Braunkohle

RWE: Abbaggern in Lützerath ab März oder April

Zwei Klimaaktivisten harren noch in einem Tunnel aus, doch bald soll der Tagebau beginnen - laut RWE schon in den kommenden Monaten.

Von 
dpa
Lesedauer: 
Blick auf das Tagebaugebiet bei Lützerath - der Energiekonzern RWE will die darunter liegende Kohle abbaggern. © Thomas Banneyer

Erkelenz. Der Energiekonzern RWE geht davon aus, dass der Abriss des Braunkohleorts Lützerath schon bald abgeschlossen sein wird. Man erwarte, dass der Rückbau noch acht bis zehn Tage dauere, sagte ein Firmensprecher der «Rheinischen Post». «Im März oder April könnte der Tagebau dann das frühere Dorf erreichen und abbaggern.» Bis zum Ende des Rückbaus wolle die Polizei vor Ort bleiben.

Lützerath ist seit Tagen von der Polizei abgeriegelt und mit einem doppelten Zaun umgeben. Die Gebäude der kleinen Siedlung auf dem Gebiet der Stadt Erkelenz westlich von Köln werden derzeit abgerissen, um RWE zu ermöglichen, die darunter liegende Kohle abzubaggern. Klimaaktivisten hatten das verlassene Dorf besetzt.

Gestern Abend teilte die Polizei mit, das Dorf mit Ausnahme von zwei Aktivisten in einem Tunnel geräumt zu haben. «Es besteht Kontakt zu den Personen, die jedoch jegliche Rettungsversuche ablehnen», sagte der RWE-Sprecher. RWE lade eine Autobatterie regelmäßig auf, die die Aktivisten für die Lüftungsanlage des Schachts benutzten, und leite Sauerstoff hinein.

© dpa-infocom, dpa:230116-99-231896/4

Mehr zum Thema

Räumung für Kohleabbau Tunnel bereiten Polizei in Lützerath Probleme

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Gewaltvorwürfe Bundesregierung kritisiert Gewalt in Lützerath

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Demonstrationen Von «Hambi» zu «Lützi»: Konflikt um Symbol der Klimabewegung

Veröffentlicht
Mehr erfahren