Winter

Frost schadet Kohl nicht

Kalte Temperaturen machen Grünkohl weniger bitter

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dpa
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München. In anderen Regionen der Welt gibt es Grünkohl als hippen „Kale“ ganzjährig. Hierzulande ist er aber meist nur als Wintergemüse erhältlich. Weil er Frost bräuchte, heißt es. Was ist da dran?

Es gilt als heimisches Superfood, enthält reichlich Vitamine und Vitalstoffe, wie kaum ein anderes Gemüse: Für den Grünkohl startet in Deutschland im Herbst traditionell die Saison. Allerdings soll er erst nach dem ersten Frost richtig gut schmecken und sein Aroma entwicklen.

Das liegt daran, dass sich tatsächlich bei niedrigen Temperaturen der Stoffwechsel in der Pflanze verlangsamt. Weil der Grünkohl aber weiterhin Photosynthese betreibt, steigt der Zuckergehalt in den Blättern des Kohls und das Gemüse schmeckt dadurch weniger bitter, erklärt die Verbraucherzentrale Bayern den Grund dafür.

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Es bräuchte also keinen Frost, aber niedrige Temperaturen für schmackhaften Grünkohl, sagt Sabine Hülsmann, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale. Mittlerweile gebe es aber auch Sortenzüchtungen, die auch ohne Einwirkung des Wetter mehr Zucker in den Blättern enthielten.

Diese kommen also ohne niedrige Temperaturen aus und entwickeln das unverkennbare Aroma auch so. Diese Kohlsorten sind bereits ab Mitte September auf dem Markt zu finden. dpa

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