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Des Kaisers neue Wege: Staufer-Runde in Baden-Württemberg

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Anders als der Name vermuten lässt, ist die Spielburg ein riesiger Felsbrocken. Ehemals Teil des Gipfels brach er ab und rutschte den Hohenstaufen hinab. Um den Felsen herum liegt heute ein Naturschutzgebiet. © djd/Tourismus Marketing Baden-Württemberg/Gregor Lengler

Des Kaisers neue Wege: Staufer-Runde in Baden-Württemberg

(djd-p). Gipfel erobern, Täler durchschreiten: Eine Wanderung entlang der Staufer-Runde folgt auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg den Spuren des historischen Adelsgeschlechts.

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Herzlich willkommen in der Welt der Staufer, dessen wichtigster Spross – Kaiser Barbarossa – dieses Jahr seinen 900. Geburtstag feiert. Die Staufer waren das mächtige Adelsgeschlecht, das in kurzer Zeit Mitte des 12. Jahrhunderts den Gipfel der Macht in Europa erklomm und mehrere römisch-deutsche Kaiser stellte und das 100 Jahre später wieder von der Weltbühne verschwand. Auf der Schwäbischen Alb liegt sein Ursprung. Bei einer Wanderung auf der elf Kilometer langen Staufer-Runde kann man daher nicht nur die Kulturlandschaft der Alb genießen, sondern auch eine spannende Zeitreise unternehmen.

 

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Vor allem zwei Familienmitglieder der Staufer sind heute im Gedächtnis. Friedrich I. wurde als Kaiser Barbarossa weltberühmt und ist sagenumwoben: Von einem Kreuzzug fern der Heimat kehrte er nicht mehr zurück. Bis heute rätselt man, wo er begraben liegt. Zu Lebzeiten dehnte Barbarossa den Machtbereich der Staufer weit aus. Sein Enkel, der hochgebildete Friedrich II., regierte über ein Reich, das sich von Süditalien bis nach Dänemark erstreckte. Die Adelsleute prägten das damalige Europa entscheidend mit, sie gründeten Universitäten und Städte, schufen ein neues Rechtssystem und förderten die höfische Kultur. Der Tod von Friedrich II. 1250 markiert aber auch den Anfang vom durch Unruhen und Kämpfe geprägten Ende der Dynastie. Im eindrucksvollen Kloster Lorch kann man sich die Abenteuer der Staufer bildhaft vergegenwärtigen. Auch die 15 Löwenpfade in der Region ermöglichen es Wanderern, das Stauferland kennenzulernen. Das Zeichen dieser Pfade, ein Löwenkopf mit grüner Mähne auf weißem Quadrat, begegnet einem auch am Fuß der Spielburg.

 

Ein Naturparadies am Hohenstaufen

Anders als der Name vermuten lässt, ist die Spielburg ein riesiger Felsbrocken. Ehemals Teil des Gipfels brach er ab und rutschte den Hohenstaufen hinab. Um den Felsen herum liegt heute ein Naturschutzgebiet. Lilafarbener Salbei und Kornblumen tüpfeln die Wiesen. Knorrige Bäume spenden Schatten und die Luft sirrt vor Insekten. Auf einer Bank kann man beim Ausblick auf Göppingen Kraft für den Aufstieg auf den Hohenstaufen sammeln. Der Weg ist abwechslungsreich: Mal verläuft er flach und parallel zum Berg, mal schlängelt er sich steil hinauf. Unterwegs wird es stiller, kühler, grüner. Auf der Lichtung am Gipfel jedoch ist was los: Eine Wandergruppe steht an einer fast drei Meter hohen Stauferstele aus Marmor, die es mittlerweile an vielen Stauferorten gibt. Vor den Ruinen der Stauferburg gibt sich ein Paar das Ja-Wort und vom Gasthaus „himmel & erde“ weht Maultaschenduft herüber. Etwas abseits genießt man den Ausblick auf die beiden anderen Kaiserberge Rechberg und Stuifen. Sie sind, wie der Hohenstaufen, Zeugenberge der Schwäbischen Alb. So nennt man durch Erosion abgetrennte Teile eines Gebirges. Aber auch der wörtliche Sinn passt. Wurden diese drei Berge doch Zeugen einer Geschichte, die bis heute fasziniert.

Mehr Informationen zur Staufer-Runde gibt es hier:

https://www.loewenpfade.de/start/loewenpfade/staufer-runde.html 

Lust auf weitere Zeitreisen zu Fuß oder auf dem Rad in Baden-Württemberg? Hier gibt es Inspiration: https://www.tourismus-bw.de/presse/zeitreisen-im-sueden/wege-zur-geschichte 

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