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Rezepte ohne Backen

So kommen Plätzchen blitzschnell auf den Tisch

Weihnachten kommt immer irgendwie überraschend. Jetzt bloß nicht stressen lassen! Hier kommen ein paar schnelle Ideen nach dem Motto: «Kleiner Aufwand, große Wirkung».

Von 
Claudia Wittke-Gaida
Lesedauer: 
© Christin Klose

München/Düsseldorf. Sie sind am Backofen nicht gerade ein Küchenwunder? Aber so eine gemeinsame Zuckerbäckerei mit Freunden und Familie wäre trotzdem ganz cool? Dann versuchen Sie es doch mal mit ein bisschen Schummelei. Sie haben zwei Möglichkeiten:

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  1. Sie sparen sich das Backen. Es gibt es Teige, die gar keine richtigen Teige sind und einem so das Backen ersparen.
  2. Sie sparen sich die Teigzubereitung. Und greifen zu einem Fertigteig aus dem Supermarktregal.

Beginnen wir mit Nummer 1. Food-Bloggerin Kathrin Runge hat auf ihrem Blog «Backen macht glücklich» drei Rezepte, die das Backen überflüssig machen und trotzdem Spaß machen.

3 Rezepte für Plätzchen ohne Backen

1. Rezept für Kokosmakronen (vegan)

Nach einem Rezept von Kathrin Runge:

1. 300 g Kokosflocken in einer Küchenmaschine oder einem Küchenhäcksler noch mal feiner mahlen.

2. 170 g Kokosöl schmelzen und zusammen mit einem flüssigen Süßungsmittel wie Honig, Reissirup oder Agavendicksaft nach und nach zu den Kokosflocken geben und alles einige Minuten sehr gut mixen. Optional können noch gemahlene Vanille oder abgeriebene Zitronenschale mit in die Masse.

3. Aus der lauwarmen Masse mit angefeuchteten Händen Kugeln formen. Makronen kühlstellen. Nach Belieben den unteren Teil in Kuvertüre tauchen.

Übrigens: Kathrin Runge nennt das Ergebnis nur in der Weihnachtszeit Kokosmakronen. Unterm Jahr serviert sie die Makronen als Kokospralinen oder mit einer Mandel in der Mitte als selbstgemachte Raffaello.

© Catherine Waibel

2. Rezept für blitzschnelle Marzipankartoffeln

1. 200 g Marzipanrohmasse in kleine Stückchen schneiden und evtl. leicht erwärmen, damit sie schön weich ist.

2. 70 g gesiebten Puderzucker und 1 TL Vanillepaste dazugeben. Alles mit der Hand oder zunächst mit einem Küchenhäcksler zu einer glatten Masse verkneten. Daraus drei Rollen machen und diese in jeweils ca. 5 Stückchen schneiden und mit den Händen zu Kugeln formen.

3. 1 EL Backkakao und evtl. 1 EL Zimtzucker in einer Dose mischen. Jeweils einige Marzipankartoffeln hineingeben und mit Deckel auf der Dose leicht schütteln.

4. Die fertigen Marzipankartoffeln auf ein Sieb geben und den überschüssigen Kakao vorsichtig durch Rüttelbewegungen absieben.

3. Rezept für Baileys-Kugeln

1. 300 g weiße oder dunkle Kuvertüre klein hacken und im heißen Wasserbad mit 70 g Butter schmelzen.

2. 200 g Löffelbiskuit zu feinen Bröseln mahlen - entweder mit einem Küchenhäcksler oder in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz darüberfahren.

3. Biskuit zur Schokolade geben und mit 120 g Baileys-Likör vermischen. Die Masse mindestens eine Stunde abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

4. Mit einem Löffel kleine Portionen abnehmen und mit den Händen zu Kugeln formen. Die Baileys-Kugeln nach Belieben in Kakao, Kokosraspeln, Mandeln oder Krokant wälzen. Konfekt im Kühlschrank aufbewahren.

7 Tipps zum Plätzchen backen mit Fertigteigen

Es gibt noch eine andere Möglichkeit zu schummeln. Mit praktischen Helfern von der Rolle, die sich Fertigteig nennen. Das spart die Teigzubereitung - also ganz ohne Teig anrühren oder kneten.

© Catherine Waibel

1. Welche Fertigteige gibt es?

Neben dem üblichen Pizza-, Kloß- oder Flammkuchenteig gibt es in der Kühltheke auch Teige, die sich für die süße Bäckerei eignen, wie Hefe-, Strudel- oder Blätterteig. Aber zum Plätzchen backen kommt eigentlich nur Mürbeteig aus dem Kühlregal in Frage.

2. Wo gibt es fertigen Mürbeteig zu kaufen?

Zugegeben die Auswahl ist das Jahr über etwas übersichtlich und nicht in jedem Kühlregal von Supermärkten oder Discountern vertreten. Die Stangen mit der Aufschrift «Frischer Mürbteig» oder «Mürbeteig» sind rar oder vermehrt erst ab Mitte/Ende Oktober Richtung Adventszeit im Handel erhältlich.

3. Wann gibt es fertigen Plätzchenteig zu kaufen?

Spezieller «Plätzchenteig» kommt erst als Saisonware ca. Ende Oktober in die Kühlregale - je nach dem wie der Handel sie gelistet hat. Darunter gibt es Plätzchenteig quasi von der Stange.

Die Rollen muss man dann einfach nur in etwa 0,7 bis 1 cm dicke Scheibchen schneiden. Dabei entpuppen sich in der Mitte Schokospiralen, Himbeerherzchen, Sternchen oder Kreuzchen.

Allerdings bis Weihnachten sollte man mit dem Kauf nicht warten - meist sind 14 Tage vor dem Fest nur noch Restbestände erhältlich.

Auch ein Lieferdienst für Tiefkühlkost hat ab Herbst tiefgefrorene Buttermürbeteig-Stangen zum Selberbacken im Angebot. In einer Packung sind 6 Stangen mit verschiedenen Motiven, wie Schwarz-Weiß-Gebäck oder Linzer Stern.

© Christin Klose

4. Was muss man noch mit dem Plätzchenteig machen?

Die Teigblöcke aus der Kühltheke sollten 45 Minuten bei Zimmertemperatur temperieren. Dann können die Stangen fix in Keksscheiben geschnitten oder als Plätzchen ausgerollt und dann in den Backofen geschoben werden.

5. Wie lange dauert das Backen?

Meist zwischen 9 und 11 Minuten, auch abhängig vom Gerätehersteller. Gefrostete Stangen aus dem Gefrierfach benötigen ca. 12 Minuten im Backofen.

6. Wie gut ist fertiger Plätzchenteig?

«Die backfertigen Rollen oder Platten enthalten im Gegensatz zu selbst hergestelltem Teig häufig viele hochverarbeitete Zutaten und Zusatzstoffe», bemängelt die Verbraucherzentrale NRW und erklärt auch den Hintergrund: Emulgatoren, Feuchthalte- und Antioxidationsmittel etwa dienen dazu, Fertigteige zu binden und fester sowie länger haltbar zu machen.

© Christin Klose

7. Was sagen Verbraucherschützer zu den Inhaltsstoffen?

Zutaten wie Eier und Zucker werden laut Verbraucherschützer oft durch industriell hergestelltes Volleipulver und einen Mix aus Süßungsmitteln ersetzt.

Die Verwendung von Zuckerarten wie Laktose, Glukosesirup, Haushaltszucker oder Fruktose ist verwirrend für Verbraucher, da diese Zutaten nicht eindeutig als Süßungsmittel und Dickmacher erkennbar sind.

Auch Vanille aus der Schote findet sich kaum in den Rezepturen. Stattdessen werden häufig Aromen - zum Beispiel aus pflanzlichen Rohstoffen wie Holz - oder auch künstliche Aromastoffe eingesetzt.

Auch der Anteil an Schokolade, Kakao und Nüssen ist bei den Teigen zum Abbacken ebenfalls eher gering, so die Verbraucherzentrale NRW.

Gibt es eine gute Alternative für Last-Minute-Bäcker?

Als schnelle Kekse von der eigenen Rolle schlagen die Innungsbäcker Hirschknöpfe vor. Dafür braucht es:

500 g Mehl

300 g Butter

200 g Zucker

1 Ei

2 Pck. Vanillezucker

1 gestr. TL Backpulver

Die Zutaten werden zu einem Teig geknetet und in kleine Rollen von 2 cm Durchmesser geformt.

Die Rollen werden dann in der Mischung aus

2 TL Zimt

2 TL Kakao

2 TL Zucker

2 TL Semmelmehl

gewälzt und anschließend für eine Stunde im Kühlschrank kaltgestellt.

Dann nur noch Rollen in fünf Millimeter dicke Scheiben schneiden, jeweils mit einer Mandel belegen und bei 175 Grad etwa 10 Minuten goldgelb backen.

Blog Backen macht glücklich von Kathrin Runge

Deutsche Innungsbäcker mit Rezepten für die Adventszeit

© dpa-infocom, dpa:211123-99-113287/15

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