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Die eigenen Finanzen in den Griff bekommen: 9 Tipps

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Wer seine Finanzen in den Griff bekommen möchte, benötigt zunächst einen Überblick und kann sich dann an die wichtigsten Baustellen in Sachen Geld einsparen machen. © wutzkoh

Für viele Deutsche ein Naturgesetz: Am Ende des Monats rutscht das Konto automatisch in die roten Zahlen. Dabei muss man nicht unbedingt Großverdiener sein, um seine persönliche Haushaltsrechnung regelmäßig im Plus zu schließen. Der folgende Artikel gibt 10 Tipps dafür, die Finanzen in den Griff zu bekommen und Ordnung zu schaffen – auch bei geringem Budget.

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Energieverträge checken und Sparpotenzial ausloten

Mittlerweile ist in Deutschland eine so bunte Energie-Anbieter-Landschaft gewachsen, dass beinahe jeder Nutzer noch ein günstigeres Angebot für sich entdecken kann. Das gilt insbesondere für Haushalte, die Kunden beim lokalen Grundversorger sind. Beim Anbieterwechsel sind folgende Punkte entscheidend:

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  • Rabatte nutzen: Ob ein Tarif günstiger ist als der bisherige, hängt nicht nur an Basistarif und Verbrauchspreis, sondern auch an den vielfältigen Boni. Viele Energieversorger werben mit einem sogenannten Neukundenbonus zwischen 50 und 200€, der dem Kunden auf der ersten Jahresabrechnung als Gutschrift verrechnet wird. Die Bedingung: Um als Neukunde zu gelten, darf in den vorausgehenden 6 Monaten kein Vertragsverhältnis zum betreffenden Anbieter bestanden haben. Ein sogenannter Sofortbonus, den viele Versorger in Höhe vom 100 bis 150€ anbieten, wird dem Kunden dagegen direkt nach Abschluss des Vertrages auf sein Konto überwiesen.
  • Sparpotenzial berechnen: Auf Basis seines letztjährlichen Strom- oder Gasverbrauchs kann jeder leicht das Sparpotenzial neuer Verträge berechnen. Dazu multipliziert man den monatlichen Basispreis mit der Mindestvertragslaufzeit, berechnet den Verbrauchspreis anhand seines individuellen Bedarfs und zieht von der Summe eventuelle Boni ab. Für Rechenmuffel: Auch Online-Vergleichsportale bieten diesen Service an und identifizieren automatisch den günstigsten Strom- und Gasanbieter für den eigenen Verbrauch und Postleitzahlbereich.
  • Achtung Konditionen: Kluge Verbraucher bleiben auf dem dynamischen Energiemarkt flexibel. Deshalb sollte man keinen Vertrag eingehen, dessen Mindestlaufzeit 12 Monate übersteigt. Wichtig sind auch die Preisgarantie über die gesamte Vertragslaufzeit und eine akzeptable Kündigungsfrist von vier bis sechs Wochen. Tipp: Wer nicht warten will, sondern direkt nach Vertragsabschluss für den Ablauf der Mindestvertragsdauer kündigt, hat dennoch Anrecht auf alle inkludierten Sofort- und Neukundenboni.

1.   Unnötige Abos kündigen und Liquidität schaffen

Das Fitnessstudio, diverse Online-Zeitschriften, ungenutzte Apps, Streamingdienste und Dauerlotterielose – hier gilt die Devise: Auch Kleinvieh macht Mist. In vielen Haushalten versackt monatlich ein dreistelliger Betrag in Serviceleistungen und Abos, die kaum genutzt werden. Wie befreien sich unsichere Kunden am besten aus der Abo-Falle?

  • Erst kündigen, dann prüfen: Wer merkt, dass er eine abonnierte Zeitschrift kaum liest oder eine Abo-Software selten nutzt, gelobt natürlich Besserung, damit sich das Geld von jetzt an lohnt. Doch der harte Schnitt ist wesentlich effektiver: Denn erst bei Kündigung eines Abos wird vielen Nutzern klar, ob hier im Alltag tatsächlich ein Verlust entsteht. Falls man nach der Kündigung auf einmal täglich interessante Artikel in der betreffenden Online-Zeitschrift finden sollte, lässt sich das Abo einfach nach einiger Zeit wieder aufgreifen – womöglich zu einem günstigeren Neukundentarif. Im Regelfall sind Nutzer nach dem Aussortieren überflüssiger Abos aber zeitlich und finanziell erleichtert.
  • Günstigere Alternativen finden: Jeden Monat 70 Euro an den Fitnessclub zahlen, obwohl man das Angebot viel zu selten nutzt? Das ist nicht nur finanziell ein Ärgernis. Hier lohnt eine Problem-Analyse: Falls die große Entfernung zum Studio den inneren Schweinehund bestärkt, könnte ein Laufband oder Hanteln für Zuhause die bessere Motivationshilfe bieten. In einer 0-Prozent-Finanzierung kosten Laufband oder Crosstrainer dabei vielleicht sogar nur halb so viel wie der Beitrag für den Fitnessclub. Hier lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Mehr Antrieb zum Training bei einer geringeren monatlichen Belastung.

2.   Die eigene Bonität im Blick behalten

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Wer sich wundert, warum er keinen Kredit bekommt oder lediglich ein Darlehen mit überdurchschnittlich teuren Konditionen, sollte seine Bonität überprüfen. Sie ist nämlich der Maßstab, anhand dessen Kreditinstitute, Vermieter, Mobilfunkanbieter und Online-Händler entscheiden, ob und welchen Vertrag sie einem potenziellen Kunden anbieten. Doch wie gelangen Verbraucher an Informationen zur eigenen Bonität und welche Werte sind dabei entscheidend?

SCHUFA-Score kurz erklärt

Der sogenannte Basis-Score eines Verbrauchers gibt an, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls bei ihm statistisch ist. Beträgt der Score beispielsweise 98, zahlen 98 von 100 Menschen mit denselben Merkmalen ihre Darlehen und Rechnungen zurück, während zwei Kreditnehmer ausfallen. In der Regel gilt ein Basis-Score über 97,5 als sehr gut. Neben dem Basisscore werden der Einzelperson auch Scores für spezielle Branchen wie Banken, Online-Handel oder Mobilfunk zugeordnet, da die Zahlungsmoral in unterschiedlichen Lebensbereichen durchaus variieren kann. Wer seinen SCHUFA-Score nicht negativ beeinflussen will, sollte Einträge in öffentliche Schuldnerverzeichnisse sowie gerichtliche Mahnbescheide von Schuldnern ebenso meiden wie eine Privatinsolvenz.  

Wie erhalte ich Auskunft und Bescheinigungen?

Jeder Bürger kann bei der SCHUFA eine kostenfreie Selbstauskunft nach Art. 15 DS-GVO Bundesdatenschutzgesetz anfordern. Auf der Website des Anbieters wird sie als „Datenkopie“ bezeichnet und dem Antragsteller nach Eingabe von Namen und Anschrift per Post zugesendet. Wer seinen Score jederzeit auch telefonisch abfragen will und automatische Informationen über Änderungen erhalten will, kann den kostenpflichtigen Service der SCHUFA ab 3,95€ monatlich abonnieren.

Was tun, wenn Einträge nicht stimmen?

Falsche Einträge bei Auskünften können daran schuld sein, dass ein dringender Kreditwunsch abgelehnt wird. Wer in seiner Datenkopie also unrichtige Angaben zur Person oder zu Geschäftsbeziehungen findet, sollte die SCHUFA unverzüglich auffordern, sie zu löschen. Generell gilt: Kreditinformationen dürfen 3 Jahre nach Tilgung gespeichert werden, Kreditanfragen müssen nach 12 Monaten wieder gelöscht werden. Wer ein Konto oder eine Kreditkarte gekündigt hat, kann unmittelbar danach auf das Löschen der Information bestehen. Nachweislich falsche Einträge muss die SCHUFA nach Aufforderung unverzüglich entfernen. Somit ist die regelmäßige Kontrolle der gespeicherten Daten ein wichtiger Schritt, um die eigenen Finanzen in den Griff zu bekommen.

3. Teure Darlehen umschulden

„Heute einkaufen, morgen zahlen“ – viele Händler und Kreditkartenanbieter machen es ihren Kunden leicht, Beträge auf Raten abzuzahlen. Die geringe monatliche Belastung ist jedoch nur scheinbar bequem, denn dahinter verstecken sich teure Darlehen mit hohen Zinsen. Die folgenden Kredite sollten Verbraucher lieber ablösen und umschulden:

  • Revolving Kreditkarten: Anders als bei der sogenannten Charge Card, bei der ein Saldo monatlich vollständig ausgeglichen wird, ermöglicht das Revolving Kreditkartenmodell eine Teilzahlung der geschuldeten Summe. In der Regel setzt der Kunde selbst fest, welche Rate er zahlen will: Hier liegt die Spanne zwischen 5 und 50 Prozent des aktuellen Kreditkartensaldo. Der Haken: Die effektiven Jahreszinsen einer Revolving-Kreditkarte liegen meist zwischen 10 und 20 Prozent. Günstiger kommen Kunden weg, die ihren Kreditkartensaldo monatlich ausgleichen und für nötige Finanzierungen einen Rahmen- oder Ratenkredit nutzen.
  • Dispo-Zinsen: Jedem passiert es dann und wann, dass sein Konto in die roten Zahlen rutscht – doch ständig im Disporahmen zu leben, kommt viele Bankkunden teuer zu stehen. Immerhin meldet die Stiftung Warentest, dass der durchschnittlich Dispozins deutscher Banken trotz niedrigem EZB-Leitzins noch immer bei 9,61 Prozent liegt. Wer seine Schulden in einen günstigen Rahmen- oder Ratenkredit verschiebt, die manche Banken bereits ab 1,5 Prozent Zinsen anbieten, kann jährlich wahrscheinlich eine dreistellige Summe einsparen.
  • Teure Altkredite: In den vergangenen Jahren hat sich die Zinslandschaft stark verändert - zu Ungunsten von Kunden mit langfristigen Altkrediten. Sie haben Verbraucherkredite und Baufinanzierungen vor Jahren zu wesentlich teureren Konditionen abgeschlossen und müssen trotz der niedrigen aktuellen Zinsen hohe Zinszahlungen leisten. Unter Umständen lassen sich hier mehrere Tausend Euro einsparen, wenn die Altschulden zu günstigen Neukonditionen umgeschuldet werden. Kunden, die in ihrem Darlehen allerdings keine Option auf kostenlose Soforttilgung haben, müssen allerdings eine mögliche Vorfälligkeitsentschädigung miteinkalkulieren. Strafgebühren und Vorfälligkeitsentschädigungen fallen weg, wenn der Kreditnehmer nach mindestens 10 Jahren von seinem Sonderkündigungsrecht nach §489 Abs. 1 Nr. 2 BGB Gebrauch macht.

Hinweis zum Umschulden: Die niedrigen Zins-Lockangebote mancher Banken sind nur bestimmten Kundengruppen und Konditionen vorbehalten. Wer einschätzen will, ob er durch Umschulden einsparen kann, braucht deshalb ein individuelles Angebot, zugeschnitten auf die finanzielle Situation und den gewünschten Zahlungsplan. Kreditkartenschulden, Dispo- und Verbraucherkredite lassen sich am einfachsten ablösen, wenn im neuen Raten- oder Rahmenkredit ein freier Verwendungszweck festgesetzt ist. Für die Umschuldung einer Baufinanzierung dagegen benötigt die neue Bank Informationen zur Immobilie, damit sie eine eigene Bewertung vornehmen kann.

4. Versicherungsportfolio checken

Unfälle, Diebstahl, Reiserücktritt – deutsche Verbraucher sind gern gegen alle Risiken des Lebens abgesichert. Allerdings bringen manche Policen im Vergleich zu ihren Kosten nicht den nötigen Nutzen und sollten daher aus dem Portfolio fliegen. Welche Versicherung ist zwingend nötig und welche nicht?

  • Haftpflicht-Versicherung: Die private Haftpflicht ist eine der wichtigsten Versicherungen, doch nicht jeder muss sie einzeln abschließen. Für Paare oder Familien mit Kindern bieten sich günstige Gemeinschaftstarife an. Auch Schäden durch eigene Haustiere wie Katzen oder Kleintiere deckt die private Haftpflicht mit ab. Hundehalter müssen für ihren Vierbeiner allerdings eine gesonderte Police abschließen.
  • Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung? Hier doppelt versichert zu sein, ist meist unnötig. In der Regel sollten Berufstätige der BU den Vorzug geben, denn nur eine von zehn Erwerbsunfähigkeiten ist die Folge eines Unfalls. Alle übrigen werden durch Krankheiten verursacht. Dennoch eignet sich eine Unfallversicherung für manche Extremsportler. Hier verlangt die BU zuweilen hohe Risikoprämien für gefährliche Hobbies. Wer sparen will, klammert diesen Schutz bei seiner BU aus und schließt zusätzlich eine Unfallversicherung ab.
  • Rechtsschutzversicherung: Hier sollten Versicherte berücksichtigen, dass es auf einigen juristischen Feldern auch günstigere Schutz-Varianten gibt. Gegen unberechtigte Schadensforderungen im Privaten schützt die Haftpflicht, bei Mietstreitigkeiten hilft die Mitgliedschaft im Mieterbund und im Arbeitsrecht unterstützt die Gewerkschaft ihre Mitglieder.
  • Handyversicherungen: Sie schließen meist eine Vielzahl an Schadensfällen aus und bieten im Vergleich zum Preis kaum Leistung. Hier kommt es günstiger, Reparaturen oder ein neues Gerät selbst zu bezahlen.

5. Bewusst einkaufen und sich im Supermarkt nicht treiben lassen

Nach Miete und Mobilitätskosten verursacht der Einkauf im Supermarkt in deutschen Haushalten den drittgrößten Kostenposten. Ergo: Wer hier klug agiert, kann viel einsparen. Diese Tipps zeigen, wie es geht:

  • Duftfallen widerstehen: Die frischen Brötchen beim Bäcker, die knusprigen Hähnchen vom Grillwagen – vor dem Supermarkt warten oft Angebote, die Sinnesreize provozieren. Discounter mit Backshops sollen sogar künstlichen Brotduft versprühen, um über die Nase zum Kauf zu animieren. Wer sich der kühlen Strategie bewusst wird, erliegt immer seltener Impulskäufen und freut sich lieber darauf, wie lecker es nach dem Einkauf beim Kochen und Backen aus der eigenen Küche duften wird.
  • Einkaufsliste erstellen: Wer ohne Plan einkaufen geht, ist von den zahlreichen Entscheidungsprozessen schnell erschöpft und erliegt leichter teuren Lockangeboten. Im Idealfall sollten deshalb alle Haushaltsmitglieder die nötigen Artikel in einer App auflisten und synchronisieren, sodass jeder, der gerade Zeit hat, sie beim nächsten Einkauf besorgen und abhaken kann.
  • Supermarkt-Choreografie durchbrechen: Viele Märkte positionieren die einfachen Grundnahrungsmittel so, dass Kunden auf der Suche nach ihnen automatisch Süßigkeiten und teure Fertigprodukte passieren müssen. Idealerweise kennt man den Grundriss genau und steuert nur die Regale an, die für den Einkaufszettel wichtig sind. Vor dem Regal selbst lohnt sich der Blick nach unten oder oben – denn in den unzugänglichen Zonen stellen Supermärkte bevorzugt die preiswerten Produkte auf.
  • Preise vergleichen: Händler sind bei jedem Artikel verpflichtet, neben dem Stück- oder Packungspreis auch den Kilo- bzw. 100-Gramm-Preis anzugeben. Diese Größe erleichtert im Laden den Preisvergleich zwischen Angeboten, Großpackungen und regulärer Ware.

6. Haushaltsbuch führen

Meist klappt es mit dem Sparen erst dann, wenn man weiß, wo die größten Kostenfresser sitzen. Doch wie lassen sie sich am leichtesten aufspüren?

Haushaltsbuch führen: Wie funktioniert das?

Ob als Excel-Tabelle oder in einer App – ein Haushaltsbuch, das akribisch alle Kosten und Einnahmen auflistet, bringt die nötige Transparenz. Nach dem Ablauf von drei Monaten sollte dann die Analyse der Kosten-Gruppen folgen: Miete, Energie, Mobilität, Telekommunikation, Versicherungen, Nahrungsmittel & Körperpflege, Bildung und Freizeit. Auf diese Weise lassen sich Kostenfresser schnell erkennen und so die eigenen Finanzen wieder in den Griff bekommen.

Tipp: Manch ein Girokonto verfügt über eine automatische Kategorisierung bzw. eine Hashtag-Funktion, mit der sich jede Ausgabe einer vordefinierten Kategorie zuordnen lässt. Dies vereinfacht die Ordnung der Ausgaben ungemein.

Wie viel ist normal?

Wer sich unsicher ist, wie er die Höhe seiner Ausgaben bewerten soll, kann sich an Durchschnittswerte halten. Die Mietkosten sollten laut Finanzexperten zum Beispiel nicht 30 Prozent des Nettoeinkommens übersteigen. Für Lebensmittel veranschlagen Fachleute rund 15 Prozent des monatlichen Einkommens. Wie viel für die Altersvorsorge übrigbleiben soll, hängt vom Alter ab. Berufsanfänger sollten hier 5 Prozent des Gehalts investieren, über 40-Jährige 10 Prozent. Weitere 10 Prozent sollte jeder als Ersparnisse zurücklegen, die mittelfristig bei Notfällen als Puffer dienen können. Eine sehr grobe Regel für die monatlichen Ausgaben lautet:

  • 50 Prozent für die nötigen Ausgaben
  • 30 Prozent für optionale Käufe und Freizeitgestaltung sowie
  • 20 Prozent für Rücklagen und Ersparnisse

7. Barreserve vorhalten

Die Waschmaschine ist kaputt, das Auto streikt oder der Hund braucht eine teure Hüft-OP? Manche Notfälle des Alltags dulden keinen Aufschub. Doch diese Fälle können noch teurer werden als ohnehin schon, wenn der Geschädigte aus Geldmangel einen teuren Kleinkredit aufnehmen muss. Daher gilt die Regel: Stets drei bis sechs Nettomonatsgehälter als Barreserve vorhalten! Bar heißt hier allerdings nicht in Scheinen unter der Matratze, sondern verweist lediglich auf einen Kontotyp, der täglich verfügbar ist. Idealerweise nutzt man dafür ein Tagesgeldkonto, das vom monatlichen Geldfluss abgekoppelt ist und deshalb auch psychologisch eine Notreserve darstellt.

8. Daueraufträge fürs Sparen einrichten

Wer Eigenkapital für eine Immobilie sammelt oder plant, Geld auf dem Kapitalmarkt anzulegen, sollte nicht warten, ob dafür am Monatsende noch etwas übrigbleibt. Besser richten Sparer zum Monatsbeginn einen Dauerauftrag ein, der fünf bis 10 Prozent ihres Einkommens auf ein gesondertes Tagesgeldkonto überweist. Für angehende Investoren bieten viele Banken ETF- und Aktiensparpläne an, die monatlich mit Beträgen ab 50€ abgeschlossen werden können.

Wichtig: Damit sich kleine Summen lohnen, sollte zusätzlich keine Kaufprovision anfallen und auch die Fonds-Management-Gebühren sollten bei ETFs sehr niedrig ausfallen.

9. Bar zahlen

Es klingt zwar anachronistisch, doch Bargeld kann bei der Finanzplanung helfen, indem es das realistische Gefühl für Geld stärkt. Setzt man sich zum Beispiel ein monatliches Budget für Lebensmittel fest, kann es helfen, den Betrag im Portemonnaie zu tragen. So spürt der Besitzer physisch, wie viel Geld ihm gegen Monatsmitte und -ende noch bleibt und passt seine Ausgaben besser daran an. Auch teure Anschaffungen wie Schuhe und Möbel werden für den Käufer besser erlebbar, wenn er sie mit großen Scheinen bezahlt anstatt mit der Bankkarte.

Fazit: Mit dem richtigen Vorgehen die Finanzen in den Griff bekommen

Manche Menschen klagen, dass ihnen am Ende des Geldes noch viel zu viel Monat übrigbleibt. Doch eben diese Kandidaten weigern sich oft standhaft, ihre finanzielle Situation einmal gründlich zu analysieren. Wer sich traut, mit einem Haushaltsbuch die größten Kostenposten zu identifizieren, und dann pragmatische Strategien verfolgt, kann sein Finanzchaos mittelfristig in entspannte Ordnung verwandeln. Sparen heißt dann nicht nur Verzicht, sondern bringt ein großes Plus an Lebensqualität.

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