AdUnit Billboard
Gesundheit - Krankenkassen brauchen Rekordzuschuss

Milliarden werden gebraucht

Von 
dpa
Lesedauer: 
Bundesgesundheitsminister Spahn steht zur Zusage stabiler Beiträge. © dpa

Berlin. Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland benötigen im kommenden Jahr einen Rekordzuschuss vom Bund. Wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) am Mittwoch mitteilte, gibt es einen zusätzlichen Finanzbedarf von sieben Milliarden Euro. Dies habe der sogenannte Schätzerkreis aus Experten von Bundesgesundheitsministerium, Bundesamt für Soziale Sicherung und GKV-Spitzenverband prognostiziert.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Das Gremium rechnet mit Ausgaben für die Krankenkassen von rund 284 Milliarden Euro – nach voraussichtlich 272 Milliarden Euro in diesem Jahr. Da gesetzlich festgeschrieben wurde, dass die Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung im nächsten Jahr bei durchschnittlich 1,3 Prozent stabil gehalten werden sollen, muss die Lücke durch weiteres Geld vom Bund geschlossen werden.

Der Bundeszuschuss fließt, wie auch die Krankenkassenbeiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, in den Gesundheitsfonds und beträgt üblicherweise 14,5 Milliarden Euro. Für das kommende Jahr waren bereits zusätzliche sieben Milliarden eingeplant. Mit weiteren sieben Milliarden würde der Zuschuss auf 28,5 Milliarden Euro anwachsen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte: „Wir haben in den letzten drei Jahren viel investiert: in bessere Pflege, in schnellere Digitalisierung, in flächendeckende Versorgung – und vor allem auch in die Pandemiebewältigung. Das zahlt sich für die Patientinnen und Patienten aus. Aber das kostet, zumal nach einer Wirtschaftskrise.“ Das Parlament habe die Zusage stabiler Beiträge ins Gesetz geschrieben. Zu dieser Sozialgarantie stehe man. „Daher werden wir nun zügig eine entsprechende Rechtsverordnung vorlegen und mit dem Bundesministerium für Finanzen abstimmen.“

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Der Verwaltungsratsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Volker Hansen, erklärte: „Wir erwarten, dass die Bundesregierung rasch für einen entsprechenden Bundeszuschuss sorgt – und damit die Gefahr von flächendeckend steigenden Zusatzbeiträgen im nächsten Jahr abwendet.“ dpa

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1