Klima - Grüne betonen den Wert von Einfamilienhäusern „Eigene vier Wände sind wichtig“

Von 
dpa
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Berlin. Die Grünen wollen nach den Worten von Parteichef Robert Habeck den Erwerb von Wohneigentum für Privatpersonen erleichtern. Sie sollten für kleines Eigentum weniger Grunderwerbssteuer zahlen müssen als Immobiliengesellschaften, sagte Habeck am Montag. Hohe Maklergebühren müssten gedeckelt werden, zudem solle der Auftraggeber des Maklers die Gebühren zahlen müssen. Gegen Spekulation und Geldwäsche im Immobiliensektor müsse mehr getan werden.

Die Grünen dementieren: Sie wollen Einfamilienhäuser nicht verbieten. © dpa

Entscheidung der Kommunen

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Habeck bekräftigte auch, dass seine Partei Einfamilienhäuser nicht pauschal verbieten will. „Das Einfamilienhaus gehört zum Ensemble der Wohnmöglichkeiten in Deutschland“, betonte er. „Das Einfamilienhaus ist für viele Menschen Teil ihres Lebens, ihrer Lebenspläne und ihrer Wünsche und wird auch in Zukunft es bleiben.“ Was wo gebaut werde, entschieden die Kommunen vor Ort.

Die Grünen hatten am Wochenende Vorwürfe zurückgewiesen, sie wollten den Neubau von Einfamilienhäusern pauschal verbieten. „Die Behauptungen sind falsch“, stellte ein Fraktionssprecher klar. „Die eigenen vier Wände sind für viele Menschen wichtig – dazu gehört auch das Einfamilienhaus.“ Fraktionschef Anton Hofreiter sei nach einem „Spiegel“-Interview überspitzt wiedergegeben worden, schrieb der Sprecher zudem auf Twitter. Zugleich stellte Hofreiter klar: „Natürlich wollen die Grünen nicht die eigenen vier Wände verbieten.“