Technik - Nach Update auch für ältere Handys nutzbar Neue Chance für stotternde Warn-App

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dpa
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Berlin. Der Start der Corona-Warn-App im vergangenen Sommer war hoffnungsvoll. Innerhalb weniger Wochen wurde die Schwelle von zehn Millionen Downloads durchbrochen. Doch dann wurde es ruhig um die Anwendung, die mit Hilfe von Bluetooth-Signalen feststellen kann, ob zwei Nutzer sich über einen gewissen Zeitraum hinweg gefährlich nahe gekommen sind.

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Nun sollen die Nutzungszahlen der App noch einmal einen Schub bekommen, denn die Anwendung kann nun auch von Besitzern der älteren iPhone-Modelle 5s und 6 genutzt werden. Die neuste Version steht seit Mittwoch im App-Store von Apple zum Herunterladen bereit. Es kann allerdings mehrere Stunden dauern, bis die aktualisierte App in der neuen Version 1.12 auch für alle iPhone-Nutzer sichtbar wird.

Zahlen müssen steigen

Das Robert Koch-Institut (RKI) kommt mit der Aktualisierung der Forderung nach, die Nutzung der App auch den Besitzern von älteren Smartphones zu ermöglichen. In Deutschland sind schätzungsweise noch 1,7 Millionen ältere Apple-Smartphones aktiv, auf denen nicht das bislang notwendige Betriebssystem iOS 13 oder 14 laufen kann. Die aktuelle Version der App gibt sich nun auch mit iOS 12.5 zufrieden, das auch auf dem iPhone 5s oder 6 läuft.

Was die Nutzungszahlen angeht, sind die Apple-Kunden aber ohnehin gut vertreten: Die Zahl der 25,4 Millionen Downloads verteilt sich auf 14,0 Millionen Android-Geräte und 11,4 Millionen Download von einem iPhone. Dabei sind in Deutschland vier Mal so viele Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android in Gebrauch als iOS-Geräte von Apple. Es müssten also vor allem Android-User motiviert werden, die App zu verwenden. So oder so: Um noch effizienter zur Vermeidung einer dritten Infektionskette beitragen zu können, braucht die App noch mehr Nutzer. Denn der Wirkungsgrad hängt von den Anwenderzahlen ab. Nur wenn Nutzer bei ihren Aktivitäten auf andere App-Anwender treffen, kann das Tracing funktionieren. dpa