Terrorismus - Opfer aus Hanau und Volkmarsen leiden häufig Trauer in der Coronakrise

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Hanau/Volkmarsen. Die Aufmerksamkeit für die Corona-Pandemie wirkt sich nach Experteneinschätzung unterschiedlich auf die Bewältigung der Taten von Hanau und Volkmarsen aus. „Die Betroffenen sind in Teilen gar nicht böse darüber, dass die Aufmerksamkeit jetzt woanders ist, weil sie sich dann auf sich selbst konzentrieren können. Das ist dann vielleicht auch für die Verarbeitung positiv“, sagt der hessische Opferbeauftragte, Helmut Fünfsinn. Jeder reagiere anders: „Es gibt daher auf der anderen Seite auch Personen, die sagen: Mir fehlt die Aufmerksamkeit. Jeder kümmert sich nur noch um Corona.“

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Ein 43 Jahre alte Deutscher hatte am 19. Februar in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Später wurden er und seine Mutter tot in ihrer Wohnung gefunden. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Motiv aus. Keine Woche später soll ein 29 Jahre alter Deutsche bei einem Karnevalsumzug in Volkmarsen absichtlich ein Auto in eine Menschenmenge gefahren haben. Dutzende Menschen, darunter viele Kinder, wurden verletzt. Fünfsinn und sein Team kümmern sich um beide Vorfälle. „Das Problem ist: Eine Krise kann nicht am Tag danach bewältigt sein“, betont er. „Menschen gehen ja sehr unterschiedlich mit den Dingen um. Bei dem einen ist sofort eine unheimliche Betroffenheit da, die schwierig in den Griff zu bekommen ist. Bei anderen kommt es dann zu einem viel späteren Zeitpunkt.“ lhe