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Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem externen Autor Erik Chainman.

Ein eigenes Haus - Make-Or-Buy-Decisions

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Aus der Betriebswirtschaftslehre kennt man die sogenannten "Make-or-Buy-Entscheidungen". Damit ist gemeint, ob man ein bestimmtes, benötigtes Gut selbst herstellt oder ein schon konstruiertes Produkt ersteht. Entsprechende Überlegungen lassen sich auch beim Hausbau treffen. Natürlich sind beide Optionen mit Chancen und Risiken behaftet.

 

Vorteile und Nachteile des Neubaus

Für einen Neubau spricht, dass man einfach unglaublich frei in der Gestaltung ist. Ich denke da nur an den Mannheimer Stadtteil Franklin und die Häuser, die in Buchstabenform konstruiert werden sollen.

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Auch die Standortwahl ist gegeben. Beim Kauf eines Neubaus liegt auch Erstbezug vor, was für manche sicherlich reizvoll ist. Auch können sie die neueste Technik nutzen, eventuell in einem Smarthome? Die gibt es ja, wie es inzwischen auch smarte Fabriken gibt. Für ein neues Haus spricht auch der hohe Standard bezüglich Energieeffizienz.

Zusätzlich noch ein Tipp an all jene, die am Sparen von Steuern interessiert sind - dies lässt sich unter gewissen Umständen durch einen getrennten Erwerb von Immobilien und dem Grundstück, auf dem jenes Bauwerk steht, erreichen.

Gegen den Neubau sprächen eigentlich nur drei Dinge. Erstens: Sowas kann ins Geld gehen. Aber dafür gibt es Finanzierungsmöglichkeiten, etwa auf https://www.baufi24.de/.

Ein weiteres Negativum: Viel Arbeit und auch nicht gerade nerven schonend.

Beispiele 

Dass dem so ist, wusste man schon in den 1970ern und so veröffentlichte der NDR unter der Regie des damals noch recht unbekannten Dieter Wedel die Komödie "Einmal im Leben -Geschichte eines Eigenheims", was die tragikomischen Katastrophen eines Eigenheimbaus im Jahr 1972 zeigte. Da war von korrupten Bauunternehmern, einem feuchten Baugrundstück und Nachbarn, die das Semmeling’sche Fundament nicht goutierten und entsprechend klagten, alles dabei.

Und auch der Komiker Ralf Schmitz verfasste ein Buch zum Thema - in diesem Fall wurde ein schon bestehendes Haus modernisiert, was sich ebenfalls ziemlich nervenaufreibend-katastrophal abspielte. Interessierte suchen bitte das Buch "Schmitz’ Häuschen: Wer Handwerker hat, braucht keine Feinde mehr", das im September 2014 erschienen ist und somit inzwischen auch schon seine acht Jahre alt.

Ebenfalls in die Kategorie "nicht gerade nervenschonend" und daher voll im Trend bezüglich der beiden Beispiele: unvorhergesehene Ereignisse. Da muss man nur mal an die arme Familie Semmeling denken, die an ihrem feuchten Baugrundstück laborieren muss und eigentlich jeden Tag hinfahren und die Grube auspumpen, da sie nass ja nicht zu verwenden ist.

Und damit sind wir bei der Überlegung: "Vielleicht sollte man sich doch eher einer Bestandsimmobilie versichern?"

Vor- und Nachteile der Bestandsimmobilie

Natürlich gibt es diese Möglichkeit. Die Zeitungen sind ja voll von Inseraten, bezüglich Mietwohnungen auf der einen und eben zu kaufenden Häusern auf der anderen Seite.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Eine Abwicklung ist einfach unkomplizierter und geht schneller von dannen. Darüber hinaus ist die gesamte Anschaffung häufig sogar günstiger und bezüglich der Energieeffizienz muss man sich auch keine Gedanken machen. Auch hier ist eine Modernisierung möglich.

Dafür gilt natürlich all das, was als Positivum bei einem Neubau galt, nicht mehr, wenn es um Bestandsimmobilien geht. Der Gestaltungsspielraum ist deutlich geringer. Es kann ein hoher Sanierungsbedarf vorliegen und es könnten wertmindernde Umstände vorliegen, die verborgen sind und eines Tages sichtbar werden.

Der Überraschungskamin

Als Beispiel hierfür diene einmal der US-amerikanische Rezensent Chuck Sonnenberg, Künstlername: SFDebris. Er erzählte in einem Video von einem sogenannten "Surprise-Chimney". Ja, es befand sich im Gebäude ein "Überraschungskamin", der eines Tages, in den Keller durchbrach.

Nun fragt man sich "Wie kann ein Gebäude über einen Überraschungskamin" verfügen? Ganz einfach. Das Haus, in dem die Familie Sonnenberg wohnt, ist alt. Wirklich alt. Teile des Hauses wurden im Jahr 1890 gebaut. Vorherige Besitzer wollten wohl einen Kamin errichten, hatten sich aber irgendwann dagegen entschieden und beschlossen, die Hinweise ihres Tuns so gut - oder schlecht - es ging zu verbergen. Und eines Tages brach der Überraschungskamin durch die Decke.

Sicherlich ist dies ein ziemlich bemerkenswertes Beispiel von Altlasten, mit denen niemand gerechnet hat, aber es fungiere dennoch als eine Idee.

Fazit

Nun, zu welchem Lager zählt man sich? Make? Buy? Also wird man selbstständig tätig oder kauft man bestehendes? Oder rechnet man sich dem dritten Lager zu, die sagen "Ich wohne zur Miete, das ist ausreichend"? Zumindest für die ersten beiden Optionen kennt man nun einige Vor- und Nachteile.

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