Ungeklärte Frage

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jp
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Es ist schwer vorstellbar, dass das Jordantal, dieser friedlich wirkende Landstrich, der sich im Westjordanland am Fluss Jordan vom See Genezareth zum Toten Meer hinunter zieht, zum zentralen Wahlkampfthema geworden ist. 65 000 Palästinenser und 11 000 Siedler leben dort unter israelischer Militärverwaltung.

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Wem gehört das Land? Diese Frage ist im Jordantal ebenso umkämpft wie kompliziert. Die Antwort hängt hier immer auch davon ab, ob man sich auf israelisches Recht oder auf internationales Recht beruft.

Erst illegal, dann legal

Nach israelischem Recht sind viele der Siedlungen im Westjordanland legal. Die sogenannten Außenposten sind illegal, doch viele mittlerweile legalisierte Siedlungen haben einst als illegale Außenposten angefangen. Die internationale Staatengemeinschaft sieht in den Siedlungen im Westjordanland einen Verstoß gegen internationales Recht. Eine Besonderheit an dem Weideland vor Al-Auja ist, dass es auf die Waqf eingetragen ist, eine islamische Stiftung, die die heiligen Stätten in Jerusalem verwaltet, aber auch Land im Jordantal besitzt. Auch der beschriebene Außenposten von Omer Atidia steht zu großen Teilen auf Waqf-Gelände, andere Teile seiner Farm sind Privatbesitz von Palästinensern. jp

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