Automatenbranche bangt um Jobs in Spielhallen

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dpa/lsw
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Südwest. Die baden-württembergische Automatenbranche warnt vor dem Verlust Tausender Arbeitsplätze vor allem in den Spielhallen. Symbolisch für die nach Verbandsangaben rund 8000 in Gefahr stehenden Jobs wurden am Mittwoch 800 Stühle auf dem Schillerplatz in der Stuttgarter Innenstadt aufgestellt. Hintergrund der Aktion ist die ab 1. Juli geltende Regelung, wonach ein Mindestabstand von 500 Metern zwischen den Spielhallen untereinander sowie zu Kinder- und Jugendeinrichtungen greift.

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Dirk Fischer vom Automaten-Verband Baden-Württemberg sagte, inmitten in der Corona-Krise vernichte die grün-schwarze Koalition die unternehmerische Existenz Hunderter Familienunternehmen. Die Mitarbeiter würden von der Landesregierung in die Arbeitslosigkeit getrieben. Das Wirtschaftsministerium wies die Vorwürfe zurück. Die Spielhallenbetreiber hätten genügend Zeit gehabt, sich auf die neuen Vorgaben einzustellen. Außerdem seien die Mindestabstände im gerade geschlossenen Koalitionsvertrag bekräftigt worden.

Unterdessen machen die drei Spielbanken des Landes wieder schrittweise auf. In Konstanz ist seit Dienstag vollständig geöffnet, wie ein Sprecher mitteilte. In Stuttgart und Baden-Baden startet am (heutigen) Mittwoch das Automatenspiel, bevor am 15. Juni auch klassische Spiele wie Roulette aufgenommen werden. Alle drei Standorte waren seit dem 30. Oktober infolge der Corona-Pandemie dicht.

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