Bundestag beschließt Helmut-Kohl-Stiftung

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dpa
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Berlin. Eine Helmut-Kohl-Stiftung erinnert künftig an das Leben und Wirken des langjährigen deutschen Bundeskanzlers. Das beschloss der Bundestag am Donnerstagabend gegen den ausdrücklichen Willen der Kohl-Witwe Maike Kohl-Richter. Zu den Aufgaben der Stiftung, deren Einrichtung der Bundestag ohne Gegenstimmen billigte, gehört unter anderem die Errichtung einer öffentlich zugänglichen Erinnerungsstätte in Berlin. "Helmut Kohl ist für viele junge Menschen noch heute ein großes Vorbild", erklärte CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak.

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Kohl-Richter hatte zuvor allerdings erklärt: "Das Vorhaben widerspricht dem letzten Willen meines Mannes." Nach Angaben ihre Anwälte gebe es Zweifel, ob Kohls Leben und Politik im vorgesehenen Modell tatsächlich objektiv aufgearbeitet werden könne. Trotzdem stimmten im Bundestag von der Union bis zur Linken alle Fraktionen für die Stiftung; nur die AfD enthielt sich.

Der vor vier Jahren verstorbene CDU-Politiker bekleidete von 1982 bis 1998 das Amt des Bundeskanzlers und gilt als "Kanzler der Einheit". Deshalb soll die Stiftung Kohls politisches Wirken für die "Freiheit und Einheit des deutschen Volkes" würdigen sowie dessen Einsatz für die europäische Integration. Bislang gibt es in Deutschland sechs vergleichbare Stiftungen wie die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung und die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus.

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Bernhard Zinke
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