CDU-Parteivorsitz - Vereinigung legt sich auf Kandidaten fest Starkes Votum für Merz

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dpa
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Berlin. Als erste Bundesvereinigung der CDU hat sich der Wirtschaftsflügel im Rennen um den künftigen Parteivorsitz aus der Deckung gewagt: Das Präsidium der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) nominierte Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz als Kandidaten. Merz sei „genau der Richtige“, um die dringend notwendige Neuausrichtung in der CDU voranzutreiben, erklärte die MIT am Montag. Mit der Wahl von Merz zum Parteivorsitzenden würde die CDU mit ihren Inhalten wieder „klarer erkennbar und unterscheidbarer“ von den politischen Mitbewerbern werden, so die MIT: „Mit seinen ordnungspolitischen Grundüberzeugungen, mit seinem überzeugten Kurs zu Fragen der inneren Sicherheit, Migration und Integration, seinem außenpolitischen Horizont und seiner klaren Sprache ist Friedrich Merz der aus Sicht der MIT am besten geeignete Kandidat.“

Der CDU-Wirtschaftsflügel sieht Friedrich Merz als CDU-Vorsitzenden. © dpa
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Der künftige neue CDU-Vorsitzende muss sich unterdessen nach der Entscheidung auf dem Sonderparteitag Ende April wenige Monate später erneut zur Wahl stellen – auf dem turnusgemäßen Parteitag Anfang Dezember. Das wurde am Montagabend nach Beratungen der drei Bewerber Armin Laschet, Merz und Norbert Röttgen mit der aktuellen Parteispitze in Berlin bekannt.

Die Kandidaten sollen sich bis zum Sonderparteitag in mehreren Formaten den Fragen von Parteimitgliedern stellen. Geplant sind ein „CDU live“-Talk mit den Kandidaten und zwei zentrale „digitale Townhalls“ mit allen drei Bewerbern. Zudem soll es „Kandidaten-Fragebögen“ geben, bei denen Mitglieder ihre Fragen schriftlich stellen könnten. Gemeinsame Auftritte vor Landesverbänden seien nicht geplant. dpa