Religion - Bischof Bätzing kündigt neue Wege an Kirche muss kreativ sein

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Limburg. Die katholische Kirche will dem derzeitigen Gottesdienstverbot mit Kreativität begegnen. Alternativangebote reichten von Gottesdienstübertragungen bis zu Ideen für Gebetszeiten in der Familie, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing. „Wir üben uns jetzt in neuen Formen der Kommunikation.“ Seelsorger skypten und mailten und beteiligten sich an Helferdiensten. Die Welle der Solidarität in der Gesellschaft sei „wunderbar“, sagte der 58-jährige Bischof von Limburg.

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Erstmals in ihrer Geschichte müssen sich die Kirchen auf ein Osterfest ohne Gottesdienste einstellen. Dennoch versprach Bätzing: „Ostern findet statt!“ Man werde es zwar nicht in gewohnter Weise feiern können, „wir werden aber auch über die modernen Medien viele Gottesdienste anbieten können. Ich bin ganz zuversichtlich, der Funke der Freude wird auch so überspringen.“ Zumindest spürten jetzt viele Christen, dass ihnen der Gottesdienst doch fehle. „Was bislang selbstverständlich und in diesem Sinne auch irgendwie „gewöhnlich“ war, wird jetzt sehr kostbar.“ Die Welle der Solidarität hat für Bätzing auch eine religiöse Dimension: „Der liebende Gott ist in jedem präsent, der es aushält, alleine zu Hause zu bleiben, um andere zu schützen“, sagte er. dpa (Bild: dpa)