Internetkriminalität - Strobl unterzeichnet Vereinbarung Südwesten kooperiert mit Israel

Von 
pre
Lesedauer: 

Mannheim. Das Land Baden-Württemberg arbeitet beim Kampf gegen Internetkriminalität mit der nationalen israelischen Cyberbehörde zusammen. Die Vereinbarung unterzeichnete Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Mittwoch mit Behördenchef Yigal Unna bei einer in Mannheim aufgezeichneten Fachkonferenz. Ziel seien gemeinsame Übungen zur Bekämpfung von Attacken auf die Computernetzwerke von Unternehmen und Staat, erklärte Strobl. Außerdem sollen Lagebilder über die aktuellen Bedrohungen ausgetauscht werden und Erfahrungen bei der Eindämmung von Attacken.

AdUnit urban-intext1

Israel ist nach Strobls Einschätzung bei der Cybersicherheit weltweit führend. Unna, der familiäre Wurzeln in Mannheim hat, nannte als Erfolgsfaktor die enge Zusammenarbeit von Wissenschaftlern, Unternehmen und Militär. Aus dieser Szene kämen viele Firmengründungen mit neuen Ideen für den sich schnell wandelnden Kampf gegen Hacker und Datendiebe.

Drittes Sicherheitsforum

Bereits zum dritten Mal veranstaltete das Innenministerium das Cybersicherheitsforum. Fraunhofer-Institutsdirektorin Haya Schulman betonte, die Spionage über das Internet habe in der Corona-Pandemie noch zugenommen. Sie verwies auf Versuche, beim Impfstoffentwickler Biontech Wissen abzuzapfen. „Man braucht innovative Lösungen“, forderte sie größere Anstrengungen. Strobl warnte, durch die beschleunigte Digitalisierung wachse die Gefahr von Attacken.

Schlecht aufgestellt sieht Sicherheitsexperte Hans-Wilhelm Dünn in Deutschland wichtige Infrastruktureinrichtungen wie Krankenhäuser, Wasser- und Energieversorger. Dünn: „Beim Schutz solcher Systeme sind wir ganz am Anfang.“ pre