Mutationsgebiete - Regelung gilt vorerst bis zum 17. Februar Einreisestoppbeschlossen

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san
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Der Einreisestopp gilt auch für den Flugverkehr. © dpa

Berlin. Die Bundesregierung will Reisen aus Großbritannien, Südafrika, Irland, Brasilien und Portugal nach Deutschland nahezu unmöglich machen. Sie beschloss am Freitag einen Einreisestopp, der an diesem Samstag in Kraft tritt und zunächst bis zum 17. Februar gilt. Die fünf Staaten sind „Virusvariantengebiete“. Die Regierung will verhindern, dass Mutationen eingeschleppt werden. In die Pflicht genommen werden Beförderer im Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- oder Flugverkehr. Streng genommen ist es kein Einreise-, sondern ein Beförderungsverbot. Direktverbindungen aus Brasilien und Südafrika werden faktisch gekappt.

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Ein Schlupfloch bleibt s für Individualverkehr aus Großbritannien, Irland und Portugal etwa per Auto: Reisende müssen aber einen „triftigen“ Grund haben und einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Ausnahmen vom Beförderungsverbot gibt es für alle Deutschen und in Deutschland lebenden Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr.

Auch die EU hat die Reiseregeln verschärft. Die Corona-Ampel-Karte wird um eine dunkelrote Kategorie für Hochrisikogebiete mit mehr als 500 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von zwei Wochen ergänzt. Reisende aus diesen Regionen müssen sich einem Corona-Test unterziehen und bei ihrer Ankunft isolieren. san