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CDU-Basis will Sondierung - aber zum Teil auch neue Führung

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dpa/lsw
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Südwest. Nach der Schlappe bei der Landtagswahl hat sich ein großer Teil der CDU-Kreisvorsitzenden für eine Sondierung mit dem Ziel einer Neuauflage von Grün-Schwarz ausgesprochen. Bei einer Online-Konferenz am Montagabend stützten viele Kreischefs den CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl, der die Sondierungsgespräche mit den Grünen führt. Wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr, forderten allerdings auch einige Kreisvorsitzende, dass die Südwest-CDU perspektivisch einen personellen Neuanfang brauche. Unter anderem die Kreisverbände Göppingen, Stuttgart, Konstanz und Lörrach hätten sich in diese Richtung geäußert.

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"Wenn wir so weitermachen, können wir nicht Volkspartei bleiben", hatte Willi Streit, Vorsitzender des Kreisverbands Konstanz, schon vor der Konferenz dem "Südkurier" gesagt. Man habe einen Brief an Landesverband und die Landtagsfraktion geschrieben, dass es so nicht weitergehe. Im Land gebe es zu wenig überzeugendes Spitzenpersonal. Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann habe für sich die Konsequenzen gezogen, nun brauche es auch neue Gesichter an der Landesspitze. Streit nennt im "Südkurier" die Bundestagsabgeordneten Andreas Jung und Thorsten Frei als Kandidaten.

In der Konferenz habe Streit seine Kritik wiederholt, aber auch Strobls Leistung als Innenminister gelobt und sich für eine Neuauflage von Grün-Schwarz ausgesprochen, hieß es von Teilnehmern. Insgesamt gab es großen Diskussionsbedarf über die Frage, wie es zu dem Absturz auf nur noch 24,1 Prozent kommen konnte und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Strobl wird auch deshalb gestützt, weil er als Vertrauensmann von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gilt. Die Grünen erwägen allerdings neben Grün-Schwarz auch ein Ampel-Bündnis mit SPD und FDP.

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