Marine: Polizei nimmt neun Somalier in Gewahrsam Piraten an Kenia überstellt

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Berlin/Nairobi. Deutschland hat gestern neun somalische Piraten an Kenia überstellt, die vor einer Woche im Golf von Aden einen deutschen Frachter kapern wollten. Wie das Auswärtige Amt in Berlin mitteilte, übernahm die kenianische Polizei die Seeräuber in der Hafenstadt Mombasa vom Kommandanten der Fregatte "Rheinland-Pfalz". Auf dem Schiff der deutschen Marine waren die Piraten am vergangenen Dienstag festgesetzt worden.

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Nach einem erst kürzlich unterzeichneten Abkommen zwischen der EU und Kenia über die Strafverfolgung von Piraten, die im Rahmen der EU-Mission "Atalanta" gefasst werden, müssen sich die Seeräuber nun in dem ostafrikanischen Land vor Gericht verantworten. Die Fregatten-Besatzung hatte die Piraten nach einem fehlgeschlagenen Angriff auf den deutschen Frachter "MV Courier" am Horn von Afrika gefangen genommen.

Die Staatsanwaltschaft in Hamburg hatte auf eine Strafverfolgung in Deutschland verzichtet. Für die deutsche Anklagebehörde erfüllt Kenia die notwendigen "Mindeststandards" für ein Verfahren. dpa