Spanien - Steigerungsraten verlangsamen sich allmählich Zahl der Toten geht zurück

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dpa
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Noch immer am Limit der Kapazität: Kliniken in Madrid. © dpa

Madrid. Im schwer von der Corona-Pandemie betroffenen Spanien ist erstmals nach langer Zeit die Zahl der neuen Todesfälle zurückgegangen. Man habe in den vergangenen 24 Stunden 812 neue Todesopfer unter den Infizierten registriert, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid am Montag mit. Das sind 26 weniger als am Sonntag. Spanien hatte damit allerdings bereits am dritten Tag in Folge mehr als 800 Tote zu beklagen. Die Gesamtzahl der Todesopfer kletterte auf über 7300.

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Mit inzwischen insgesamt mehr als 85 000 nachgewiesenen Infektionen verdrängte Spanien außerdem China vom dritten Platz hinter den USA und Italien. Es gab am Montag gut 6000 Neuinfektionen. Unter denjenigen, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt haben, sind den Angaben zufolge schon weit über 12 000 Ärzte, Sanitäter und Pfleger – fast 15 Prozent aller Fälle.

Verbote verschärft

Die Anstiegsrate von 8,1 Prozent bei den Neuinfektionen war aber die niedrigste seit Beginn des Ausgangsverbots am 15. März. „Schon seit dem 25. März beobachten wir hier eine Umkehr der Tendenz“, sagte die Sprecherin der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), María José Sierra. Man dürfe aber nicht nachlassen. Sorgen mache weiterhin der drohende Kollaps der Intensivstationen. Zur schnelleren Eindämmung der Krise beschloss die linke Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez eine Verschärfung des noch bis zum 11. April geltenden Ausgangsverbots. Gemäß der Anordnung müssen alle Arbeitnehmer, die in nicht wesentlichen Sektoren tätig sind, ab Dienstag zu Hause bleiben. Betroffen sind vor allem der Bausektor und weite Teile der Industrie. 

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