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Staatsbesuch - Frank-Walter Steinmeier in Israel

Appell gegen Judenhass

Von 
dpa
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Jerusalem. Zum Beginn seines Staatsbesuchs in Israel hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dazu aufgerufen, entschieden gegen jede Form von Antisemitismus vorzugehen. „Der Antisemitismus ist nach wie vor in der Welt und wir müssen ihn weiter bekämpfen, wo immer er sein hässliches Haupt erhebt – niemals dürfen wir vergessen“, sagte Steinmeier am Mittwochabend in Tel Aviv bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an vier israelische Bürger.

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Frank-Walter Steinmeier und Ministerin Orit Farkash-Hacohen. © dpa

An den Holocaust zu erinnern, Antisemitismus zu bekämpfen und an der Seite Israels zu stehen – „all das darf für Deutschland, für uns Deutsche niemals zum leeren Ritual werden“, sagte Steinmeier laut vorab veröffentlichtem Redemanuskript. Er erinnerte daran, dass Synagogen in Deutschland noch immer Polizeischutz bräuchten und Juden in Deutschland und in der Welt beinahe täglich angegriffen würden. Auch an den Anschlag auf die Synagoge von Halle – „wo nur durch ein Wunder ein Massaker verhindert wurde“ – erinnerte er.

Mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurden die Holocaust-Überlebende Regina Steinitz, der Schriftsteller David Grossman, die Fotografin und Künstlerin Michal Rovner und der ehemalige Leiter der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Avner Schalev. In der israelischen Tageszeitung „Haaretz“ (Mittwoch) rief Steinmeier die neue Regierung des Landes in einem Interview zu einer politischen Lösung des Konflikts mit den Palästinensern auf. dpa

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