Bildung - Ministerin Eisenmann weist auf Mehrausgaben hin VHS fordern mehr Geld vom Land

Von 
lsw
Lesedauer: 
Auch die Volkshochschule Tübingen verlangt mehr Geld vom Land. © dpa

Stuttgart. Der Volkshochschul-Verband will niedrigere Kursgebühren in Baden-Württemberg und fordert dafür mehr Geld vom Land. Die Landesregierung müsse die jahrelange Benachteiligung baden-württembergischer Volkshochschul-Nutzer durch eine Förderung beenden, die die Gebühren auf Höhe des Bundesschnittes sinken lasse, betonte Verbandsdirektor Hermann Huba am Mittwoch. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) teilte daraufhin mit, sie habe ihre Forderungen im Haushalt nur zur Hälfte durchsetzen können. Sie verwies in einer Mitteilung des Ministeriums auf sinkende Steuereinnahmen und anstehende Mehrausgaben.

AdUnit urban-intext1

Rund 2,5 Millionen Euro mehr für Volkshochschulen sieht die Landesregierung in ihrem Entwurf für den Doppelhaushalt 2020/21 vor. Das Kultusministerium hatte nach eigenen Angaben eine Erhöhung um fünf Millionen Euro gefordert. „Es war der Landesregierung aber leider nicht möglich, angesichts der vielfältigen anstehenden Aufgaben alle Wünsche in Gänze umzusetzen.“

Überdurchschnittliche Gebühren

Nach Angaben des Volkshochschul-Verbandes zahlen die jährlich mehr als zwei Millionen Volkshochschüler im Südwesten fast 25 Prozent höhere Gebühren als im Bundesschnitt. Die Förderung der auch kommunal finanzierten 169 Volkshochschulen im Land liegt dem Verband zufolge unter dem Durchschnitt. Das Land habe sich zu einer Angleichung verpflichtet. Dafür sei aber doppelt so viel zusätzliches Geld notwendig wie jetzt vorgesehen, sagte Huba.

Für eine wachsende Zahl von Menschen schließe die hohe Eigenbeteiligung politische und kulturelle Bildung, gesundheitliche, fremdsprachliche und berufliche Weiterbildung aus, sagte Huba.