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Wirtschaft - Mehr Handel mit China und Indien

Russland sucht sich neue Partner

Von 
dpa
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Moskau. Angesichts weitreichender westlicher Sanktionen will Russland seine Wirtschaftsbeziehungen mit großen Schwellenländern ausbauen. „Das Volumen der Lieferungen von russischem Öl nach China und Indien nimmt merklich zu“, sagte Kremlchef Wladimir Putin am Mittwoch in seinem Video-Grußwort zum Brics-Wirtschaftsforum. Bei dem Gipfel sollen ab Donnerstag neben Russland, China und Indien auch Brasilien und Südafrika vertreten sein. Putins Aussagen zufolge laufen zudem Verhandlungen über die Eröffnung indischer Geschäftsketten sowie über einen höheren Anteil chinesischer Autos und Technologie auf dem russischen Markt.

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Einmal mehr kritisierte Putin auch die westlichen Sanktionen, die als Reaktion auf Russlands Angriffskrieg verhängt worden waren. „All das widerspricht dem gesunden Menschenverstand und elementarer wirtschaftlicher Logik, schadet den Interessen der Wirtschaft auf globaler Ebene und wirkt sich negativ auf das Wohlergehen der Bevölkerungen aller Länder aus“, sagte er. Bereits in der Vergangenheit hat der Kremlchef immer wieder betont, dass die Russland die Wirkung westlicher Strafmaßnahmen abfedern könne, indem es sich auf andere Handelspartner konzentriere.

Kritik von Xi Jinping

Xi Jinping, hier eine Aufnahme von Ende Mai dieses Jahres.

Chinas Präsident Xi Jinping hat unterdessen vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs zur Wiederherstellung des Friedens aufgerufen. „Die Geschichte hat gezeigt, dass Hegemonie, Gruppenpolitik und Blockkonfrontationen weder Frieden noch Stabilität bringen, sondern Krieg und Konflikte“, sagte Xi Jinping zur Eröffnung des Brics-Wirtschaftsforums in einer per Video-Rede.

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Der Ukraine-Konflikt habe erneut einen „Alarm für die Menschheit“ ausgelöst. Zwar nannte Xi Jinping den Westen und die Nato nicht namentlich, kritisierte sie jedoch indirekt: Staaten würden in Not geraten, „wenn sie blindes Vertrauen in ihre Stärke setzen, Militärbündnisse erweitern und ihre eigene Sicherheit auf Kosten anderer suchen“. Die internationale Gemeinschaft müsse sich gemeinsam Hegemonie und Machtpolitik widersetzen. 

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