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Verkehr - Untersuchungen nach Fund von Sprengstoffspuren

Teil-Baustopp an der A 49 gilt weiterhin

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lhe
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Die A5 nahe Nieder-Gemünden im Vogelsbergkreis. Am sogenannten Ohmtaldreieck soll die A49 auf die A5 treffen. Der Teil-Baustopp dauert an. © Nadine Weigel/dpa

Gießen/Stadtallendorf. Der nach dem Fund von Sprengstoffspuren verhängte Teil-Baustopp für den Lückenschluss der umstrittenen Autobahn 49 in Mittelhessen dauert an. „Der Baustopp gilt seit dem Aussprechen bis auf Weiteres, das heißt bis die altlastenfachlich relevanten Sachverhalte entsprechend aufgeklärt und die erforderlichen Maßnahmen umgesetzt wurden“, teilte ein Sprecher des zuständigen Regierungspräsidiums Gießen (RP) mit.

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Die Behörde erwartet keine größeren Verzögerungen für die Baustelle insgesamt, da nur ein sehr kleiner Teil von der Anordnung betroffen sei. Es handele sich um eine Fläche von etwa 60 mal 200 Metern der mehr als 30 Kilometer langen Neubaustrecke, erläuterte eine Sprecherin der ausführenden Baugesellschaft. Die ruhenden Arbeiten an dieser Stelle wirkten sich „grundsätzlich“ nicht auf den weiteren Bauverlauf aus.

Anordnung seit Mitte Mai

Das RP hatten den Teil-Baustopp nach dem Fund von verdächtigen Spuren in ausgehobenem Erdreich an der A49-Baustelle bei Stadtallendorf Mitte Mai angeordnet. Analysen bestätigten der Behörde zufolge, dass es sich um den Sprengstoff Hexyl handelt. Stadtallendorf war früher ein Rüstungsstandort, wo Sprengstoffe produziert wurden.

Umstrittener Lückenschluss

Die Autobahn 49 soll einmal Kassel und Gießen direkter miteinander verbinden. Zwischen der Anschlussstelle Fritzlar und dem künftigen Ohmtal-Dreieck gliedert sie sich in vier Teilstrecken über insgesamt fast 62 Kilometer: Der Weiterbau der A49 ist umstritten. Im Herbst 2020 hatte es heftige Proteste von Umweltschützern gegeben. Für den Lückenschluss mussten Dutzende Hektar Wald gerodet werden, unter anderem im Dannenröder Forst.

Im Juni war es an einer Baustelle der umstrittenen Autobahn zu einem Diebstahl gekommen. Bislang unbekannte Täter hatten dabei einen Schaden in sechsstelliger Höhe angerichtet. Nach Angaben der Polizei in Marburg hätten sieaus einem Bürocontainer Computer, Festplatten und Fahrzeugschlüssel gestohlen sowie Sicherungen zerstört. Auch seien bei der Tat am Pfingstwochenende nahe Stadtallendorf an Radladern und Betonmischern Leitungen zerschnitten und Tanks aufgebohrt worden. lhe

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