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 CDU: Ministerpräsident tröstet Parteifreunde in Ludwigshafen Roland Koch, Mutmacher in der Krise

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Ludwigshafen. Ein Christdemokrat hat natürlich auch in der Megakrise Gottvertrauen. Hessens Ministerpräsident Roland Koch, von seinen Parteifreunden als "einer der letzten Ordnungspolitiker" vorgestellt, will dem Publikum bei der CDU-Veranstaltung im BASF-Gesellschaftshaus Mut zusprechen. "Auch diese Krise geht vorbei, und wir Deutschen werden gestärkt aus ihr herausgehen", beruhigt Koch und nennt als Beispiel die Automobilindustrie. "Jeden Monat werden weltweit weniger Autos produziert, aber jeden Monat steigt auch der deutsche Anteil", erklärt der Ministerpräsident.

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Die Zukunftsaussichten für Produkte "Made in Germany" mögen vielleicht wirklich prächtig sein, gegenwärtig plagt sich Koch aber mit dem Fall Opel herum. Ein Spagat ohne Ende. Die Vorschläge mancher Parteifreunde, Opel in die Insolvenz gehen zu lassen, nerven ihn. "Opel hat nur Schulden bei den Zulieferern und Forderungen an die Zentrale in Detroit." Natürlich liest er gerne die "FAZ"-Artikel, die ihm raten, die Finger von Opel zu lassen. Aber als Ministerpräsident kann Koch es nicht einfach zulassen, dass die Arbeitsplätze verloren gehen: "Denn die sind dann für immer weg."

Koch begrüßt, dass die Unternehmen diesmal versuchen, ihre Belegschaft über die Krise hinaus zu halten. "Das Instrument der Kurzarbeit ist da sehr hilfreich." Aber auch er weiß: "Wenn die Krise länger dauert, werden die Unternehmen entlassen müssen, um ihren Betrieb zu retten." Deshalb rückt Koch trotz seines Gottvertrauens auch mit den schlechten Nachrichten heraus: "Die Krise hat ihre Talsohle noch nicht erreicht, die Arbeitslosigkeit wird steigen", glaubt der Ministerpräsident. Die Politiker haben seiner Ansicht nach mit all den Konjunkturpaketen und Rettungsfonds alles Erdenkliche getan. "Und doch sind wir bekanntlich nur Deppen." was