DAK-Report - Einweisungen wegen Depressionen gestiegen Weniger OPs bei Kindern

Von 
dpa
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Stuttgart/Bielefeld. Wegen der Corona-Auflagen, der Angst vor Ansteckungen und durch die eingeschränkte medizinische Versorgung sind laut einer Studie im Lockdown im Frühjahr etliche Operationen und Behandlungen bei Kindern und Jugendlichen verschoben worden. Besonders starke Rückgänge gab es im vergangenen März und April bei den Behandlungen von Infektionen, Augen- und Ohrenerkrankungen sowie Atemwegserkrankungen, wie aus dem Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit hervorgeht, der der dpa vorliegt. Stationäre Einweisungen wegen Depressionen hingegen nahmen deutlich zu.

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In einigen Bereichen wie bei den Infektionskrankheiten und Stürzen dürfte die Entwicklung an den Kontaktbeschränkungen liegen. Denn wer den Tag zu Hause verbringt und Abstand hält, der steckt sich weniger an und knickt auch seltener um. Mediziner erwarteten dennoch einen Anstieg von schweren Verläufen bei chronischen Erkrankungen von Kindern. Siegfried Euerle, Landeschef der DAK-Gesundheit in Baden-Württemberg, spricht von einer „Gefahr von Folgeschäden“. Laut DAK-Report fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast jede zweite Operation von Kindern und Jugendlichen aus (minus rund 46 Prozent). 

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