AdUnit Billboard
Hochwasser

Helfer aus ganz Deutschland

Von 
bjz/dpa
Lesedauer: 

Berlin/Mannheim. Mehr als 200 Einsatzkräfte aus unterschiedlichen pfälzischen Feuerwehren sind in die Eifel und nach Nordrhein-Westfalen geeilt, um bei der Flutkatastrophe zu helfen. Dies bestätigte die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) des Landes Rheinland-Pfalz. Die ADD organisiert den Bedarf von Einsatzkräften und Gerätschaften, den die betroffenen Landkreise anfordern. Aus der Leitstelle Ludwigshafen sind Disponenten nach Koblenz abgeordnet worden, aus der Leitstelle Kaiserslautern sind Disponenten in den Trier-Saarburg-Kreis gefahren, um zu helfen.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Zahlreiche Feuerwehren auch aus der Vorderpfalz haben Fachleute entsandt. Der Kreis Bad Dürkheim hat 50 Kräfte zum 72-Stunden-Einsatz geschickt. Sie werden am Sonntag von weiteren 50 Feuerwehrleuten abgelöst. Der Kreis Südliche Weinstraße und die Stadt Landau helfen mit 115 Kräften, die unter anderem 150 Feldbetten, 1500 Decken und 300 Hygienesets im Gepäck haben. Neustadt schickt 40 Einsatzkräfte. Aus dem Kreis Bergstraße sind am späten Nachmittag 34 Helfer ausgerückt. Auch aus vielen anderen Teilen Deutschlands fuhren ebenfalls Helfer und Helferinnen ins Katastrophengebiet.

„Stunde der Einsatzkräfte“

Das Technische Hilfswerk (THW) hat den Katastrophenschutz in den von Überschwemmungen betroffenen Bundesländern am Donnerstag mit rund 2100 Einsatzkräften unterstützt. In Rheinland-Pfalz seien zudem Hubschrauber aus mehreren Bundesländern zur Rettung von Menschen aus Überflutungsgebieten unterwegs, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage mit.

„Ich biete den Ländern jegliche Unterstützung an. Jetzt ist die Stunde der Einsatzkräfte und der Solidarität“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) der „Bild“. Nach Angaben seines Ministeriums waren bereits am Donnerstag insgesamt mehr als 15 000 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen, THW und Bundeswehr im Einsatz, um Menschen zu retten sowie Wohnungen, Betriebe und Infrastruktur vor den Wassermassen zu schützen.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Mehr als 60 Warnmeldungen

Die Verantwortung für den Katastrophenschutz liegt in Deutschland bei den Ländern. Sie können bei besonders schweren Unglücksfällen oder Naturkatastrophen aber Unterstützung von anderen Ländern und vom Bund anfordern, etwa vom Technischen Hilfswerk, der Bundeswehr oder der Bundespolizei. Die Innenministerkonferenz hatte sich im Juni auf die Einrichtung eines gemeinsamen Kompetenzzentrums von Bund und Ländern geeinigt.

Laut Ministerium gab es seit Beginn der Überschwemmungen mehr als 60 behördliche Warnmeldungen und Hinweise an die Bevölkerung. Das Gemeinsame Melde- und Lagezentrum beim BBK in Bonn koordinierte angeforderte Unterstützungsleistungen – etwa Hubschrauber und die Lieferung von Trinkwasser. „Auch unsere Nachbarn in Belgien und den Niederlanden waren stark betroffen“, hieß es aus dem Bundesinnenministerium. Derzeit werde geprüft, wie Deutschland dort Hilfe leisten könne. 

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1