Verkehr - Organisation warnt vor verstopften Städten Greenpeace fürchtet den Auto-Kollaps

Von 
dpa
Lesedauer: 

Berlin. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat als Folge der Corona-Krise vor einem Auto-Kollaps in Städten gewarnt. Aus Sorge vor Ansteckungen mieden viele Menschen öffentliche Verkehrsmittel, die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen seien eingebrochen – und mehr Strecken würden mit dem Auto gefahren, heißt es in einer Kurzstudie. Dadurch könnten alleine in den Großstädten die mit dem Auto zurückgelegten Personenkilometer um bis zu 20 Milliarden pro Jahr steigen. Dies bedeute mehr Staus und mehr klimaschädliches Kohlendioxid (CO2). Es drohe ein „Verkehrsinfarkt“, die CO2-Emissionen könnten um zusätzliche 3 Millionen Tonnen steigen.

Sorgt die Corona-Krise für volle Straßen wie hier in Berlin? © dpa
AdUnit urban-intext1

„Damit Corona nicht auch die Verkehrswende infiziert, müssen Städte jetzt mehr Platz für Radfahrende und Fußgänger schaffen“, so Greenpeace-Verkehrsexpertin Marion Tiemann. Mit besseren Rad- und Fußwegen könnten Städte verhindern, dass Menschen wieder in ihr Auto gezwungen würden. Dies sei eine „riesige Chance“, um beim Umstieg auf sichere, saubere und klimafreundliche Verkehrsträger voran zu kommen.

Schon vor der Corona-Krise war der Verkehrsbereich das große Sorgenkind im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung. Im Gegensatz zu anderen Bereichen ist der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids im Verkehrsbereich in den vergangenen Jahren auch wegen eines höheren Verkehrsaufkommens kaum gesunken. 

Mehr zum Thema

Klimawandel: Greenpeace-Aktivist übt massive Kritik an der Forstverwaltung Mannheim - Stadt weist Vorwürfe zurück

Veröffentlicht
Von
Bernhard Haas
Mehr erfahren

Jahrestag Größter Erfolg von Greenpeace

Veröffentlicht
Von
Eckart Gienke
Mehr erfahren