Plastikmüll - Deutschland strebt globalen Deal an Vorstoß für Abkommen

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dpa
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Nairobi/Berlin. Im Kampf gegen Plastikmüll will sich Deutschland für ein globales Abkommen stark machen. Noch im dritten Quartal dieses Jahres werde es zur Vorbereitung für einen solchen Deal eine von Deutschland, Ghana und Ecuador ausgerichtete hochrangige Ministerkonferenz geben, kündigte am Dienstag die deutsche Botschafterin in Nairobi, Annett Günther, im Rahmen der UN-Umweltversammlung UNEA an. Im Laufe der digitalen Konferenz, die am Montag begonnen hatte, hätten mehrere Staaten Zustimmung zu einem verbindlichen globalen Plastik-Abkommen signalisiert, sagte sie. In der kommenden Woche werde es eine Diskussion zur Vorbereitung der Konferenz auf Ministerebene geben.

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„Die Vermüllung der Meere mit Plastik hat ein gefährliches Ausmaß angenommen“, sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). „Abgestimmtes, globales Handeln ist dringend erforderlich.“ Zuvor hatte auch der Präsident der UN-Umweltversammlung, Norwegens Umweltminister Sveinung Rotevatn, gesagt, es entwickele sich eine starke Dynamik für ein globales Plastik-Abkommen. Viele Länder würden inzwischen eine verbindliche Vereinbarung zur Reduzierung von Plastikmüll fordern. dpa