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Soziales

Kosten für Pflegeheime steigen weiter

Anbieter warnen vor Preiserhöhungen unter anderem wegen der Inflation, der Energiekosten und Löhne

Von 
dpa
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Berlin. Selbst zu zahlende Kosten für Pflegebedürftige im Heim sind weiter gestiegen – und auch neue Entlastungszuschüsse federn das laut einer Auswertung nur teilweise ab. Im ersten Jahr im Heim waren zum 1. Juli im bundesweiten Schnitt 2200 Euro pro Mon.

In den Zuzahlungssummen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt – anders als die Krankenversicherung – nur einen Teil der Kosten. Für Heimbewohner und Heimbewohnerinnen kommen aber noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen in den Einrichtungen hinzu. Seit 1. Januar gibt es neben den Zahlungen der Pflegekasse zudem einen Entlastungszuschlag, der mit der Pflegedauer steigt. Der Eigenanteil für reine Pflege sinkt im ersten Jahr um 5 Prozent, im zweiten um 25 Prozent, im dritten um 45 Prozent, ab dem vierten Jahr um 70 Prozent.

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Allerdings ist der Eigenanteil für die reine Pflege nun weiter gestiegen – ohne Zuschuss im Schnitt auf 964 Euro nach 912 Euro zum 1. Januar. Die Zuschläge bremsten also nur diesen Anstieg. Zusammen mit den anderen Zuzahlungen zeigten sich vom 1. Januar zum 1. Juli weiter Kostensteigerungen: Im zweiten Heim-Jahr stiegen die selbst zu zahlenden Anteile unter dem Strich im Schnitt noch um 56 Euro auf 2007 Euro, im dritten Jahr um 45 Euro auf 1814 Euro, ab dem vierten um 32 Euro auf 1573 Euro. Ganz ohne Zuschüsse wären es im Schnitt für alle nun 2248 Euro als Zuzahlung, 69 Euro mehr als zum 1. Januar.

Hohe Eigenanteile

Hintergrund sind höhere Löhne, Lebenshaltungs- und Energiekosten, wie der Verband der Ersatzkassen erläuterte. Vorstandschefin Ulrike Elsner sagte, die Entlastung bei den Eigenanteilen sei besonders im ersten Jahr nur begrenzt spürbar. Sie werde durch die Steigerung der Pflegeentgelte marginalisiert.

„Bei so hohen Eigenanteilen bleibt Pflegebedürftigkeit ein Armutsrisiko.“ Eine nachhaltige politische Lösung für das Problem insgesamt werde dringend gebraucht. Auch die Länder stünden in der Verantwortung, endlich die Investitionskosten für Pflegeeinrichtungen zu übernehmen. Dies würde Pflegebedürftige aktuell um durchschnittlich 469 Euro pro Monat dpa

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