Bürgerrechtler gehen gegen Benjamin Netanjahu vor

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Jerusalem. Die künftigen Regierungsparteien in Israel stehen kurz nach ihrer Einigung auf eine Koalition unter Druck: Israelische Bürgerrechtler haben erneut beim Höchsten Gericht eine Petition gegen den rechtskonservativen Regierungschef Benjamin Netanjahu eingereicht. Sie wollen verhindern, dass er trotz einer Korruptionsanklage Ministerpräsident werden kann, wie ein Rechtsberater der Bewegung für Qualitätsregierung am Dienstag bestätigte. Sollte das Gericht Netanjahu wegen seines Korruptionsprozesses das Amt des Regierungschefs verwehren, werde es automatisch eine Neuwahl geben, bestätigte eine Sprecherin von Blau-Weiß. Nach einem monatelangen Machtkampf hatten sich Netanjahu (Likud) und Benny Gantz (Blau-Weiß) am Montagabend auf eine „nationale Notstandsregierung“ verständigt.