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Finanzbehörde - Awo verliert rückwirkend Gemeinnützigkeit

Verein muss nachzahlen

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lhe
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Der Hauptsitz der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo). © dpa

Frankfurt. Die von Skandalen erschütterte Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat rückwirkend die Gemeinnützigkeit verloren. Die Frankfurter Oberfinanzdirektion habe dem Kreisverband für die Jahre 2014 bis 2017 diesen Status aberkannt, teilte die Awo am Mittwoch mit. Der Verein muss nun Steuern nachzahlen und darf keine Spendenquittungen mehr ausstellen. Wie es für die Jahre danach aussieht, ist einem Sprecher zufolge offen.

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Bei der Awo-Affäre geht es um Betrug in Millionenhöhe. Gegen ehemalige Funktionäre wird ermittelt. „Die Verantwortung für den Verlust der Gemeinnützigkeit und die damit verbundene Nachzahlung liegt klar bei der ehemaligen Geschäftsführung um Jürgen Richter“, sagte Vorstandsvorsitzender Steffen Krollmann der Mitteilung zufolge. „Wir haben mit unserem Sanierungskurs alle Schritte unternommen, um diese Missstände zu beseitigen.“

Der Verband wird für die betroffenen Jahre steuerlich wie ein Wirtschaftsunternehmen behandelt. Die Nachzahlung setzt sich laut Awo aus der Neuberechnung der Umsatz-, Gewerbe- und Körperschaftssteuer zusammen. Eine Summe wurde nicht genannt, es handele sich bei der Nachforderung aber um einen Betrag, den der Verband „aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage und der vorgenommen Rückstellungen“ stemmen könne. Betroffen seien lediglich einige kleinere Projekte. lhe

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