Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit der externen Autorin Alexandra Peters

Die Top-5 Motorölmarken im Überblick

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Wenn es darum geht, das richtige Motoröl für sein Auto zu kaufen, stehen Konsumenten zumeist vor einer riesigen Auswahl. Auf den ersten Blick ist für den Laien kaum zu erkennen, ob es sich dabei um qualitativ hochwertiges Öl handelt. Deshalb agieren viele Käufer nach dem Prinzip Zufall oder vertrauen einfach einer bekannten Marke, der sie Vertrauen schenken. Doch die Wahl des richtigen Öls ist für Fahrzeuge wichtiger, als die meisten PKW-Besitzer vermuten würden.

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Warum ist qualitativ hochwertiges Motoröl so wichtig?

Die alten Behältnisse sind zwar schön anzusehen, die Qualität des Öls ist mit heutigen Produkten allerdings nicht vergleichbar. © pixel2013 CCO Public Domain

Das Motoröl ist dafür verantwortlich, die beweglichen Metallteile im Motorraum so zu schmieren, dass diese nicht aneinanderreiben. Neben der Funktion als Schmiermittel dichtet das Öl darüber hinaus die Brennräume ab, schützt vor Korrosion und hilft dabei, den Motor während des laufenden Betriebs kühl zu halten.

Gutes Öl leistet seine Dienste meistens unsichtbar. Die Qualität ist oftmals erst dann erkennbar, wenn stattdessen ein Billigprodukt verwendet wird oder ganz darauf vergessen wurde, das Öl nachzufüllen.

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Die Qualität der Öle der einzelnen Hersteller hat sich dabei in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht. Die modernen synthetischen Öle sind wesentlich strapazierfähiger und langlebiger. Dennoch macht es einen Unterschied, ob die Wahl dabei auf ein Qualitätsprodukt oder ein Billig-Öl fällt. Den hochwertigen Ölen sind oftmals Additive beigemischt, die die Eigenschaften des Öls zusätzlich verbessern.

Während viele Autofahrer den Reifenwechsel selbst durchführen, lassen sie das Öl lieber in einer Fachwerkstätte wechseln. Das ist grundsätzlich auch ratsam, da für diesen Vorgang Wissen und Erfahrung gefragt ist. In den meisten Fällen wird den Autobesitzern dabei aber auch die Entscheidung abgenommen, welches Öl verwendet werden soll. Es lohnt sich, hier sicherheitshalber nachzufragen und im Zweifelsfall sein eigenes Öl für den Wechsel bereitzustellen.

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Ist Mineralöl oder Synthetiköl besser?

Grundsätzlich ist Synthetiköl qualitativ hochwertiger als „normales“ Mineralöl. Bei der Herstellung von Mineralöl werden während des Herstellungsprozesses einfach die nicht brauchbaren Bestandteile des Erdöls aussortiert, damit daraus ein geeignetes Schmiermittel für das Auto wird. Dieser Prozess ist sehr einfach und führt dazu, dass die entsprechenden Produkte kostengünstig für die Endverbraucher sind.

Synthetisches Öl kann entweder ebenfalls aus Erdöl oder alternativ dazu auch aus Erdgas gewonnen werden. Statt dem Aussortieren der nicht brauchbaren Bestandteile kommen hier allerdings chemische Prozesse zur Anwendung, die das Öl in seine gewünschte Konsistenz bringen.

Das führt dazu, dass diese Art von Ölen mit speziellen Eigenschaften wie beispielsweise guter Schmierfähigkeit bei niedrigen Temperaturen ausgestattet werden können. Deshalb empfiehlt es sich für PKW-Besitzer, lieber ein paar Euros mehr auszugeben und im Verkaufsregal zum Synthetik- oder Teilsynthetiköl zu greifen. Beispielsweise das Motoröl LIQUI MOLY МoS2 Leichtlauf hat solche Indikatoren und zählt damit zu den führenden Ölen der Klassifizierung 10W40.

 

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Welche Motorölmarken sind empfehlenswert?

Nicht immer spielt der Preis eine Rolle bei der Qualität des Öls. Wichtig ist, dass das jeweilige Öl mit dem Motor des eigenen Fahrzeugs gut harmoniert. Das lässt sich am einfachsten bei einem Praxistest herausfinden.

Obwohl es mittlerweile sehr viele Player am Markt gibt, greifen Konsumenten sehr gerne zu den Marken renommierter Hersteller. Das ist keine schlechte Idee, denn bei den meisten unabhängigen Vergleichstests liegen deren Produkte in der jeweiligen Kategorie im Spitzenfeld. Zu den beliebtesten Marken in Deutschland zählen vor allem:

  • Castrol
  • Liquimoly
  • Mannol
  • Total
  • Motul

 

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Welches Motoröl ist für mein Auto geeignet?

Verschiedene Antriebsarten benötigen unterschiedliche Öle. Vor allem die Anforderungen von Dieselmotoren unterscheiden sich erheblich von Motoren mit Benzinantrieb. Eine bestimmte Qualität des Öls ist von den meisten Herstellern nicht vorgeschrieben.

In der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs ist allerdings angegeben, welche Viskosität das Öl aufweisen sollte. Damit ist die Zähigkeit des Öls gemeint. Wer in Physik aufgepasst hat, der weiß: Je kälter eine Flüssigkeit ist, desto zähflüssiger ist sie. Bei zunehmender Wärme wird sie hingegen immer dünnflüssiger.

Das ist bei Motoren besonders wichtig, da sie sowohl bei einem Kaltstart im Winter wie auch bei langen Fahrten im Hochsommer ihre Schmierfähigkeit bewahren müssen. Denn verliert das Öl seine Schmierfähigkeit, führt dies zu Reibung im Motor und einem Anstieg der Temperatur. Die Folge davon ist in vielen Fällen ein Motorschaden mit teuren Folgekosten.

Die Viskosität ist in SAE-Viskositätsklassen angegeben. Bei der SAE handelt es sich um jene Organisation, die die technischen Normen für die Automobilindustrie festlegt. Typische Bezeichnungen für Öle sind beispielsweise:

  • SAE 5W-20
  • SAE 20W-50
  • SAE 15W-40

Eine der gängigsten Viskositätsklassen ist SAE 10W-40.

 

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Welche sind die besten 10W-40 Motoröle?

Grund genug, diese Kategorie ein wenig genauer zu betrachten und die Öle der einzelnen Anbieter unter die Lupe zu nehmen. Von den genannten Herstellern sind in der preislichen Mittelklasse bei 10W-40 Viskosität vor allem die folgenden Öle zu empfehlen:

  • CASTROL GTX, Ultraclean A3/B4 Motoröl
  • LIQUI MOLY МoS2, Leichtlauf Motoröl
  • MANNOL CLASSIC Teilsynthetik Motoröl
  • TOTAL Quartz, 7000 Motoröl
  • MOTUL SYNERGIE+ Motoröl

Die Preise für ein 5-Liter-Gebinde bewegen sich hier in etwa zwischen 20 und 40 Euro. Wer etwas mehr Geld investieren und sein Auto mit einem besonders hochwertigen Öl verwöhnen möchte, sollte lieber zu folgenden Produkten greifen:

  • CASTROL Power 1, Racing 4T Motoröl
  • LIQUI MOLY Molygen, New Generation Motoröl
  • MOTUL 4T FL ROAD RACING Motoröl

Für diese exklusiven Mischungen verlangen die Hersteller allerdings Literpreise zwischen 15 und 30 Euro. Für einen zehn Jahre alten Mittelklasse-Gebrauchtwagen ist diese Investition zwar nicht unbedingt angebracht, doch wer viel Geld für einen neuen PKW mit einem entsprechenden Hochleistungsmotor ausgibt, sollte auch noch das nötige Kleingeld für hochwertiges Öl einplanen.

 

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Wie lange lässt sich Motoröl lagern?

Wer ein gutes Angebot entdeckt, möchte eventuell gleich mehr von dem Öl kaufen und es in der eigenen Garage lagern. Grundsätzlich halten die Öle in den verschlossenen Originalbehältern recht lange. Die meisten Hersteller empfehlen allerdings, das Öl maximal drei bis fünf Jahre aufzubehalten.

Danach kann es dazu kommen, dass die chemischen Additive beginnen, kleine Klumpen zu bilden. Darüber hinaus dringt in die Behälter Feuchtigkeit ein, was ebenfalls zu einer Verringerung der Leistungsfähigkeit des Öls führt.

Ist ein Gebinde bereits angebrochen, sollte es längstens innerhalb eines halben Jahres aufgebraucht werden. Danach wird es den Ansprüchen moderner Motoren nicht mehr gerecht.