Kriminalität - Gemäß Statistik historischer Tiefstwert seit 1971 Weniger Einbrüche

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Stuttgart. In Baden-Württemberg gab es 2020 so wenige Wohnungseinbrüche wie seit Langem nicht mehr. Die Zahl sank im Vergleich zu 2019 von 6418 auf 4696 Fälle – ein Rückgang um knapp 27 Prozent. Dies bestätigte das Stuttgarter Innenministerium dieser Redaktion. Am Freitag will Innenminister Thomas Strobl (CDU) die Zahlen in Stuttgart offiziell im Zuge der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2020 präsentieren.

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„Die Polizei hat die in den Vorjahren erreichte Trendwende nicht nur verstetigt, sondern die Fallzahlen auf einen historischen Tiefstwert gesenkt: den niedrigsten Wert seit dem Jahr 1971“, sagte Strobl am Donnerstag auf Anfrage dieser Zeitung. Damit sei die Zahl der Einbrüche in Baden-Württemberg zum sechsten Mal in Folge zurückgegangen. 2018 waren es noch 7126 Delikte und 2017 8437. Im Jahr 2016 lag die Zahl der Einbrüche mit 11 095 Delikten noch im fünfstelligen Bereich.

Strobl führt den Rückgang bei den Einbrüchen darauf zurück, dass dieser Bereich zu einem Schwerpunkt der Polizei gemacht worden sei. „Wir haben das oben auf die sicherheitspolitische Agenda gesetzt und dieser hochmobilen, arbeitsteiligen und bandenmäßig organisierten Kriminalität den Kampf angesagt“, so Strobl. Laut dem CDU-Politiker komme hinzu, dass die Menschen im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie häufiger zu Hause gewesen seien. „Das verringert die Tatgelegenheiten und hat auch zu dieser positiven Entwicklung beigetragen“, erklärt Strobl.