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Parteien - „Deutschland“-Clip der AfD zeigt nicht Deutschland

„Normal“ – aber nicht deutsch

Von 
ZRB
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Berlin. Die AfD nimmt für sich gern in Anspruch, anders als andere zu wissen, wie Deutschland – außerhalb des politischen Berlins – wirklich tickt und aussieht. Das ist auch die Haltung in der aktuellen Kampagne zur Bundestagswahl: „Deutschland. Aber normal“ lautet der Slogan, unter dem die Partei in den Wahlkampf zieht. Unter diesem Motto läuft unter anderem ein Online-Werbeclip, in dem die Partei zeigt, wie sie sich diese Normalität vorstellt: mit Gartenzwergen, Lattenzäunen und ohne Corona-Masken.

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Nun wurde allerdings ein für die AfD peinliches Detail bekannt: Einige der Szenen, die da das ganz normale Leben in Deutschland zeigen sollen, wurden gar nicht hierzulande gedreht. Wie der „Spiegel“ berichtet, hat sich die Partei für den Spot unter anderem Material aus der Datenbank „Adobe Stock“ geholt. Zu sehen ist in dem Video etwa eine junge Frau, die vor einem Geschäft einen Stuhl aufstellt. „Normal ist das, was wir alle wieder brauchen“, sagt die Sprecherstimme im Clip dazu. Ausgerechnet diese Szene taugt aber schlecht als Beispiel für deutsche Normalität, denn der Laden befindet sich laut „Spiegel“ in Großbritannien, im englischen Folkstone.

Auch Szenen, die eine Familie zeigen sollen, wurden offenbar nicht in Deutschland gedreht. Das legen Lichtschalter nahe, die hier nicht üblich sind. Szenen von Demonstrationen sollen aus Russland stammen. Die Partei erklärte auf Anfrage, bei einem Kampagnenfilm gehe es darum, „die angestrebte Botschaft zu transportieren“. ZRB

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