformt, wodurch die gesamte Wirbelsäule mehr oder weniger stark um die Längsachse rotiert. Diese Skoliose ist häufig angeboren und tritt bevorzugt in den Übergangsbereichen zwischen den Wirbelabschnitten auf, aber auch im Lenden- oder Brustwirbelbereich. Weitere mögliche Ursachen der Skoliose können ein asymmetrisches Wachstum, Entzündungen oder Brüche in der Vergangenheit sein.
  • Rundrücken: Der Rundrücken wird umgangssprachlich auch als „Witwenbuckel“ bezeichnet, lautet in der Fachsprache aber auf den Namen „Hyperkyphose“. Sie bezeichnet eine Krümmung der Brustwirbelsäule nach vorne, die um mindestens 40 Grad stärker ausgeprägt ist als die natürlich Krümmung dieses Wirbelbereichs. Diese Krümmung kann bogenförmig oder spitzwinklig verlaufen, also mit einem sichtbaren Knick. Diese Erkrankung kann mit einer (beginnenden) Osteoporose in Verbindung stehen, weshalb vor allem ältere Frauen betroffen sind – daher der Name „Witwenbuckel“. Häufiger sind jedoch das lange Sitzen am Arbeitsplatz, ein inaktiver Alltag im Allgemeinen sowie eine zu schwache Muskulatur schuld.
  • Hohlkreuz: Das Hohlkreuz gehört ebenfalls zu den häufigsten und damit auch bekanntesten Haltungsschäden. Hierbei ist die natürliche Krümmung der Wirbelsäule im unteren Bereich verstärkt, was als „Hyperlordose“ bezeichnet wird. Dadurch wird die untere Körperhälfte nach vorne geschoben und das Becken kippt. Der Bauch wölbt sich sichtlich und der gesamte Körperschwerpunkt verlagert sich, was weitere Haltungsfehler in der Brustwirbelsäule und dem Nacken nach sich zieht, um das Gleichgewicht zu halten. Dadurch kann eine Kombination mit einem Rundrücken entstehen, was Hohlrundrücken heißt. Ursache für ein Hohlkreuz ist meistens eine schwache Muskulatur.

Es kann somit durchaus vorkommen, dass Haltungsschäden gemeinsam auftreten oder mehr als nur eine Ursache haben. Auch deshalb ist es wichtig, einen Experten zu Rate zu ziehen, anstatt (nur) auf eigene Faust das Problem lösen zu wollen.

Schmerzen oder Einschränkungen im Bereich der Armen und Hände

Wenn Schmerzen in den Armen und Händen auftreten, können diese aus dem Rücken ausstrahlen und somit ursächlich in den genannten oder weiteren Rückenproblemen liegen. Doch auch Entzündungen oder weitere Ursachen können in den Gelenken sowie Sehnen selbst für Beschwerden sorgen. Typisch sind zum Beispiel:

  • Sehnenscheidenentzündung: Eine Sehnenscheidenentzündung tritt meistens im Bereich der Handgelenke auf, kann aber auch andere größere Gelenke betreffen. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine Entzündung der Sehne, genauer genommen des Sehnengleitgewebes. Als Folge treten starke Schmerzen auf, aber auch Schwellungen oder Rötungen sind mögliche Symptome. Ursache der Sehnenscheidenentzündung ist häufig eine Überlastung, beispielsweise durch die Arbeit.
  • „Mausarm“ (RSI-Syndrom): Ebenfalls durch die Arbeit tritt häufig das RSI-Syndrom auf. Da dessen Ursache bevorzugt in der stundenlangen Tätigkeit am Computer liegt, wird es auch als „Mausarm“ bezeichnet. Das Repetitive-Strain-Injury-Syndrom äußert sich durch Bewegungsschmerzen bei der Bildschirmarbeit, beispielsweise in der Schulter oder im Nacken. Betroffen sind somit vor allem die oberen Extremitäten. Neben einer Überlastung liegen die Ursachen aber auch im Stress.
  • Rhizarthrose: Bei der Rhizarthrose handelt es sich um eine Verschleißerscheinung im Daumensattelgelenk, die zu Schmerzen bei Dreh- und Greifbewegungen führt. Betroffen ist somit vor allem der Daumen, der in seiner Beweglichkeit zunehmend eingeschränkt wird. Zu den möglichen Ursachen für eine Rhizarthrose gehören frühere Knochenbrüche beziehungsweise Frakturen, eine übermäßige Beanspruchung des Daumens oder eine rheumatoide Arthritis. Mediziner vermuten außerdem, dass Hormone eine Rolle spielen könnten, da vor allem Frauen nach den Wechseljahren betroffen sind.

Es sind somit auch, aber nicht nur, die modernen Arbeitsplätze vor dem PC, die zu Problemen in den Armen oder Handgelenken führen können. Dementsprechend belastend werden sie im Alltag, wenn sie zu ständigen Schmerzen oder Einschränkungen bei der Arbeit sowie im Privatleben führen.

Probleme oder Schmerzen im Bereich der Füße oder Beine

Während Probleme der oberen Extremitäten somit häufig durch eine Überlastung, durch ehemalige Verletzungen oder andere Faktoren im Laufe des Lebens erworben werden, sind einige Fehlstellungen der unteren Extremitäten angeboren. Auch hier kann es jedoch sein, dass andere Ursachen vorliegen oder die Problematik verstärken. Typische Ursachen von Schmerzen oder Beschwerden im Bereich der Füße sowie Beine sind:

  • Fehlstellungen: Es gibt eine ganze Reihe an Fußfehlstellungen, die einzeln oder in Kombination auftreten können. Wie soeben erwähnt, sind diese häufig angeboren, aber auch andere Ursachen wie Übergewicht oder falsche Schuhe können zugrunde liegen. Je nachdem, welche Fußfehlstellung vorliegt, kann diese unterschiedliche Folgeprobleme nach sich ziehen, zum Beispiel Schmerzen oder Halteschäden im Bereich der Knie, Hüfte oder des Rückens. Häufige Fehlstellungen sind der Knick-Senkfuß, Sichelfuß, Hohlfuß, Knick-Senk-Spreizfuß oder Spreizfuß.
  • Hammerzehe: Im vorderen Bereich der Füße gehört die Hammerzehe zu den häufigsten Fehlstellungen. Sie wird auch als Krallenzehe bezeichnet und äußert sich durch eine übermäßige Beugung der Zehen im Mittel- und Endgelenk. Betroffen sind häufig die zweiten bis vierten Zehen. Diese Beugung resultiert daraus, dass das Grundgelenk überstreckt ist und bildet sozusagen den (unnatürlichen) Ausgleich. In der Folge können Druckstellen oder Funktionseinschränkungen des Fußes entstehen. Zudem leiden viele Betroffene unter der unschönen Ästhetik solcher Hammerzehen.
  • Hallux Valgus: Der Hallux Valgus ist ebenfalls eine Fehlstellung im Vorderfuß und wird auch Ballenzeh, schiefer Zeh oder Großzehenballen genannt. Hierbei weicht der erste Mittelfußknochen ungewöhnlich weit zur Fußaußenseite ab, sodass ein Spreizfuß mit verbreitertem Ballen entsteht. Da die Sehne dann allerdings zu kurz ist, zieht sie den großen Zeh zur Seite, sodass er in Richtung der kleinen Zehen zeigt. Diese Deformität sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch zu entzündeten oder geröteten Hautstellen sowie einer Schleimbeutelschwellung bis -entzündung führen.

Wenn also im Bereich der Füße oder Beine eine Fehlstellung auftritt, kann das nicht nur Folgeprobleme hervorrufen, die zur Belastung für die Betroffenen werden – der gesamte Körper kann aus dem Gleichgewicht kommen. Daraus können Halteschäden resultieren, eine ungleiche Abnutzung von Gelenken und viele weitere Beschwerden, die nicht immer rückgängig gemacht werden können. Umso wichtiger ist es, Fehlstellungen frühzeitig zu erkennen und zu therapieren.

Die Ursachen der Beschwerden

Wenn also Schmerzen, Verspannungen oder weitere Beschwerden auftreten, können dahinter angeborene Ursachen stecken, in vielen Fällen sind diese jedoch erworben. Schuld sind zum Beispiel falsche Angewohnheiten, eine Überlastung oder der Bewegungsmangel, den viele Menschen heutzutage (nicht nur) im Beruf haben. Es gibt somit eine Reihe an nicht genetischen beziehungsweise nicht durch Erkrankungen hervorgerufenen Faktoren. Solche vermeidbaren Ursachen für Haltungsschäden, Fehlstellungen oder Schmerzen in den Muskeln, Sehnen sowie Gelenken sind zum Beispiel:

  • Bewegungsmangel: Der Bewegungsmangel ist eines der größten Gesundheitsprobleme der heutigen Zeit, wie zahlreiche Studien belegen. Das führt zu zahlreichen Folgeproblemen bis hin zu einem verfrühten Tod. Aber auch Haltungsschäden, Entzündungen oder weitere Beschwerden sind keine Seltenheit. Dabei ist es auch, aber nicht nur, das stundenlange Sitzen am Büroarbeitsplatz, welches zunehmend zum Problem wird, sondern ebenso die bewegungsarme Freizeitgestaltung vieler Menschen vor dem Fernseher, der Spielekonsole & Co.
  • Zu schwache Muskulatur: Durch diesen Bewegungsmangel sowie zu wenig gezieltes Training entsteht häufig eine schwache Muskulatur. Diese führt vor allem im Rücken schnell zu Problemen, beispielsweise in Form von Verspannungen, Schmerzen, Halteschäden oder einem Bandscheibenvorfall. Aber auch die Muskeln in den Extremitäten sind oft zu schwach ausgeprägt, um den Körper in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen.
  • Übergewicht: Ein zu hohes Gewicht kann viele Probleme im Bereich des Rückens und der Gelenke hervorrufen oder verstärken. Es begünstigt zum Beispiel den Knick-Senk-Fuß, aber auch eine Überlastung der Fußgelenke, der Knie oder des Rückens. So neigen beispielsweise Menschen mit großem Bauchumfang (gerne auch „Bierbauch“ genannt) aufgrund der Last zum Hohlkreuz, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen. Nicht unerwähnt bleiben dürfen zudem die weiteren gesundheitlichen Risiken durch Übergewicht wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Probleme.
  • Falsche Belastung bestimmter Körperpartien: Fehlhaltungen, eine unnatürliche Haltung, häufig wiederholte Bewegungsabläufe oder andere Belastungen beziehungsweise Überlastungen führen nicht selten zu den genannten oder weiteren Problemen. Das RSI-Syndrom ist dafür ein klassisches Beispiel. Aber auch Rückenschmerzen oder die Rhizarthrose können damit in Zusammenhang stehen.
  • Falsche Liegeposition beim Schlafen: Viele Rückenprobleme werden durch das falsche Schlafen hervorgerufen oder verstärkt. Schuld daran kann zum Beispiel eine ungeeignete Matratze beziehungsweise Kissenform oder eine falsche Liegeposition sein.
  • Falsche Schuhgröße: Im Bereich der Füße sind die Schuhe essentiell. Vor allem im Kindesalter, aber auch bei Erwachsenen können zu große, zu kleine oder schlichtweg Schuhe mit falscher Passform zu Problemen führen. Dazu gehören Druckstellen, Blasen oder die genannten Fußfehlstellungen.

Die gute Nachricht lautet: Da all diese Faktoren nicht angeboren, sondern veränderbar sind, ist eine Vorbeugung problemlos möglich. Auch eine Linderung lässt sich oft gut erreichen, wenn erste Beschwerden auftreten, aber noch nicht zu weit fortgeschritten sind.

Vorbeugende Maßnahmen

Da Prävention bekanntlich besser ist als Reaktion, lohnt es sich, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen und gegebenenfalls zu verändern. Denn durch vorbeugende Maßnahmen lassen sich viele Halteschäden, Fehlstellungen, Entzündungen & Co verhindern, bevor sie entstehen. Das bedeutet mehr Lebensqualität und eine geringere Gefahr von Folgeproblemen wie Bewegungseinschränkungen oder Schmerzen. Vorbeugung ist somit das beste Mittel, um bis ins hohe Alter frei von solchen Beschwerden zu bleiben. Die wirkungsvollsten Maßnahmen sind dabei sogar überraschend simpel:

  1. Eine erste sinnvolle und erfolgversprechende Maßnahme ist mehr Bewegung in den (Arbeits-) Alltag zu integrieren. Eine Möglichkeit ist, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, anstatt mit dem Auto. Bei der Arbeit können die Treppen genommen werden, anstelle des Aufzugs, und in der Mittagspause bietet sich ein kurzer Spaziergang an.
  2.  Auch zwischendurch sind Pausen ein wichtiges Stichwort, denn sie fördern nicht nur die Konzentration, sondern können auch für eine kurze Bewegungseinheit oder ein paar Stretching-Übungen dienen.
  3. Ebenso sollte bewusst mehr Bewegung in die Freizeit integriert werden, sowohl moderat als auch in Form eines regelmäßigen Workouts. Zum Beispiel können kurze Wege wie jener zur Post künftig zu Fuß gegangen werden oder das 20-minütige Homeworkout wird zur Feierabend-Routine.
  4. Mit dem Sport ist ein weiteres wichtiges Stichwort gefallen. Denn hierbei ist nicht nur das Ausdauertraining wichtig für die Gesundheit, sondern auch ein gezieltes Krafttraining. So können durch Übungen bestimmte Muskelpartien im Rücken sowie in den Extremitäten  gestärkt werden, um Verspannungen im Nacken, Schmerzen im Rücken oder andere Probleme einer schlechten Haltung zu verhindern.
  5. Dafür gilt es erst einmal (wieder) zu lernen, wie eine gesunde Haltung aussieht und sowohl im Stehen als auch im Sitzen bewahrt werden kann.
  6. Eine ergonomische Ausrüstung des Arbeitsplatzes wirkt hierbei förderlich.

Zuletzt spielen die Schuhe eine wichtige Rolle, um Fehlstellungen und deren Folgeprobleme (für den gesamten Körper) zu verhindern. Am besten ist es, so oft wie möglich barfuß zu gehen. Das ist im Alltag aber natürlich nicht immer machbar. Daher ist es essentiell, Schuhe in der richtigen Passform und Qualität auszuwählen. Weiterhin können Hilfsmittel unterstützend wirken, beispielsweise Einlagen, Sohlen und Pads, nicht nur für mehr Komfort, sondern auch zur Prävention oder Linderung von Fehlstellungen.

Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden

Ist es für eine Prävention zu spät und es haben sich bereits erste „Zipperlein“ eingestellt, bleibt nur noch die Möglichkeit zur richtigen Reaktion. Dafür ist es wichtig, schon bei scheinbar harmlosen Beschwerden einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann deren Ursache ausfindig machen und eine passgenaue Therapie entwickeln. Nur so lassen sich nämlich schwerwiegendere Folgeprobleme verhindern. Wichtig ist daher, frühzeitig zu handeln. Häufig reichen dann bereits spezielle Übungen oder etwas Krankengymnastik aus, um den Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sind die Beschwerden hingegen weit(er) fortgeschritten, können Schmerzmittel notwendig werden. In einigen Fällen ist zudem eine Operation notwendig oder eine Option zur Linderung der Beschwerden. Allerdings sollte diesbezüglich immer eine zweite Meinung eingeholt werden, denn auch eine Operation birgt gewisse Risiken und kann daher zwar bestehende Beschwerden lindern, aber neue Folgeprobleme hervorrufen. Eine Prävention ist und bleibt somit das erfolgversprechendste Mittel für die Gesundheit.

Fazit

Es gibt eine Vielzahl an Haltungsschäden, Fehlstellungen oder Entzündungen, die im Alltag zu Problemen führen können. Einige Ursachen sind angeboren und daher unveränderlich, in vielen Fällen entwickeln sich diese aber durch ungesunde Gewohnheiten. Vor allem der Bewegungsmangel und das lange Sitzen am Arbeitsplatz werden diesbezüglich heutzutage zum Problem, ebenso wie wiederkehrende, aber unnatürliche Bewegungsabläufe. Es ist daher wichtig, sich die eigenen Gewohnheiten bewusst zu machen und aktive Prävention zu betreiben. Mehr Bewegung, gezielte Übungen und eine passende Schuhwahl – gegebenenfalls in Verbindung mit Einlagen & Co – können bereits kleine Wunder bewirken. Spätestens aber, wenn sich erste Beschwerden einstellen, beispielsweise Schmerzen oder Verspannungen, sollte ein Arzt zur Abklärung aufgesucht werden. Ansonsten droht der gesamte Körper sprichwörtlich aus dem Gleichgewicht zu geraten, wodurch sich zahlreiche weitere Folgeprobleme einstellen können. Diesen von Vornherein ins Gleichgewicht zu bringen und darin zu halten, ist daher die beste Strategie für eine lange Gesundheit.