Myanmar - Menschenrechtler fordern Sanktionen Junta nimmt Politiker fest

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dpa
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Naypyidaw. Ungeachtet internationaler Appelle, Sanktionen und Großdemonstrationen geht die neue Militärjunta in Myanmar weiter hart gegen die entmachtete zivile Regierung vor. Am späten Mittwochabend seien mindestens sechs hochrangige Politiker festgenommen worden, darunter ein enger Berater der abgesetzten Regierungschefin Aung San Suu Kyi, berichtete die Zeitung „The Irrawaddy“ am Donnerstag.

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Derweil werden Forderungen an die deutsche Regierung lauter, dem Beispiel der USA zu folgen und Sanktionen gegen das Regime in dem südostasiatischen Land zu verhängen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) appellierte an Bundesaußenminister Heiko Maas, die demokratischen Kräfte in Myanmar „mit allen verfügbaren Mitteln“ zu unterstützen. Dazu müsse er dem Beispiel von US-Präsident Joe Biden folgen und Sanktionen ins Spiel bringen – auch auf europäischer Ebene. „Das Militär muss zurück in die Kasernen, die putschenden Generäle müssen entmachtet und sanktioniert werden“, sagte GfbV-Referentin Jasna Causevic. Andernfalls drohe eine Wiederholung der Ereignisse von 1988, als das Militär die Proteste in Myanmar brutal niedergeschlagen und Tausende Menschen getötet hatte.