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Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem externen Autor Frederick Tasch

Amateurfußball 2021 – Wie könnte die restliche Saison ablaufen?

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Keine Spur von Theodor im Fußballtor. Die Meisterschaften in den Amateurligen wurden in den meisten Teilen des Landes mittlerweile annulliert. © FelixMittermeier CCO Public Domain

Bewegung ist wichtig für unsere körperliche Gesundheit und unseren seelischen Zustand. Das ist auch den tausenden von Amateurfußballern Deutschlands bekannt, die Woche für Woche auf einem der Bolzplätze der Republik versuchen, das runde Leder ins gegnerische Tor zu befördern und dadurch einen Ausstoß an glücklich machenden Endorphinen auszulösen. Wegen der nicht absehbaren Lockerungen der Corona-Pandemie steht die Saison jetzt allerdings vielerorts vor dem Abbruch und viele Fragen sich: Wie geht es nun weiter?

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Der Neid auf den Profifußball

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Viele Amateure blicken in diesen Tagen neidisch auf die Profis. Dieses Mal aber nicht, weil diese versierter im Umgang mit Ball und Gegner sind als sie selbst und viel Geld dafür bekommen, dass sie ihrem Hobby nachgehen dürfen. Sondern vielmehr deshalb, weil sie zumindest ihrer geliebten Tätigkeit nachgehen dürfen, während der gemeine Amateurfußballer zum Trainingsstillstand verurteilt ist und sich höchstens im eigenen Garten oder im Wohnzimmer fit halten kann.

Goalies, die sonst am Wochenende ihren Kasten freihalten, blicken sehnsüchtig auf ihre Torwarthandschuhe. Viele werden wohl ob des fehlenden Trainings und der verstärkten Kohlenhydrate-Zufuhr in den letzten Monaten bei der Rückkehr in den Strafraum ein wenig niedriger und langsamer fliegen als zu ihren Spitzenzeiten.

Die Zeit kann jedoch zumindest dafür genutzt werden, um sich bei einem Online-Shop wie beispielsweise 11Teamsports mit geeigneter Trainingskleidung einzudecken, denn die ist zum aktuellen Zeitpunkt besonders günstig erhältlich.

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Viele Verbände haben bereits aufgegeben

Auch wenn diese Beschreibung so manchen eventuell erheitert: Das Lachen ist den meisten Amateuren längst vergangen. Denn der Saisonabbruch ist in vielen Landesverbänden bereits beschlossene Sache. Viele Meisterschaften in Deutschland wurden bereits offiziell abgebrochen und annulliert. Das passierte bei den meisten davon wenige Tage nach der Bund- und Länderkonferenz am 22. März.

Bereits vor der Konferenz haben der HFV (Hamburger Fußball-Verband), der SHFV (Schleswig-Holsteinischer Fußball-Verband) und der FSA (Fußball-Verband Sachsen-Anhalt) beschlossen, die Meisterschaft zu beenden. Nach dem Meeting zogen auch der FLB (Fußball-Landesverband Brandenburg), der NFV (Niedersächsischer Fußball-Verband), der FVR (Fußball-Verband Rheinland), der SWFV (Südwestdeutscher Fußball-Verband) und der SFV (Saarländischer Fußball-Verband) nach.

Für die Meisterschaften gibt es innerhalb dieser Verbände keine Hoffnung mehr. Ein Teil der Verbände bemüht sich allerdings immerhin noch um die Ausrichtung der Pokalspiele. Die Chancen zur Durchführung liegen allerdings laut Experten bei maximal zehn Prozent.

 

Der BFV und der WFV haben lange überlegt

Der Württembergische Fußballverband (WFV) hat sich mit seiner Entscheidung zwar bis nach Ostern Zeit gelassen, doch schließlich danach auch beschlossen, dass die laufende Spielzeit in den Amateurligen in Württemberg nicht fortgesetzt wird. Die Folge davon ist, dass es bis zur Verbandsliga-Ebene keine Aufsteiger und Absteiger geben wird. Das bedeutet, die neue Saison 2021/22 wird mit demselben Feld an Teilnehmern gestartet wie die aktuelle Meisterschaft.

Ursprünglich wollte der WFV den Spielbetrieb am 9. Mai wieder aufnehmen. Doch Präsident Matthias Schöck teilte letzten Endes in einer Verbandsmitteilung mit, dass zwar bis zuletzt gehofft, nun aber doch diese bittere Entscheidung getroffen werden musste. Der Verband konzentriert sich derweil auf strukturelle Reformen und stellt mit dem Modell „1-4-12“ die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Amateurfußballs in Württemberg.

Auch der Badische Fußballverband (BFV) teilte mittlerweile mit, dass die seit Ende Oktober unterbrochenen Spielzeiten in den Ligen des Badischen Fußballverbandes annulliert werden und es keine Auf- und Absteiger geben wird. Betroffen davon sind neben den Herren auch die Damen und die Jugend von der Verbandsliga abwärts.

BFV-Präsident Ronny Zimmermann hat bis zuletzt auf eine Besserung der Infektionslage gehofft, nun sei aber der Punkt erreicht, an dem das nicht mehr zumutbar ist.

Die wirtschaftlichen Folgen für die Vereine in der Region sind aus heutiger Sicht noch nicht vollständig absehbar. Unklar ist die Situation darüber hinaus weiterhin in der Regionalliga Südwest. Denn während der Spielbetrieb in dieser Liga fortgesetzt wird, wird in den Oberligen nicht gespielt. Die Aufstiegs- und Abstiegsfrage ist jedoch ungeklärt und so ist mit einer Klagswelle der betroffenen Vereine und darauffolgend langfristigen juristischen Auseinandersetzungen zu rechnen. Viele Fragen sich: Wo bleibt denn da noch der Spaß?

 

In Bayern ist der Abbruch noch nicht offiziell

Der Verbandsvorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) geht mittlerweile auch davon aus, dass die aktuell unterbrochene Spielzeit in den meisten bayerischen Amateurfußballligen nicht mehr beendet werden kann.

Der im Präsidium für den Spielbetrieb zuständige BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher betont jedoch, dass die Frage des Abbruchs gemeinsam mit den betroffenen Vereinen entschieden werden muss. Der ursprünglich verabschiedete Vier-Punkte-Plan, mit dem das Training Anfang Mai wieder aufgenommen und die Saison bis zum 30. Juni beendet werden sollte, ist mittlerweile jedenfalls obsolet.

Auch in Bayern ist deshalb jederzeit mit der offiziellen Bekanntgabe des Spielabbruchs zu rechnen.

 

Konzentration auf die neue Saison

Die Frage für die Vereine lautet in den meisten Fällen nicht mehr, ob die aktuelle Saison noch fortgesetzt wird, sondern vielmehr, wie es nächste Saison weitergeht. Aufgrund der Unberechenbarkeit des Corona-Virus mit seinen ständig neuen Mutationen sind Experten mit entsprechenden Prognosen mittlerweile sehr vorsichtig geworden. Seitens der Verbände gibt es jedenfalls noch keine offiziellen Statements zu diesem Thema.

Die Hoffnung lebt jedenfalls, dass schon im Herbst nach einer hoffentlich erfolgreichen Europameisterschaft der deutschen Fußballnationalmannschaft die Euphorie auch auf die Amateurplätze des Landes zurückkehrt.

Denn laut Statistica.com geben über 14 Millionen Menschen ab 14 Jahren hierzulande an, zumindest ab und zu dem runden Leder hinterherzujagen. Fußball bewegt die Massen in Deutschland und in einem Land mit dermaßen großer Begeisterung für diesen Sport werden die Landesverbände wohl alles daransetzen, ihren Mitgliedern die Ausübung ihres geliebten Sports wieder zu ermöglichen.

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