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Wegen Beleidigung

Lauterbach zeigt AfD-Abgeordnete Beatrix von Storch an

«Nur konsequentes Anzeigen kann helfen», twittert Gesundheitsminister Karl Lauterbach in Bezug auf die AfD. Es geht um eine Beleidigung während seiner Rede zum Infektionsschutzgesetz, die jetzt Konsequenzen haben soll.

Von 
dpa
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Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat die AfD-Politikerin Beatrix von Storch angezeigt. © Kay Nietfeld

Berlin. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch angezeigt. Das bestätigte das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag. 

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Der «Spiegel» hatte zuvor berichtet, der SPD-Politiker habe von Storch wegen Beleidigung bei der Polizei angezeigt. Es geht demnach um einen Vorfall im Bundestag in der vergangenen Woche. Lauterbach selbst twitterte am Donnerstag: «Immer wieder Beleidigungen und Bedrohungen durch Mitglieder und Abgeordnete der #NoAfD. Beides gehört zum Politikstil der Partei. Nur konsequentes Anzeigen kann hier helfen», und verlinkte den «Spiegel»-Bericht unter seinem Tweet.

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Darin beruft sich das Nachrichtenmagazin auf die ihm vorliegende Anzeige. Demnach soll von Storch nach Lauterbachs Rede zum Infektionsschutzgesetz in Richtung Regierungsbank geschaut, Augenkontakt zum Minister gesucht und laut vernehmlich die Worte «Sie sind völlig irre!» geäußert haben. Begleitet sei das gewesen von einer kreisrunden Fingerbewegung am Rande ihrer Stirn, was Lauterbach als «einen Vogel zeigen» interpretiert habe.

Wissing und Kramme als Zeugen angegeben

Als Zeugen seien in der Anzeige bei der Polizei Berlin Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Soziales, Annette Kramme (SPD), angegeben. Die Polizei konnte den Vorgang auf Nachfrage zunächst nicht bestätigen.

Beatrix von Storch sagte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage: «Lauterbach hat jeden Bezug zur Realität verloren. Das bekräftige ich gern auch nochmal. Seine Corona-Panik ist irrational und zeigt Züge von Besessenheit. Dass er den Meinungsstreit um seine Politik jetzt mit Anzeigen austragen will, zeigt, dass er die Nerven verliert.»

© dpa-infocom, dpa:220915-99-776489/2

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