Dreyer: "Impfstoffgipfel" war "wichtig" für weitere Planung

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dpa/lrs
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Mainz. Der "Impfstoffgipfel" war nach Einschätzung der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) "wichtig für eine weitere verlässliche Planung". Sie gehe nach wie vor davon aus, dass jeder Rheinland-Pfälzer sich bis zum 21. September gegen Corona impfen lassen könne, sagte Dreyer am Montagabend in Mainz nach dem Treffen der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin.

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Bis zum nächsten Treffen der Ministerpräsidenten am 10. Februar wolle der Bund mit den Ländern einen ersten nationalen Impfplan mit verlässlichen Liefermengen vorlegen. "Kein Hersteller kann ganz genau sagen, was jede Woche kommt." Aber: "Wir werden mehr Planungssicherheit haben."

In diesem Quartal werde es keine weitere Steigerung der Impfdosen geben, sagte Dreyer. Es werde aber zu erheblichen Erhöhungen im 2., 3. und 4. Quartal kommen.

Wegen der Lieferengpässe müssen in Rheinland-Pfalz die Erstimpfungen in den Impfzentren drei Wochen lang ausgesetzt werden. Die verschobenen Termine könnten aber eingehalten werden, sagte Dreyer.

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3,5 Prozent der Bürger haben bis Sonntag ihre erste Spritze bekommen, damit gehört das Bundesland zu den Spitzenreitern in Deutschland. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 2,3 Prozent.

Bei dem "Impfgipfel" sei auch vereinbart worden, dass der Bund prüfe, wie Lieferketten für Verpackungsmaterial und Zubehör des Impfstoffs sichergestellt werden könnten, sagte Dreyer. Zudem solle gemeinsam mit der EU geschaut werden, dass bessere Lieferketten für notwendige Rohstoffe für die Impfstoffe wie knappe Lipide erreicht werden könnten.

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Die Ständige Impfkommission habe auch beim Impfstoff von Astrazeneca vor allem die gefährdetesten Bevölkerungsgruppen im Blick und wolle die Impfung zunächst noch nicht für Lehrer, Erzieher und Polizisten empfehlen, berichtete Dreyer. Das Vakzin ist nur für Menschen bis 65 Jahre zugelassen.

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Der "Impfgipfel" sei ein "sehr gewinnbringendes Gespräch" gewesen, sagte Dreyer. Nicht alle Akteure hätten sich vorher gekannt.

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