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Justiz

Zeppelin-Nachkommen müssen Niederlage im Stiftungsstreit hinnehmen

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dpa/lsw
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Mannheim. Im Streit um die millionenschwere Zeppelin-Stiftung hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg eine Berufung der Nachkommen des Luftschiffpioniers Zeppelin zurückgewiesen. Eine Revision wurde nicht zugelassen, wie eine Sprecherin in Mannheim am Donnerstag informierte. Der Verwaltungsgerichtshof bestätigte damit einen Beschluss des Verwaltungsgerichts Sigmaringen aus dem Januar 2020. Die Gründe für die Entscheidung sollen spätestens im Juli vorliegen (Az: 1 S 1865/20).

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In dem Streit um die Friedrichshafener Zeppelin-Stiftung wollen der Urenkel des Luftschiffbauers, Albrecht Graf von Brandenstein-Zeppelin, und sein Sohn Frederic mit Hilfe einer Klage die Stiftung in Friedrichshafen aus städtischer Hand lösen. Zunächst wurde nur verhandelt, ob die Klage überhaupt zulässig ist.

Der Luftschiffbauer Ferdinand Graf von Zeppelin hatte die Stiftung 1908 gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie aufgelöst und die Verwaltung des Vermögens an die Stadt Friedrichshafen übertragen. Aus Sicht der beiden Brandenstein-Zeppelins geschah das unrechtmäßig.

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Bei dem Streit geht es um viel Geld. Denn der Zeppelin-Stiftung gehören 93,8 Prozent der ZF Friedrichshafen AG, einem der größten Automobilzulieferer der Welt. Außerdem ist die Stiftung über die Luftschiffbau Zeppelin GmbH zu 100 Prozent an der Zeppelin GmbH beteiligt. Die Unternehmen speisen die Stiftung mit ihren jährlichen Dividenden und Gewinnausschüttungen. So flossen im vergangenen Jahr nach Angaben der Stadt 15,2 Millionen Euro, 2019 sogar 159,9 Millionen Euro an die Stiftung.

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